Crohn-Krankheit [Enteritis regionalis] [Morbus Crohn]

Synonyme
ICD-Code

keine
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Erfahrungsbericht "Morbus Crohn"
Die Krankheit fing vor knapp 13 Jahren an. Damals war ich 30 Jahre alt und es ging mir überhaupt nicht gut. Sobald ich etwas zu mir nahm, bekam ich Bauchkrämpfe und Durchfall. Mein Hausarzt vermutete einen Magen-Darm-Infekt und schrieb mich krank. Doch es wurde nicht besser und kein Medikament konnte Besserung verschaffen. Der Arzt war ratlos und überwies mich in die nächstgelegene Uniklinik, nachdem auch eine Blinddarmentzündung ausgeschlossen werden konnte, ebenso eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Mir ging es immer schlechter. Ich war oft müde und abgespannt. Mir war jeder Schritt zu viel. Mein Hausarzt konnte erhöhte Entzündungswerte im Blut feststellen, konnte aber keine Ursache finden. Er überwies mich zur Magen-Darm Spiegelung ins Krankenhaus. Doch auch hier konnte nicht festgestellt werden, was mit mir los war und wurde in die nächstgelegene Uniklinik überwiesen. Mittlerweile stellte sich noch Fieber ein, ich nahm immer weiter ab und war am Ende meiner Kräfte und Nerven.

In der Uniklinik wurde dann eine Koloskopie veranlasst. Hierbei handelt es sich um eine Darmspiegelung, welche den Dickdarm und Teile des Dünndarms untersucht und so wurde endlich festgestellt, was mir mein Leben in letzter Zeit so sehr erschwerte. Ich hatte Morbus Crohn, eine Entzündung des Darms. Da der Darm von Fisteln befallen war, musste ich operiert werden. Zudem bekam ich Medikamente, welche mir eine Linderung der Symptome brachten. Unter anderem auch Cortison. Doch dieses hatte wieder Nebenwirkungen. So wurde ich durch die Wassereinlagerungen immer dicker und bekam ein rundliches Gesicht, das sogenannte Mondgesicht. Mir ging es unter der Behandlung von Cortison zwar besser, doch die Nebenwirkungen machten mir doch sehr zu schaffen. Deshalb wurden die Medikamente umgestellt. Ich konnte das Cortison weglassen und nahm stattdessen Mesalazin ein.

Die Krankheit hat mein Leben verändert. Anfangs traute ich mich kaum noch aus dem Haus, aus Angst, wieder Durchfall zu bekommen und keine Toilette in der Nähe zu finden. Mittlerweile kann ich damit besser umgehen und lasse mir mein Leben nicht nehmen vor lauter Angst. Es ist, wie es ist. So habe ich von den Ärzten auch Tipps bekommen, was ich beachten soll, um meinem Körper zu helfen und zu unterstützen, mit Morbus Crohn umzugehen. So trinke ich jeden Tag mindestens zwei Liter Wasser oder/und Tee. Ich verzichte auf künstliche Zusätze in der Nahrung und in Getränken, damit der Darm nicht noch weiter gereizt wird. Außerdem ernähre ich mich gesund und abwechslungsreich. Ich mache Yoga, um mich zu entspannen und Aerobic, um meinen Körper fit zu halten, um Stress zu lindern und mein Immunsystem zu stärken. Psychisch geht es mir auch wieder viel besser, seit ich die Krankheit akzeptieren kann als Teil meines Lebens und auch mein Lebensgefährte unterstützt mich in dieser Hinsicht und steht mir bei. Was mir auch viel geholfen hat, aus dem seelischen Tief zu kommen.
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