Depressive Episode

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Allgemeine Depression
F32.-

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Entzugserscheinungen von Tramadol nach dem Absetzen
Da ich täglich etwas Tramadol nehme um meine Stimmung zu verbessern und es hier um den Austausch von Erfahrungen geht, möchte ich euch kurz von meinen Erfahrungen berichten.

Ich nehme seit ein paar Monaten täglich 25mg Tramadol als "Retard" Tablette. zusammen mit ganz wenig Escitalopram (im Moment nur 7,5mg). Am Wochenende probiere ich häufig auf das Tramadol zu verzichten. Aber ich merke schon Entzugserscheinungen wenn ich das so mache. Der Körper gewöhnt sich also schon schnell an das Opioid. Wenn ich am Folgetag das Tramadol am Morgen nicht nehme ist erst einmal alles ok. So am späte Nachmittag merke ich es dann. Dann ist wohl der Rest des Medikamentes im Körper abgebaut.
Konkret wird meine Laune deutlich schlechter und ich reagiere gereizt auf meine Umgebung und meine Familie. Zudem werde ich ungeduldig und kann kann mich schlecht auf etwas konzentrieren. Die Entzugserscheinungen sind jetzt nicht extrem aber schon sehr nervig. Der Nachmittag ist jedenfalls gelaufen. Ich habe nie geraucht aber vermutlich ist das so wenn man mit dem Rauchen stoppt. Schlafen tue ich auch etwas schlechter als normal.
Am nächsten Tag nach dem Absetzen merke ich den Entzug auch noch den ganzen Tag mit ähnlichen Symptomen. Erst an Tag 3, wenn ich dann nicht zur Arbeit muss, sind die Entzugserscheinungen weitgehend weg. Bei dieser geringen Dosis (25mg Tramadol) habe ich also zwei schlechtere Tage bis es wieder aufwärts geht. Also kommt es doch gelegentlich vor, dass ich am Wochenende etwas weniger als die Dosis in der Woche nehme wenn etwas wichtiges vorhabe und nicht schlecht gelaunt sein will.
Da ich aber kein Fan von Abhängigkeiten bin, ist es mir wichtig ab und an das Medikament abzusetzen. Anschließend wirkt es dann auch wieder besser.

Wie macht ihr das mit dem Tramadol? Findet ihr euch wieder in meinem Erfahrungsbericht?
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Erfahrungsbericht: Meine Depression und Behandlung mit Citalopram
Vor 17 Jahren war ich wegen chronischer Erschöpfung, Kopfschmerzen, permanenter Traurigkeit und Antriebslosigkeit bei mehreren Ärzten, die mir nicht helfen konnten. Ich wurde nur auf körperliche Symptome untersucht. Doch man fand keine physischen Erkrankungen.

Diagnose und Medikation
Als Monate später ein Neurologe nach eingehender Untersuchung Depressionen diagnostizierte, wurden mir als Therapie Medikamente und eine ambulante Psychotherapie verordnet. Zunächst verschrieb der Arzt das Antidepressivum Zoloft 100, das ich jedoch nicht gut vertrug. Ich litt häufig unter Durchfällen, hatte kaum Appetit.

Nach Rücksprache mit meinem Arzt setzte ich Zoloft schließlich schrittweise ab und erhielt Citalopram 40 mg. Nach einigen Tagen war ich enttäuscht, da sich noch keine Besserung zeigte. Im Gegenteil. Ich war in meinem schwarzen Loch gefangen, ohne jegliche Lebensfreude.
Doch nach etwa drei Wochen zeigte die Einnahme von Citalopram Wirkung. Als Erstes bemerkte ich, dass ich mehr Antrieb hatte. Während mir sonst sogar das Aufstehen, das Duschen und Ankleiden schwer fielen, kam ich plötzlich leichter aus dem Bett und hatte bald wieder Lust, mich schick zu machen. Auch meine Stimmungslage besserte sich. Citalopram half mir relativ schnell, den akuten Zustand zu stabilisieren. Erst dann konnte ich eine Psychotherapie beginnen. Ohne die Wirkung von Citalopram hätte ich weder die Kraft noch den Mut aufgebracht, um einen Therapeuten aufzusuchen, da ich mich wegen unbegründeter Ängste kaum aus dem Haus wagte.

Nachdem ich Citalopram einige Monate eingenommen hatte, waren sogar meine Ängste, unter vielen Menschen zu sein, fast verschwunden. Endlich hatte ich wieder Freude, Veranstaltungen zu besuchen und mich mit Freunden zu treffen. Die häufigen "Heul-Attacken" verringerten sich merklich.

Citalopram wirkt auf den Serotoninhaushalt. Man vermutet, dass bei der Entstehung von Depressionen die freigesetzte Menge an Serotonin zu gering ist. Das Hormon Serotonin ist unter anderem für eine aufgehellte Stimmung verantwortlich. Deshalb bezeichnet man es auch als „Glückshormon“. Citalopram soll den Serotoninhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Bei mir hat es funktioniert. Denn Schritt für Schritt kamen Lebensfreude und Energie zurück.

Zudem machte ich mit Citalopram eine weitere interessante Erfahrung: Zu dieser Zeit litt ich unter starken Rückenschmerzen, es bestand Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall. Daher wurde eine Kernspintomografie durchgeführt, das heißt, ich musste "in die Röhre". So eine Untersuchung war für mich immer ein Alptraum. Allein die Vorstellung an die Enge erzeugte bei mir Herzrasen und Panikattacken. Bei meiner ersten Kernspintomografie wurde mir ein Beruhigungsmittel verabreicht, damit ich die Untersuchung überstand. Aber dieses Mal erlebte ich Erstaunliches. Ich war völlig entspannt, als ich in die Röhre geschoben wurde. Die Untersuchung dauerte etwa eine Viertelstunde, die ich gut überstand. Ich litt weder unter Herzrasen noch hatte ich Panik. Ich bin mir absolut sicher, dass dies an der Wirkung von Citalopram lag.

Die durch die Depressionen hervorgerufenen körperlichen Beschwerden (zum Beispiel Verspannungen, Kopfschmerzen) besserten sich ebenfalls. Nach etwa zwei Jahren reduzierte ich mit ärztlicher Erlaubnis die Dosis von 40 mg auf 20 mg. Viermal setzte ich seit der Diagnose das Medikament nach und nach ganz ab. Danach kam ich monatelang ohne Citalopram aus. Dass ich jedoch dauerhaft auf Citalopram verzichten kann, ist in meiner Situation unwahrscheinlich. Denn es gab und gibt hin und wieder äußere Umstände (Tod von Angehörigen, Partnerverlust, berufliche Probleme), die mich schnell wieder aus der Bahn werfen.
Aber inzwischen erkenne ich die ersten Anzeichen, wenn ich erneut in eine Depression abzurutschen drohe und kann Vorkehrungen treffen. Dazu gehört Citalopram, das bereits seit 2001 mein zuverlässiger Begleiter ist. Zur Zeit nehme ich täglich eine Tablette à 20 mg und fühle mich gut dabei. Ich nehme das Medikament stets zum Frühstück mit reichlich Wasser. Noch immer vertrage ich Citalopram sehr gut. Nebenwirkungen hatte und habe ich keine.
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Erfahrungsbericht zu "Amitriptylin" gegen Depressionen nach einem schweren Lebensabschnitt
Vor einigen Jahren heiratete ich meine Frau. Es lief alles perfekt und wenig später sollten wir eine richtige Familie werden, als Finn zur Welt kam. Kurz darauf überraschte mich meine Frau mit der Nachricht, dass ich erneut Vater werden würde. Ich würde eine Tochter bekommen. Darauf freute ich mich enorm, da es in unserer Familie lediglich Jungs gab.

Allerdings kam es zu Komplikationen, auf welche uns der behandelnde Arzt bereits vorab hingewiesen hatte. Clara - unser kleines Mädchen - würde behindert auf die Welt kommen und ihre Überlebenschancen waren überhaupt gering. Dennoch wollten wir sie in unserer Familie wissen. Am Tag der Geburt fühlte sich alles so gut an. Wenig später gab es jedoch Schwierigkeiten mit der Atemmuskulatur. Der Arzt musste einen Luftröhrenschnitt bei unserem kleinen Mädchen vornehmen. Wir waren absolut fertig. In dieser Zeit kamen ständig neue Probleme auf uns zu und dann verlor ich auch noch meinen Job. Ich tröstete meine Frau, die sich unentwegt Sorgen um Clara machte. Allerdings ging es mir auch nicht besonders gut. Zwei Monate später, Clara hatte sehr leiden müssen, schlief sie friedlich ein und wachte nicht wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt sind wir im Krankenhaus gewesen. Obgleich ich über ihren Verlust unendlich traurig war, glaubte ich, dass es ihr nun besser gehen würde. Mit diesen Worten versuchte ich meine Frau zu beruhigen. Sie glaubte, ich würde sie nicht verstehen. Binnen der nächsten Wochen lebten wir uns vermehrt auseinander. Sie machte mir Vorwürfe. An einem Sonntag im Juni - ich hatte wieder Arbeit - kam ich in unser Haus und fand leere Schränke vor. Auch Finn hatte sie mitgenommen. Meine Jugendliebe hatte mich verlassen und ließ nur Scherben der Vergangenheit zurück. Ich hatte kaum noch den Drang zur Arbeit zu gehen und wurde müde.

Ein Besuch beim Arzt führte zu der Erkenntnis, dass ich eine Depression hatte. Der behandelnde Psychiater verschrieb mir Amitriptylin. Bislang kannte ich das Medikament nicht, doch es sollte mir eine Unterstützung im Kampf gegen die Depression sein. Im Internet las ich von anderen Betroffenen, die unzählige Medikamente vorher ausgetestet haben, bis sie ein wirksames Mittel gegen ihre Depression bekamen. Mir ging es anders. Amitriptylin half mir sofort. Allerdings dauerte es einige Wochen, bis sich der Wirkstoff vollständig entfaltete. Ich fühlte mich den Dingen wieder gewachsen. Natürlich war das auch ein Prozess und alles ging nicht sofort wieder seinen Gang. Aber nach ca. 13 Wochen war die Arbeit wieder uneingeschränkt möglich. Außerdem konnte ich mich auch körperlich betätigen. Zu Beginn der Depression plagten mich negative Gedanken und ich dachte auch an Selbstmord. Eigentlich passt das nicht zu mir und Amitriptylin konnte die Gedanken beseitigen, obgleich ich lediglich 25 g am Tag nehme.

Natürlich bin ich mittlerweile auch in einer Therapie. Da ich von der Schulmedizin nicht viel halte, entschloss ich mich für einen Heilpraktiker für Psychotherapie. Gemeinsam bearbeiten wir die Probleme, welche ich viele Jahre mit mir trug. Jedes Medikament innerhalb der Gruppe der Antidepressiva führt zu gewissen Nebenwirkungen. Ich hatte und habe ständig mit Mundtrockenheit zu kämpfen. Allerdings fand ich eine adäquate Lösung. Ich kaute Kaugummi oder lutschte an einem Bonbon. Das regt den Speichelfluss an und nun ist mein Mund nicht mehr trocken. Weniger schön ist die Gewichtszunahme. Mittlerweile habe ich 15 kg zugenommen. Für mich als Mann ist das kaum ein Problem. Ich war sowieso zu dünn, da ich - im Rahmen meiner Depression - 26 kg abgenommen hatte. Für eine Frau ist dieser Fakt sicherlich störender. Mir hilft das Medikament absolut, weswegen ich es auch weiterhin einnehmen werde.
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Erfahrungsbericht zu Opipramol
Durch ein paar unschöne Ereignisse in meinem Leben, bin ich sehr ängstlich und depressiv geworden. Ich habe nachts schlecht geschlafen und war dadurch am Morgen natürlich umso ausgelaugter. Die einfachsten Aufgaben wie das wöchentliche Einkaufen oder zur Bank gehen, konnte ich nicht mehr alleine erledigen und als ich dann auch noch auf einer Feier auftreten sollte, um dem Geburtstagsgast eine Freude zu bereiten, waren meine Versagensängste einfach viel zu groß und ich sagte im letzten Moment alles ab. All dies war natürlich ein Anlass um meinen Hausarzt aufzusuchen, mit dem ich jetzt zusammen einen Therapeuten finden werde. Doch schon nach dem ersten Besuch hat er mir Opipramol verschrieben, ein Medikament, welches gezielt bei Depressionen mit Anspannung und Angst verschrieben wird.

Opipramol und seine Wirkung

Nachdem mir mein Hausarzt erklärte, dass Opipramol bei Depressionen und Verstimmungen eingesetzt wird, wollte ich es versuchen. Mir wurden 200 mg pro Tag verschrieben, die ich auf morgens, mittags und abends verteilen musste. Die Tabletten sollte man unzerkaut vor oder nach den Mahlzeiten mit viel Flüssigkeit einnehmen. Bereits nach der ersten Tablette wurde ich ruhiger und entspannter. Vor allem in der Nacht, bedingt durch die hohe Dosis am Abend, kann ich nun viel besser schlafen und komme auch schneller zur Ruhe. Schon nach 2 Wochen konnte ich meine Alltagsaufgaben wieder alleine erledigen und sah allem etwas gelassener entgegen. Die depressiven Stimmungsschwankungen verbesserten sich rasch, allerdings weiß ich nicht wie es nach dem Absetzen des Medikamentes sein wird. Generell hat sich mein Zustand aber wirklich verbessert und ich sehe der Zukunft nicht mehr schwarz, sondern positiv entgegen. Nach und nach soll das Medikament jetzt abgesetzt werden, aber dann werde ich schon in Behandlung mit einem Therapeuten sein. Mir hat Opipramol sehr geholfen und ich bin froh dass ich den Schritt gewagt habe und meinen Hausarzt aufgesucht habe. Ich hoffe dass ich mein Leben bald auch ohne dieses Medikament meistern kann.

Nebenwirkungen

Da ich Opipramol nun schon ein paar Wochen zu mir nehme, konnte ich bisher nur zwei Nebenwirkungen feststellen. Ich habe bisher 4 Kilo zugenommen, obwohl ich teilweise nur sehr wenig Nahrung zu mir nehme. Die Kilos sind deshalb wohl auf das Medikament zurückzuführen. Auch habe ich ab und zu mit einer Mundtrockenheit zu kämpfen, welche ich mit einem Glas Wasser aber schnell wieder in den Griff bekomme.
Hmm, Opipramol verbessert zwar die Stimmung aber es macht auch sehr müde. Das finde ich ist eine der blödesten Nebenwirkungen. Es wirkt also nicht irgendwie Antriebssteigernd. Aber ich hatte es seinerzeit auch nicht vor dem zu Bett gehen eingenommen sondern immer am Morgen. Oft sind mit in der Mittagspause die Augen zugefallen. Nach dem Stoppen mit Opipramol war ich auch nicht mehr so müde.
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Flupirtin (bei mir Katadolon) und seine stimmungsaufhellende Wirkung
Eine kleine Beobachtung zu dem schmerzstillenden Medikament Flupirtin (Wirkstoff). Es ist besser bekannt unter den Handelsnamen Katadolon oder Trancolong. Flupirtin ist ein Schmerzmittel das weder in die Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört noch ein Opioid ist und gelegentlich bei mittelstarken Schmerzen verschrieben wird.

Ich habe seinerzeit "Katadolon S long" gegen Rückenschmerzen verschrieben bekommen. Es war auch zu Beginn ganz effektiv gegen die Schmerzen aber ich habe auch etwas anderes bemerkt. Zu der Zeit war ich leicht depressiv und nach der Einnahme von Flupirtin hat sich meine Stimmung innerhalb von 30 Minuten deutlich verbessert. Ich weiß nicht mehr ab ich diese Wirkung schon nach der ersten Tablette bemerkt habe, aber irgendwann ist es mit jedenfalls bewusst geworden. Bei den Nebenwirkungen stand jedenfalls nichts von Stimmungsaufhellung bzw. Euphorie. Jedenfalls konnte ich besser in den Tag starten.

Einige Zeit lang habe ich Katadolon dann auch wegen dieser Wirkung genommen, nicht nur wegen der Rückenschmerzen. Wie geschrieben, ich war leicht depressiv und der Umgang mit anderen Leuten fiel mir nach der Einnahme leichter. Naja, irgendwann habe ich damit gestoppt. Es ist wohl auf Dauer nicht so gut für die Leber, auch wenn ich nie mehr als eine Tablette am Tag genommen habe. Aber durch die Rezeptpflicht ist der Vorrat auch irgendwann aufgebraucht.
Außerdem hab ich im Internet gelesen, dass manche Leute durch die euphorisierende Wirkung von Flupirtin durch Überdosierung Probleme bekommen haben.

Jedenfalls wollte ich euch über diese Beobachtung berichten. Hat jemand auch eine Verbesserung der Stimmung nach Einnahme von Katadolon bei Depression erlebt?!
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Vergleich Sertalin und Escitalopram
Vor einiger Zeit ging es mir beruflich und Privat ziemlich schlecht und so wurde mir vom Hausarzt das Antidepressivum Sertalin verschrieben. Ich habe es ein paar Monate genommen und später - nach einer Pause auch ein paar Monate Escitalopram. Daher möchte ich hier einen kleinen Vergleich posten.

Sertalin
Es hat ca. zwei bis drei Wochen gedauert, bis ich das Gefühl hatte es geht mir langsam besser. In den ersten Tagen (mit langsam steigender Dosierung) habe ich zwar eine etwas aufputschende Wirkung von Sertalin wahrgenommen. Aber noch nicht unbedingt eine positivere allgemeine Gefühlslage. Als es mir sehr schlecht ging habe ich morgens begonnen Panik zu schieben und Ängste zu entwickeln die ich davor nie hatte. Kein guter Start in den Tag. Aber durch die Einnahme des Antidepressivums sind diese Ängste zurückgegangen. Nach 2-3 Wochen kamen dann also langsam auch positive Gefühle. Das das Medikament schon ein stärkerer Eingriff in die Körperchemie ist, das kann auch physisch fühlen. So ca. eine halbe bis eine Stunde nach der Einname konnte ich ein leichtes Kribbeln im Kopf fühlen. Einerseits befremdlich aber andererseits auch ein Anzeichen dafür das sich etwas tut. Nach längerer Einnahme habe ich auch die Nebenwirkungen von den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) kennengelernt. Man ist hat die ganze Zeit ein wenig neben der Spur. Einerseits hat man weniger negative Gefühle. Aber auch ganz allgemein weniger Gefühle. So als ob alle Gefühle gedämpft werden. Zwar lässt Sertalin ganz allgemein nach einer schweren Phase wieder positive Gefühle zu, aber trotzdem irgendwie Gefühle auf Sparflamme. Das war dann auch der Grund warum ich irgendwann mit dem Medikament gestoppt bin.

Escitalopram
Genau so wie Sertalin ist Escitalopram auch ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmern. Aber tatsächlich fühlen sich beide Medikamente ein wenig anders an. Auch Escitalopram lässt Panikattacken und Ängste geringer werden. Aber es scheint etwas unauffälliger zu wirken. So ca. 30-60 Minuten nach der Einnahme habe ich zwar auch etwas Verpeiltheit gefühlt, aber nicht dieses Kribbeln im Kopf. Die allgemeine Stimmungsaufhellung scheint auch etwas zurückhaltender zu sein bei etwas geringeren Nebenwirkungen.

Fazit
Tja, wer bedenken hat wegen den Nebenwirkungen von SSRIs ist vielleicht mit Escitalopram besser aufgehoben. Aber in einer schwierigen Lebensphase können beide Medikamente im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicherlich helfen. Einen wirklichen "Gewinner" kann ich jetzt aber auch nicht küren.
Ich denke es sind meist ein paar Grundlegende Sachen die man in seinem Leben verändern muss um sich besser zu fühlen und die SSRI sind ein Start aber mehr auch nicht. Z.Z. nehme ich noch Escitalopram aber in einer geringen Dosis.
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Zwei Wochen mit Sertalin (Zoloft) - meine Erfahrung
Hallo zusammen,

nimmt jemand von euch Zoloft? Oder ein anderes Antidepressivum mit dem Wirkstoff Sertralin? Ich würde gern wissen, wie lange ihr es schon nehmt und wie es euch damit geht.

Ich stehe gerade vor meinem Studienabschluss und fühle mich absolut elend dabei. Meine WG ist im Begriff sich aufzulösen. Deshalb muss ich mir parallel auch noch eine neue Wohnung suchen. Schon seit einem Jahr habe ich massive Probleme beim Einschlafen. Teilweise schlafe ich gar nicht mehr. Deshalb kann ich mich beim Lernen auch kaum konzentrieren. Durch eine Prüfung bin ich schon durchgefallen. Seitdem geht es mir noch schlechter. Oft gehe ich tagelang nicht vor die Tür, es sei denn, ich muss einkaufen oder Ähnliches. So langsam wird meine generelle Zukunftsangst zu einer richtigen Panik.

Irgendwann habe ich mich dazu durchgerungen, meine Hausärztin zu fragen, ob das eine Depression sein könnte. Ich brauchte eh eine Krankschreibung für die Uni. Meine Hausärztin war sehr verständnisvoll und hat mich direkt zu einer sehr netten Neurologin überwiesen. Die hat mir Zoloft mit dem Wirkstoff Sertalin verschrieben.

Ich nehme das Medikament jetzt seit zwei Wochen. Ich frage mich aber, ob es wirklich hilft. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich davon noch nervöser und angespannter werde. Die ersten Tage lief ich wie ein eingesperrter Tiger durch meine Wohnung. Meine Ärztin meinte, ich soll noch ein wenig abwarten, das ginge vorbei.

Ein paar wichtige Dinge habe ich tatsächlich erledigt bekommen, seit ich angefangen habe, das Medikament zu nehmen. Vermutlich ist das die „antriebssteigernde Wirkung“, von der ich gelesen habe. Ich war immerhin in der Sprechstunde bei meinem Prof. Aber ob ich bis zur Wiederholungsprüfung wieder fit bin, bezweifle ich. Ich bin sogar bei ihm im Büro in Tränen ausgebrochen. Wenn das mit der Konzentration nicht bald besser wird, kann ich die Prüfung für dieses Jahr vergessen. Mit dem Einschlafen ist es zwar ein bisschen besser, weil ich wieder aktiver bin. Aber die innere Unruhe ist immer noch da.

Nächste Woche habe ich meinen ersten Termin beim Psychotherapeuten. Da ist mir auch tierisch unwohl bei dem Gedanken. Muss ich wirklich einem wildfremden Menschen mein komplettes Leben erzählen? Ob das wirklich hilft? Ich weiß ja nicht. Aber nur mit Medikamenten kriege ich das nicht in den Griff, vermute ich.

Ich empfinde immer noch jeden Handgriff als furchtbar anstrengend. Ich mag auch kaum was essen. Dabei bin ich bin eh schon immer an der Grenze zum Untergewicht gewesen. Vielleicht fühle ich mich auch deshalb so schlapp. Heute habe ich die Tablette direkt nach dem Einnehmen wieder rausgekotzt. Mir ist eh immer ein bisschen schlecht danach. Nach einer Weile legt sich das dann. Manchmal wird mir schwindlig, ab und zu kriege ich Schweißausbrüche und Kopfschmerzen. Bedeutet das, dass ich das Medikament nicht vertrage? In der Packungsbeilage steht, dass das Medikament die Depression sogar verschlimmern kann. Das macht mir schon etwas Angst.

Meine Mutter schwört ja auf Baldrian. Kann man Baldrian und Sertalin kombinieren? Irgendwas Beruhigendes bräuchte ich vermutlich noch dazu. Sertalin wirkt ja nur auf den Serotonin-Spiegel, wenn ich das richtig verstehe.

Wie sind eure Erfahrungen mit Sertalin/Zoloft? Wie viel nehmt ihr und wie lange hat es gedauert, bis es euch besser ging?

Danke und viele Grüße!
Hallo Yvonne, Sertalin (bzw. Zoloft) habe ich zwar nicht genommen, aber andere Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Z.B. Escitalopram. Bei allen dieses SSRIs ist es natürlich so, dass es Nebenwirkungen gibt. Unter anderem in der Form wie von dir beschrieben. Ich persönlich empfehle mit einer sehr kleinen Dosis zu beginnen und alle paar Tage ein wenig zu erhöhen. So kannst du dich viel besser an die Nebenwirkungen gewöhnen. 14 Tage sind auch noch eine relativ kurze Einnahmezeit. Erst nach 2-4 Wochen solltest du eine Besserung deines Wohlbefindens bemerken. Leider braucht der Körper einige Zeit um sich an die Veränderung des Serotoninhaushaltes zu gewöhnen. Also nicht aufgeben, halte noch ein paar Tage durch!
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Mirtazapin: Völlig neben der Spur und Müde
Ich habe das Antidepressivum Mirtazapin ausprobiert und habe leider keine guten Erfahrungen gemacht. Nach drei Tagen habe ich abgebrochen. Ich habe am Abend einen Bruchteil einer Tablette eingenommen und es hat mich umgehauen. Zu den Nebenwirkungen gehört ja Müdigkeit. Und es ist in der Tag so. Nach ca. einer Stunden konnte ich mich kaum noch wach halten. Im Gegensatz zu anderen Antidepressiva scheint Mirtazapin übermäßg müde machen, trotz der sehr kleinen Dosis die ich eingenommen habe.
Nichtsdestotrotz bin ich Nachts einige male aufgewacht und habe mich völlig neben der Spur gefühlt. Leider war der folgende Arbeitstag auch kaum durchzuhalten. Ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und mich mit Arbeitskollegen und Kunden unterhalten.
Eine unglaubliche Quälerei. Ich habe die Einnahme von Mirtazapin nach drei Tagen abgebrochen und kann das Medikament nicht empfehlen. Vielleicht ist es besser erst einmal einen anderen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer auszuprobieren.
Natürlich ist das nur meine Erfahrung, andere Leute berichten von guten Erfolgen mit dem Medikament. Aber ich wollte doch trotzdem meine Erfahrung mit euch teilen. Viel Glück.
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Erfahrungsbericht: Escitalopram und Tramadol
Seit ein paar Wochen nehme ich den Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Escitalopram. Hier ein paar Beobachtungen.

Escitalopram wirkt so wie die meisten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Es wirkt auf jeden Fall, hat aber auch die üblichen Nebenwirkungen. Vor allem eine gewisse "Verpeiltheit". Um die Nebenwirkungen in Grenzen zu halten nehme ich es immer nur vor dem Schlafengehen ein. Und ich habe es auch sehr behutsam angefangen zu nehmen. Erst 2,5 mg für ein paar Tage, dann 5 mg, dann 7,5 mg und jetzt 10 mg. Diese Dosis will ich erst mal einige Zeit beibehalten. Das ist eine halbe meiner Tabletten. Ich nehme ja auch noch morgens etwas Tramadol (25 mg). Und Tramadol wirkt ja auch als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. In der Gebrauchsanweisung von Escitalopram steht zwar, dass man kein Tramadol zusammen mit Escitalopram nehmen sollte, aber ich denke hier geht es darum, dass eine zu hohe Dosis von Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zum "Serotonin-Syndrom" führen kann. Aber bei den geringen Dosen die ich nehme sollte das kein Problem sein.

Naja, die Kombination der zwei Medikamente wirkt bei mir im Moment ganz gut mit geringen Nebenwirkungen. Auf Dauer will ich vom Escitalopram jedoch wieder runter. In ein paar Wochen bis Monaten.
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Wie lange dauert es bis Tramadol anfängt zu wirken?
Je nach Tagesform habe ich das Gefühl das die Stimmungsaufhellende Wirkung von Tramadol unterschiedlich schnell einsetzt. Manchmal auch gar nicht richtig. Was sind eure Erfahrungen zum Wirkungseintritt des Medikaments?
Naja, ich nehme häufiger 25 mg Tramadol retard am Morgen. Unzerkaut beginne ich die Wirkung meist so nach einer Stunde wahrzunehmen. Richtig gut wirkt es aber erst nach so 2 Stunden. Wenn ich die Tablette zerkaue ist der Wirkungseintritt nicht unbedingt schneller, nur die Wirkung ist stärker. Aber wenn ich sehr gestresst oder genervt bin, empfinde ist die Wirkung tatsächlich auch als nicht so stark.
Offiziell liegt der Wirkungseintritt bei 30 Minuten nach Einnahme. Aber aus eigener Erfahrung kann ich keinen Nennenswerte Wirkung vor einer Stunde nach Einnahme feststellen. Das Wirkungsmaximum würde ich auch bei 2-3 Stunden nach Einnahme sehen. Die Retard-Tabletten merkt man aber auch nach 8 Stunden immer noch ganz gut...
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