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Nebenwirkungen Sertralin gegen Depression - mit Schwitzen, Euphorie und Gewichtszunahme

Betrifft: Sertralin

Nebenwirkungen

Schwitzen, Euphorie, Gewichtszunahme

Erfahrungsbericht

Als Jugendliche musste ich, als ich 17 Jahre alt war und einen Nervenzusammenbruch inklusive Krankenhausaufenthalt erlitten hatte, das Medikament Sertralin einnehmen.

Ich bemerkte zuerst, dass sich in meinen geschlossenen Händen fast wie von selbst kleine Schweisspfützen bildeten und ich war vom ersten Moment der Einnahme ziemlich aufgedreht. Ich kann das am besten als überdreht und aufgeweckt beschreiben. An dem Tag hätte ich große Lust gehabt auf meinem Bett vor Übermut herumzuhüpfen und war einfach "gut drauf". Das verflog aber ziemlich schnell wieder und ich merkte bald auch von der übermäßigen Schweissbildung in meinen Handflächen nichts mehr. Es dauerte einige Zeit, etwa 3 Wochen, bis meine Schlafstörungen aufhörten, die Begleiterscheinung meiner Erkrankung waren, eine endogene Depression. Um etwa diese Zeit stabilisierte sich mein emotionaler Zustand auch und ich hatte nicht mehr diese schlimmen Stimmungstiefs, die Abgeschlagenheit, Angstzustände und Melancholie verflogen. Das sollte das Medikament auch bewirken.

Es waren an sich keine schlimmen Nebenwirkungen. Nach einiger Zeit stellte ich auch fest, dass ich an Gewicht zugenommen hatte. Das lag daran, dass ich einen gesteigerten Appetit hatte. Ich weiß nicht genau, ob dies auch vom Sertralin ausgelöst wurde, jedoch will ich es nicht unerwähnt lassen. Das Medikament nahm ich über mindestens 3 Jahre ein und hatte keine großen Probleme mit Nebenwirkungen mehr. Das leichte Übergewicht konnte ich mit bewussterem Essen und Sport, zu dem ich nun motiviert genug war, wieder in den Griff bekommen. Es ging mir gut und ich konnte auch ohne Probleme studieren.

Als ich auf die Idee kam, das Medikament auf eigene Faust abzusetzen, bekam ich aber größere Probleme. Ich hatte große Schwindelgefühle und wenn ich einen Schritt setzen wollte, fühlte es sich im ersten Moment so an als würde ich ins Leere schreiten. Das war wie so ein kleiner elektrischer Schock. Man sollte aber nicht dem Medikament dafür die Schuld geben, sondern meinem Verhalten, da ich nicht, wie empfohlen, die Dosis nach und nach heruntergesetzt habe. Man sollte Psychopharmaka nie ohne Absprache mit dem Arzt absetzen. Ich nahm Sertralin (von Ratiopharm) 3 Jahre ein, es waren täglich 100 mg.


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Hinweis: Ein einzelner Erfahrungsbericht lässt keine allgemeinen Schlüsse über die unerwünschten Wirkungen eines Medikaments zu. Nebenwirkungen können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Zu den Risiken und Nebenwirkungen Ihres Medikaments fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.