Osteoporose mit pathologischer Fraktur

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keine
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Erfahrungsbericht: So bekämpfe ich meine Osteoporose
Sport und Bewegung ist für mich sehr wichtig. Drei- bis viermal pro Woche versuche ich meine Fitness zu steigern. Joggen, Nordic Walking, Fitness-Studio oder ausgedehnte Waldsparziergänge stehen ganz oben auf meinem Trainingsplan. Genau das wurde mir aber zum Verhängnis.
Beim Nordic Walking ist es damals passiert. Ein unüberlegter Schritt und schon durchzog ein sehr starker Schmerz meinen Mittelfuß und meinen Knöchel. Die Schmerzen wurden immer stärker und deshalb fuhr ich in das Krankenhaus zum Röntgen. Die niederschmetternde Diagnose lautete Knochenbruch des Mittelfußknochens. Das bedeutete für mich einmal sechs Wochen mit Gips den Alltag zu meistern. Aber auch das geht vorbei und endlich konnte ich mich wieder ohne Schmerzen und vor allem ohne Gips bewegen. Allmählich begann ich wieder mit längeren Spaziergängen und kurze Strecken konnte ich auch wieder laufend zurücklegen.
Bis es wieder passierte. Aus einer banalen Ursache heraus, wahrscheinlich eine falsche Bewegung, kam es neuerlich zu einem Knochenbruch. Das hat auch die behandelnden Ärzte etwas verwundert und es wurden weiterführende Untersuchungen durchgeführt. Es war auch in meinem Interesse, die Knochenbrüche in so kurzen Abständen abzuklären. Die ernüchternde Diagnose lautete Osteoporose.

Jetzt war mir schlagartig bewusst, warum es bei mir nach an sich harmlosen Stürzen beziehungsweise unglücklichen Bewegungen zu den Knochenverletzungen kam. Leider war es bei mir genauso, wie bei fast allen Menschen, die an Osteoporose erkranken, im Anfangsstadium hatte ich keine Symptome und erst durch die Spätfolgen – in Form der Knochenbrüche – machte sich die Osteoporose bemerkbar. Ich war erleichtert, dass eine Diagnose gestellt wurde, gleichzeitig hatte ich aber Angst vor neuerlichen Knochenbrüchen und vor allem davor, dass ich die Erkrankung als schicksalhaft annehmen musste und es keine adäquate Therapie gibt. Das ist jedoch falsch. In enger Kooperation mit meinem behandelnden Arzt wurden mehrere Maßnahmen mit mir erarbeitet, die eine Verbesserung dieser leider chronischen Erkrankung brachten.

Zuerst wurde mir nahegelegt, meinen Lebensstil und meine Ernährung umzustellen. Das bedeutete sofort mit dem Rauchen aufzuhören und bei der Ernährung wurden mir Brokkoli, Lauch, Kohlgemüse und generell eine kalziumreiche Ernährung empfohlen. Worauf ich noch achten musste, ist die Zufuhr von Vitamin D. Meine größte Sorge war, dass ich jetzt auf meinen Sport verzichten muss. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sport hilft sogar. Selbst ich, mit einer schweren Osteoporose darf und soll trainieren. Durch das regelmäßige Training kann die drohende Immobilität und Inaktivität trotz der Schmerzen verhindert werden. Außerdem hat das Training noch einen sehr positiven Nebeneffekt: Seit ich meine Muskel gezielt festige, fange ich Stürze viel besser ab. Sogar der regelmäßige Besuch des Fitness-Studios wurde von meinem Arzt befürwortet. Krafttraining ist bei Osteoporose ideal. Druck- und Zugbelastungen wirken nämlich auf den Knochen und zwar mehr als beim Ausdauersport und dadurch wird die Knochenmasse wieder vermehrt aufgebaut. Ich tue also alles was mir möglich ist.
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