Migräne

Synonyme
ICD-Code

starke chronische Kopfschmerzen
G43.-

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Meine Erfahrung mit Migräne
Es fing alles in der Schwangerschaft an. Zunächst dachte ich, dass es das berühmte Kopfweh ist, von welchem die Frauenärzte, Hebammen und Mütter immer erzählten. Sie sagten mir, dass Kopfschmerzen eine ganz normale Begleiterscheinung der Schwangerschaft sei und ich nahm das so hin. Zuerst hatte ich jeden Tag nur leichte Kopfschmerzen. Doch dieser ständige Druck, welcher auf meinen Schläfen lastete, ließ mich verrückt werden. Ich konnte mich nicht konzentrieren, war ständig gereizt und müde. Dies alles wurde auf meine Schwangerschaft geschoben, bis dieser eine Abend kam, nach welchem ich beschloss, mich an einen speziellen Arzt zu wenden.

Es war ein Abend, wie jeder andere, und ich hatte ein paar Freunde zu einem Spieleabend eingeladen. Wir aßen, tranken und lachten viel, doch der leichte Kopfschmerz, welcher mich bereits seit einigen Wochen begleitete machte, sich wieder bemerkbar. Ich beschloss eine normale Kopfschmerztablette zu nehmen, um den Abend genießen zu können, doch das Kopfweh hielt sich hartnäckig. Der Schmerz wurde immer schlimmer, aber ich wollte als Gastgeberin nicht unhöflich sein und meine Freunde fortschicken. Also hielt ich den Schmerz aus und zählte die Minuten, bis es spät wurde und sich meine Gäste verabschiedeten. Ich ging sofort ins Bett und legte mich hin. Meine Schläfen pochten, meine Augen taten weh und schon das leiseste Geräusch führte dazu, dass mein Kopfschmerz schlimmer wurde. Das Licht tat in meinen Augen weh und ich bat meinen Freund jegliches Licht zu meiden. Selbst das Display seines Handys war für mich unerträglich - obwohl ich die Augen geschlossen hatte. Der Schmerz wurde noch stärker, ich konnte mein Zahnfleisch und meine Schläfen pochen fühlen. Ich fühlte mich, als ob mein Kopf bald explodieren würde. Ich bat meinen Freund darum, mir Kühlpacks aus dem Eisfach zu holen, welche ich mir auf die Schläfen rechts und links legte. Doch selbst das war für mich kaum auszuhalten. Jede kleinste Bewegung, welche ich mit meinem Kopf machen musste, führte dazu, dass ich noch mehr Schmerzen empfand. Ich schloss meine Augen, hielt die Kühlpacks an meine Schläfen und versuchte mich zu entspannen. Ganz langsam wurde es besser, da sich dank der Kühlpacks meine Venen zusammenzogen. Nach fünf Stunden schlief ich endlich ein.

Am nächsten Tag fühlte ich mich schlecht. Mit war schwindelig und ich hatte das Gefühl, einen Wackel-Dackel an Stelle meines Kopfes zu haben, da es äußerst schwer für mich war, ihn aufrecht zu halten. Da ich so eine Nacht und so einen Schmerz nie wieder ertragen wollte, wandte ich mich an eine Schmerzklinik. Nachdem ich den Ärzten dort meine Symptome geschildert hatte und einige Tests mit mir durchgeführt wurden war die Diagnose eindeutig: ich hatte Migräne. Da ich schwanger war, konnte mir nicht viel geholfen werden und ich bekam Paracetamol in höherer Dosis verschrieben, welche ich einnehmen sollte, wenn ich merkte, dass der Schmerz wieder so stark werden würde.

Nach meiner Schwangerschaft ging ich erneut in die Schmerzklinik, da sich die Migräne nicht gebessert hatte und ich ihr nur einigermaßen mit Stoßtrinken und Kühlpacks entgegenwirken konnte. Ich bekam endlich ein Migränemedikament Namens "Dolormin" mit dem Wirkstoff Ibuprofen verschrieben, welches die Schmerzen bereits vor dem Eintreten der starken Migräne verschwinden lässt. Ich kenne meinen Körper und weiß inzwischen gut zu unterscheiden, wann es sich bei meinen Kopfschmerzen um normales Kopfweh oder um einen kommenden Migräneanfall handelt. So kann ich beruhigt und ohne Angst davor, einem Migräneanfall zu unterliegen, meinem Tagesablauf nachgehen. Migräne ist nervig und schmerzvoll, doch mit einer guten Beratung und einer passenden Behandlung eines Arztes oder in einer Schmerzklinik, kann man gut damit leben.
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