Gastroösophageale Refluxkrankheit mit Ösophagitis

Synonyme
ICD-Code

keine
K21.0

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Erfahrungsbericht "Sodbrennen" (Refluxkrankheit) und Operation
Mein Leben mit Sodbrennen
Mit Ende 30 fingen die Beschwerden bei mir an, die sich später als Sodbrennen herausstellten. Anfangs habe ich den temporären Beschwerden wie Aufstoßen, Magenkrämpfen und gelegentlicher Übelkeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es kam und ging, ich hielt es für eine Magenverstimmung. In der Apotheke verkaufte man mir auf das Präparat Maaloxan, das ich bei Bedarf einnahm. Die Probleme kamen mit der Zeit jedoch immer häufiger, die Angst vor einer ernsten Erkrankung stieg.

Diagnose: Refluxkrankheit
Mein damaliger Hausarzt untersuchte mich nicht wirklich, tippte jedoch auf Sodbrennen. Er überwies mich zu einem Gastroenterologen und verschrieb mir Omeprazol 10 mg, einmal morgens. Eine fachliche Beratung erhielt ich erst Wochen später beim Facharzt.
Ich wurde einer Magenspiegelung unterzogen, bei der eine Entzündung der Speiseröhre festgestellt wurde. Der Magenschließmuskel funktionierte, die Speiseröhre war nicht verengt. Der Arzt vermutete, dass mein Magen zu viel Magensäure produzierte. Hinzu kam meine ungesunde Lebensweise. Ich war im Außendienst tätig, aß oftmals fettig und rauchte viel. Hinzu kam der berufliche Stress, in einer Großstadt alle Termine einzuhalten.

Die Therapie
Eine medikamentöse Therapie schlug der Arzt für die ersten Wochen vor. Ich sollte Protonenpumpenblocker einnehmen und meinen Lebensstil grundlegend ändern. Ich sollte weiterhin täglich Omeprazol nehmen, nun aber 20 mg einmal morgens. Es zeigt sich mit der Zeit jedoch eine Wechselwirkung mit dem Medikament Cyclosporin, das ich dauerhaft wegen einer Lebertransplantation nehmen musste. Daraufhin wurde mir Pantoprazol 20 mg verschrieben, das verträglicher war. Der Facharzt zeigte sich entsetzt, dass mein Hausarzt dieses Medikament nicht sofort verschrieb.
Härter als die Einnahme des Medikaments traf mich jedoch die Einschränkung meines Alltags. Ich sollte auf Raten des Facharztes mit dem Rauchen aufhören und meine Ernährung grundlegend ändern. Vor allem der Verzicht auf Nikotin fiel mir schwer. Ich habe es auch vier Jahre später nicht geschafft, damit aufzuhören.

Keine Besserung - daher OP
Bedingt durch meine fehlende Motivation, dem Rauchen und dem Stress abzusagen, kam es zu keiner dauerhaften Besserung meiner Situation. Rund zwei Monate nach der ersten Untersuchung stellte der Gastroenterologe fest, dass meine Speiseröhre im Bereich des Mageneingangs stark verätzt und geschwollen war. Aufgrund meiner Vorerkrankung riet er mir zu einer Operation.
Bei einer endoskopischen Fundoplikatio wurde meine Speiseröhre um den Mageneingang verengt. Diese OP war ein voller Erfolg, da die Beschwerden danach suggestive zurückgingen. Ich hatte danach deutlich weniger Sodbrennen und Magenkrämpfe. Beflügelt wurde die Verbesserung meiner Situation durch den konsequenten Verzicht auf fettige Speisen und Alkohol. Ich achte vermehrt auf eine gesunde Lebensweise. Auf das Nikotin kann ich jedoch nicht verzichten. Zur Kontrolle suche ich daher auch weiterhin regelmäßig einen Gastroenterologen auf. Nach rund einem Jahr ist mein Zustand jedoch stabil.
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