Allergische Rhinopathie durch Pollen [Heuschnupfen]

Synonyme
ICD-Code

Heuschnupfen, Pollenallergie, Heufieber
J30.1

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Erfahrungsbericht zum Antiallergikum "Lorano" (Loratadin)
Über die chemischen Eigenschaften des Wirkstoffs Loratadin möchte ich mich hier nicht weiter auslassen, sondern vielmehr als betroffener Allergiker über die selbst empfundene Wirkweise berichten. Es macht mich jedes Jahr wieder etwas ärgerlich, da ersehnt man so viele Monate das Ende des elend langen kalten deutschen Winters mit seinem ständig düsteren grauen Himmel. Und wenn es endlich so weit ist, dass die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen das Regiment übernimmt, dann explodieren alle Blüten, die schon ungeduldig in ihren Startlöchern warteten, fast gleichzeitig aus allen Nähten und befüllen die Luft mit ungeahnter Pollen- und Samendichte. Es riecht endlich nach Frühling.

Ganz zum Schaden der Allergiker, deren Zahl seit Jahrzehnten ständig zunimmt, was noch immer einer eindeutigen wissenschaftlichen Klärung bedarf. Die Pollen werden vom verwirrten Abwehrsystem des Allergikers als eindringende Fremdeiweißstoffe wie zum Beispiel Viren und Bakterien fehlinterpretiert und werden daher, indem das körpereigene Hormon Histamin in Massen ausgeschüttet wird, mit aller Macht bekämpft. Die "Nebenwirkungen" des Hormonschubs sind bekannt: Laufende Nase, tränende Augen, extrem juckende Augenwinkel (Bindehautentzündung), minutenlange Niesanfälle, Atembeschwerden bis hin zum Asthma. Nach den Baumblüten kommen die Gräser, bis alle mit ihrem Programm durch sind, ist der Sommer vorbei, erst im Herbst kommt so mancher Allergiker einigermaßen zur Ruhe. Das Leben mit der Allergie ist jeden Tag extrem anstrengend, weil man ständig gegen sich selbst kämpft und auch nachts nicht zur Ruhe kommt.

Aber das muss nicht sein, dank Antihistaminika. Z.B. der Wirkstoff Loratadin ist wirklich ein effektives Antihistaminikum. Es verhindert die Überproduktion des körpereigenen Histamins, wie das biochemisch genau geht, das ist sicher recht kompliziert. Jedenfalls hat mir mein Hausarzt "Lorano" empfohlen, es enthält Loratadin. Weniger amüsiert bin ich darüber, dass er es nur ungern verschreibt mit dem Hinweis auf sein Medikamentenkontingent, das kein Mensch, der jeden Monat brav seine KV bezahlt, versteht. Da Lorano nicht verschreibungspflichtig ist, kaufe ich es in der Apotheke oder bestelle es auch mal im Internet.

Bereits im Februar geht es oft schon los mit der Haselnuss. Ihre Samen sind wohl ziemlich aggressiv, viele Menschen reagieren darauf. Da ich ein empfindliches Bronchialsystem habe, leide ich dann nicht nur unter extrem juckenden und tränenden Augenwinkeln, sondern vor allem morgens gegen 4 Uhr unter Asthma, also zu jener Zeit, wenn das körpereigene Cortisol sein Minimum erreicht. Aus diesem Grunde nehme ich ab Mitte Februar bis ungefähr Mitte Juni jeden Morgen nach dem Frühstück eine Tablette Lorano ein. Es gibt Phasen, da benötige ich auch noch eine zweite Tablette am Abend. Seitdem ich das so mache, bin ich in der Tat weitestgehend beschwerdefrei. Im Frühjahr hat sich meine Lebensqualität ganz erheblich verbessert.

Die einzige Nebenwirkung, die ich zuweilen auch mal etwas deutlicher spürte, das war eine stärkere Müdigkeit, auch mal tagsüber, die auch die Konzentrationsfähigkeit geringfügig behinderte. Und das morgendliche Aufwachen und Aufstehen fiel mir manchmal etwas schwerer. Ich vermute, dass Lorano meinen Blutdruck etwas absenkt, habe dies aber nicht explizit geprüft.
Eine Kommilitonin ist nach Einnahme von Lorano während der Vorlesung eingeschlafen. Dabei saß sie in der ersten Reihe :)
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