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Nebenwirkungen Spiropent (Clenbuterol) bei Gebärmutterhalsverkürzung - mit Herzrasen, Unruhe und Albträumen

Betrifft: Spiropent®, Clenbuterol

Nebenwirkungen

Herzrasen, Zittern, Unruhe, Schwitzen, Albträume

Erfahrungsbericht

Aufgrund einer Gebärmutterhalsverkürzung (Zervixinsuffizienz), die in der 25. Woche meiner Schwangerschaft festgestellt wurde, riet mir meine Gynäkologin, das Medikament "Spiropent" zweimal täglich einzunehmen, morgens und abends. Zwar sei dies ursprünglich ein Asthmamedikament, genauer gesagt ein Langzeit-Bronchospasmolytikum, es würde aber auch bei vorzeitigen Wehen und einer drohenden Frühgeburt eingesetzt.

Da es sich um einen Off-Label-Use handle, das Medikament also nicht für Krankheiten der Frauenheilkunde zugelassen sei, müsse ich die Kosten selbst tragen. Das Medikament war nicht teuer, ich weiß allerdings nicht mehr genau, wie hoch die Kosten waren.

Im Internet las ich vor der ersten Einnahme, dass es sich bei Spiropent um ein β-Sympathomimetikum mit dem Wirkstoff Clenbuterol handelt, das tatsächlich häufig bei schwangeren Frauen mit Gebärmutterhalsverkürzung eingesetzt wird. Meine Gynäkologin, die das Mittel in ihren Schwangerschaften selbst einnehmen musste, warnte mich vor, ich würde "die Wände hochgehen". Ich war also im Vorfeld auf unangenehme Nebenwirkungen gefasst. Nachdem ich die erste Tablette eingenommen hatte, dauerte es etwa zwei Stunden, bis die Wirkung, oder besser gesagt die Nebenwirkung, einsetzte.

Mein Herz pochte stundenlang bis zum Hals, ich war zittrig und vollkommen aufgedreht. Gleichzeitig hatte ich aber die ärztliche Anordnung bekommen, wegen meiner Erkrankung dauerhaft liegen zu müssen. Ich konnte also meinen gesteigerten Bewegungsdrang nicht umsetzen und dachte tatsächlich, ich müsste "die Wände hochgehen". Ich hatte also innerhalb kürzester Zeit typische Nebenwirkungen (Tachykardie und Tremor) entwickelt. Dieser Zustand hielt bis abends an. Als sich die sehr unangenehmen Nebenwirkungen langsam legten, musste ich allerdings die nächste Tablette zur Nacht einnehmen.

Die Nacht war geprägt von Herzrasen, starkem Schwitzen und heftigen Albträumen. Ich musste die Tabletten bis kurz vor der Entbindung einnehmen und hatte die Befürchtung, die Nebenwirkungen würden bis dorthin nicht aufhören. Tatsächlich hielten die Nebenwirkungen auch etwa eine Woche an. Dann schien sich mein Körper allerdings an das Medikament zu gewöhnen. Bis zum Absetzen von Spiropent fühlte ich mich zwar etwas unruhiger als sonst, die Nebenwirkungen waren aber deutlich schwächer und störten mich nicht mehr so massiv wie zu Beginn der Einnahme. Meine Dosierung war 0.02 mg Clenbuterol pro Einnahme.
Hinweis: Ein einzelner Erfahrungsbericht lässt keine allgemeinen Schlüsse über die unerwünschten Wirkungen eines Medikaments zu. Nebenwirkungen können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Zu den Risiken und Nebenwirkungen Ihres Medikaments fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.