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Nebenwirkungen Citalopram gegen Panikattacken - mit Müdigkeit, Zerstreutheit und Betäubtheit

Betrifft: Citalopram

Nebenwirkungen

Müdigkeit, Zerstreutheit, Erschöpfung, Betäubtheit

Erfahrungsbericht

Vor einiger Zeit hatte mir mein Hausarzt Citalopram verschrieben (Aristo® 20mg). Zuvor klagte ich über starke Unruhe, hervorgerufen durch viele Gedanken, die mit im Kopf herumschwirrten. Daraus resultierten immer häufiger auftretende Panikattacken.

Anfangs sollte ich mit einer morgendlichen Dosis von 10mg starten. Direkt zu Beginn fühle ich mich, als hätte mich ein Boxer umgehauen. Neben einer starken Müdigkeit fühlte ich mich zerstreut. Fast so, als wären alle Sinne betäubt. Mein Arzt sagte zwar, dass ich weiterhin Auto fahren dürfe, dazu fühlte ich mich aber ganz und gar nicht in der Lage. Das Gefühl, im Notfall nicht schnell genug reagieren zu können, bereitete mir Sorgen. Folglich musste ich erneut meinen Hausarzt aufzusuchen und mich krankschreiben lassen. Die Nebenwirkungen ließen nach zwei Wochen nach. Das Chaos in meinem Kopf legte sich allmählich und die Panikattacken blieben aus.

Langsam konnte ich meinen Alltag neu ordnen. Nach der fünften Woche sollte dann die Dosis verdoppelt werden. Wie erwartet begannen die Nebenwirkungen von neuem, diesmal aber wesentlich schlimmer. Mir kam es so vor, als würde die Zeit rasend schnell vergehen. Wenn ich vor lauter Erschöpfung nicht gerade schlief, sah ich mir irgendwelche Sendungen im Fernseher an. Das Prozedere konnte im stetigen Wechsel so weiter gehen. Erwachte ich aus meinem Tiefschlaf, war ich müde. Schaute ich fern, wusste ich nicht was ich mir überhaupt ansah.

Weitere zwei Wochen vergingen und langsam legten sich die Nebenwirkungen. Das Medikament tat was es sollte. Eine innerliche Ruhe stellte sich ein. Mir fiel auf, dass mein Kopf nicht nur eine Sekretärin eingestellt hatte, die das Chaos in eine perfekte Ordnung verwandelte. Viel mehr setzte sich die Harmonie durch, sodass ich entspannter gegenüber unhöflichen oder gar unverschämten Mitbürgern wurde. Nachdem ich mich wieder hinter das Steuer traute, reagierte ich gelassener auf überforderte oder nervige Autofahrer. Auch meinen Arbeitsplatz konnte ich wieder aufzusuchen.

Nach mehr als sechs Monaten setzte ich das Medikament nach Absprache mit meinem Hausarzt ab. Die Symptome waren verschwunden, aber mein neu gefundener Alltag blieb bestehen.


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Hinweis: Ein einzelner Erfahrungsbericht lässt keine allgemeinen Schlüsse über die unerwünschten Wirkungen eines Medikaments zu. Nebenwirkungen können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Zu den Risiken und Nebenwirkungen Ihres Medikaments fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.