Asthma bronchiale

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ICD-Code

keine
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Erfahrungsbericht: 25 Jahre mit Asthma bronchiale
Mein Name ist Sandra, ich bin jetzt 32 Jahre alt und leide bereits seit meinem 8. Lebensjahr an Asthma bronchiale. Besonders als Kind kann ich mich zurückerinnern, dass der Umgang mit dieser chronischen Krankheit nicht immer leicht war. Ich kann anderen Betroffenen aber insofern Mut machen, als dass es mir mit den Jahren immer leichter gefallen ist, diese Erkrankung anzunehmen und Strategien zu entwickeln, mit ihr zu leben. Begonnen hat das Ganze mit etwa 7 Jahren, ich hatte damals nicht nur leichtes Asthma, sondern eine extrem starke Verengung der Luftwege durch einen Krampf der Bronchialmuskulatur, auch bekannt unter dem Namen Status Asthmatikus. Es handelt sich dabei um einen lebensbedrohlichen Zustand, weil es möglich ist, dass man erstickt. Dieses Schicksal ist mir aber als siebenjähriges Mädchen erspart geblieben, denn meine Eltern holten sofort den Notarzt, der auch mitten in der Nacht wenige Minuten nach der Alarmierung bereits bei meiner Familie eingetroffen war.

Diesem Arzt bin ich heute noch dankbar, denn er erkannte gleich die Dramatik der Situation und handelte genau richtig. Denn er verabreichte mir hochdosiertes Cortison und zusätzlich auch Adrenalin, was die überschießende Immunreaktion an meinen Bronchien abbremste und ich so wieder nach einigen Minuten normal atmen konnte. Dieser Notarzt war auch der erste, der meine Eltern darauf ansprach, dass ich wahrscheinlich unter Asthma leiden würde. Um diese Diagnose zu verifizieren, wurden im Krankenhaus umfangreiche Untersuchungen angestellt. Darunter beispielsweise Lungenfunktionstests, verschiedene Blutuntersuchungen und auch Röntgenaufnahmen der Lunge. Schließlich erhärtete sich der Verdacht, aber eine Untersuchung zur endgültigen Diagnosestellung stand noch aus, nämlich die Durchführung einer sogenannten Bronchoskopie. Mit einem flexiblen Endoskop kann der Arzt dabei die kompletten Atemwege inspizieren und auch Biopsate für eine feingewebliche Untersuchung entnehmen.

Denn die Schleimhäute und die glatte Muskulatur der Bronchien sind bei Asthma in einer typischen Weise krankhaft, also pathologisch verändert. Und genau diese pathologischen Veränderungen konnten im Labor anhand der Gewebeproben bei mir nachgewiesen werden. Damit galt die Diagnose Asthma bronchiale als gesichert und der Professor machte mir klar, dass ich wahrscheinlich jetzt mit einem lebenslangen Leidensweg zu rechnen hätte. Schon als Kind bin ich einer Selbsthilfegruppe für Asthma beigetreten, was mir bis heute starken Rückhalt gibt, es ist eben dieser Austausch mit anderen Betroffenen, der das Leiden insgesamt erträglicher macht. Glücklicherweise ist der Status Asthmatikus, also die schlimmste mögliche Form eines Asthmaanfalls, nie wieder aufgetreten. Trotzdem sind meine Bronchien und meine Lunge derart chronisch geschädigt, dass ich trotz der vielen Medikamente immer noch Probleme mit dem Ein- aber besonders mit dem Ausatmen habe. Im Moment ist mein Zustand relativ stabil, ich bin selbstverständlich in Behandlung bei einem Lungenfacharzt und es werden dort in der Praxis regelmäßig Lungenfunktionstests aber auch Blutuntersuchungen durchgeführt, damit der Arzt sehen kann, ob meine Medikamente richtig dosiert sind.

Mein Hauptmedikament ist das sogenannte Theopyllin, welches zwar auch Nebenwirkungen hat, aber damit kann ich leben, weil sich die Zahl meiner Asthmaanfälle im Laufe der Zeit wirklich reduziert hat. Es konnte bis heute trotz aufwendiger Diagnostik allerdings nicht herausgefunden werden, woher in meinem Einzelfall das Asthma überhaupt kommt. Bei vielen Betroffenen in meiner Selbsthilfegruppe habe ich erfahren, dass oft Allergien dahinterstecken, es konnte bei mir jedoch nie nachgewiesen werden, dass ich unter irgendeiner Überempfindlichkeit leiden würde. Schließlich wurde vor etwa fünf Jahren die Diagnose Asthma durch hyperreagibles Bronchialsystem gestellt. Das bedeutet eigentlich nichts weiter, als dass meine Atemwege im Vergleich zu gesunden Personen überempfindlich sind und auf Reize wie Kälte, Hitze oder körperliche Anstrengung vermehrt reagieren. Es kommt also dann zu einem Krampf der glatten Bronchialmuskulatur, was dann zu den typischen Symptomen, wie beispielsweise Atemnot, führt. Asthma bronchiale lässt sich heute vergleichsweise gut behandeln, ich würde Betroffenen aber raten zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie auch alternative Wege der Naturheilkunde zu versuchen, zumindest als Ergänzung und zur Unterstützung.
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