Neueste Nebenwirkungsberichte

Antibabypille Valette - mit vermehrten Blutungen, Müdigkeit, Bauchschmerzen und Stimmungsschwankungen
Nachdem ich 6 Monate nach Beginn der Einnahme meiner ersten Antibabypille noch immer starke Hautprobleme hatte und das Gefühl hatte, dass dieses Medikament nicht zu mir passt, bat ich meinen Frauenarzt darum, mir ein anderes Präparat zu verschreiben. Er kam meiner Bitte nach und empfahl mir die Valette.

Anfangs war ich absolut zufrieden mit der Wirkung. Der Zyklus war regelmäßig, immer an Tag 3 der einnahmefreien Woche bekam ich die Abbruchblutung, welche ungefähr 5 Tage anhielt. Auch mein Hautbild verbesserte sich deutlich. Ich hatte weder Schmerzen noch sonstige Beschwerden und war der Meinung, eine gute Wahl getroffen zu haben, zumal mir neben dem Arzt auch eine Freundin bestätigte, dass sie mit der Valette schon viele Jahre sehr zufrieden ist. Ich nahm diese Pille fast 2 Jahre ein, als ich plötzlich mitten im Zyklus völlig unerklärliche Blutungen bekam. Der Frauenarzt wusste keinen Rat, war aber der Meinung, ich solle das Medikament weiter nehmen. Aus anfänglich sporadischen Zwischenblutungen wurden innerhalb von wenigen Wochen durchgehende Blutungen, sowie ein permanentes Gefühl der Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Auch kamen bald starke Bauchschmerzen hinzu. Da ich kurz darauf an einem Magen-Darm-Virus erkrankte, dachte ich zunächst, die Beschwerden seien Vorzeichen des Virus gewesen. Ich kurierte mich insgesamt 2 Wochen aus, doch die Grundsymptomatik verbesserte sich nicht.

Daraufhin holte ich mir eine Zweitmeinung von einem anderen Gynäkologen ein, der mir empfahl, die Valette abzusetzen. Er war sich sehr sicher, dass die andauernden Blutungen, Bauchschmerzen und die Mattheit Nebenwirkungen der Pille waren. Kurz nach Absetzen der Valette bildete sich durch den Hormonumschwung leider eine Eierstockzyste, die operativ entfernt werden musste. Nach dieser OP wechselte ich auf Empfehlung der Ärzte zu hormonfreier Verhütung, um meinem Körper weitere Umschwünge zu ersparen und so die Bildung weiterer Zysten zu verhindern. Leider verschlechtere sich mein Hautbild dadurch wieder deutlich. Jedoch traten andere erfreuliche Besserungen ein: Mein gesamtes Befinden besserte sich und auch ohne Pille hatte ich einen absolut regelmäßigen Zyklus ohne Schmerzen. Auch wurde ich von meinen Freunden häufig darauf angesprochen, ich sei viel ausgeglichener und fröhlicher. Stimmungsschwankungen und leichte depressive Verstimmungen, die ich zuvor gehabt hatte, hatte ich zunächst gar nicht auf die Pille zurück geführt. Jedoch waren diese offenbar ebenfalls eine Nebenwirkung der Valette.
Antibabypille Valette - mit Blasenentzündungen
Der Arzneizettel der Valette (von Jenapharm) umfasst eine Aufstellung der möglichen Nebenwirkungen. Harnwegsinfektionen sind bei der Einnahme der Valette gelegentlich zu erwarten. Die entscheidenden Wirkstoffe der Valette sind Ethinylestradiol und Dienogest.

Nachdem das im Vorfeld verschriebene Verhütungspräparat bei mir einen Scheidenpilz ausgelöst hatte, entschied mein damaliger Gynäkologe, das Präparat durch die Valette zu ersetzen. Nach den ersten wenigen Wochen der Einnahme konnte ich persönlich zuerst keine Neben- und Wechselwirkungen wahrnehmen. Allerdings hatte ich plötzlich Schwierigkeiten mit Blasenentzündungen. Von der ersten bis zur letzten Erkrankung ergaben sich für mich immer noch keine Bedenken, dass ein direkter Zusammenhang zur Antibabypille bestehen könnte.

Jedenfalls stellte es sich so ein, dass ich mit pünktlicher Zuverlässigkeit während der zweiten Woche eines jeden Monats mit Schmerzen im Unterleib und beim Wasserlassen einen Arzt aufsuchen musste. Es ergab sich zufällig zu dieser Zeit, dass ich aufgrund eines Umzugs einen neuen Hausarzt konsultiert habe. Vielleicht liegt diesem Umstand zugrunde, dass es erst eine ganze Weile dauerte, bis ein Mediziner den Rat von Fachärzten empfohlen hatte.

Darum hatte ich nach etwa fünf Monaten Einnahme der Valette entschlossen, zuerst einen Gynäkologen und bei Bedarf einen Urologen aufzusuchen, um der Sache mit der Blase auf den Grund zu gehen. Hinzu kam außerdem, dass zur Behandlung der bakteriellen Blasenentzündungen stets Antibiotika und dergleichen verschrieben wurden, sodass die sichere Wirksamkeit der Pille zusätzlich eingeschränkt war. Zwar habe ich die Valette weiter eingenommen, doch zur Sicherheit habe ich zusätzlich auf Kondome zurückgegriffen, zumal die Blasenentzündungen dies ohnehin erforderten.

Während des Gesprächs mit dem Gynäkologen kam zum ersten Mal die Vermutung auf, dass die zyklisch sehr auffällig regelmäßigen Blasenprobleme mit großer Gewissheit im Zusammenhang mit der Valette stehen würden. Der Arzt hat infolge dessen eine ähnliche Verhütungspille verschrieben und von intensiven Untersuchungen abgesehen. Auf seinen Rat hin habe ich das vorherige Präparat sofort abgesetzt und die verschriebenen Antibiotika bis zum Schluss eingenommen. Mit dem darauf folgenden Zyklus habe ich begonnen, die neue Antibabypille einzunehmen. Das ist bereits einige Jahre her und bisher gibt es keine Probleme.
Venlafaxin (Trevilor retard) - mit Übelkeit, Appetitlosigkeit und Schwitzen
Ich hatte schon einige Antidepressiva ausprobiert aber nur mit mäßigem Erfolge. Venlafaxin hilft mir jedoch sehr gut.

Nebenwirkungen hatte und habe ich natürlich. Aber die anderen Antidepressiva hatten auch Nebenwirkungen. In den ersten Wochen der Einnahme hatte ich Magenprobleme. Mit war häufig übel und ich hatte kaum noch Appetit. Dann hat sich das jedoch wieder normalisiert. Nicht gelegt hat sich, dass viel schwitze. Das hatte ich vorher nicht. Es ist nervig aber ich kann damit leben.

Mehr Nebenwirkungen hatte ich bisher nicht. Ich nehme das Medikament seit 5 Monaten in einer jetzigen Dosis von 150mg. Die ersten Wochen hatte ich die Dosis eingeschlichen. Der Makenname ist "Trevilor retard". Das Venlafaxin hilft mir gut und ich werde es sicherlich noch ein paar Monate einnehmen.
Olanzapin (Zyprexa) - mit Appetit, Gewichtszunahme, Libidoverlust, Zittern und verstärkter Zwanghaftigkeit
Ich habe Olanzapin (Handelsname Zyprexa) etwa ein halbes Jahr lang eingenommen. Leider kam es zu zahlreichen, verschiedenen Nebenwirkungen.

Als erste Nebenwirkung bemerkte ich eine enorme Appetitsteigerung, was innerhalb von etwa vier Wochen zu 5 kg mehr Gewicht führte. Nur mit enormer Disziplin konnte ich eine weitere Gewichtszunahme vermeiden.

Des Weiteren kam es bei Zyprexa-Einnahme zu Muskelsteifheit, was ich vor allem beim Sport (Amateurfußball), aber auch bei der Arbeit (Gartenpflege) bemerkte.

Personen, die ebenso wie ich unter Zwanghaftigkeit leiden, sollten folgendes wissen: Zyprexa (Wirkstoff Olanzapin) verstärkt sehr häufig die Symptome einer Zwangserkrankung. Ich nahm Zyprexa ein, um meine schizoaffektive Störung in den Griff zu bekommen. Jedoch leide ich seit meiner Kindheit an Zwangsgedanken und Zwangshandlungen (überwiegend Waschzwang). Meine Zwangssymptomatik verstärkte sich während meiner sechsmonatigen Zyprexa-Einnahme deutlich, so dass sich der Gesamtnutzen für mich enorm verringerte.

Leider führte Zyprexa bei mir auch zu sexuellen Funktionsstörungen. Meine Libido war enorm verringert, was die Beziehung zu meiner Frau extrem belastet hat. Mein behandelnder Arzt behauptete, dass sich diese Nebenwirkung nach einigen Wochen meist deutlich reduzieren würde. Dies war bei mir allerdings nicht der Fall - meine Libido normalisierte sich erst, nachdem ich Zyprexa nicht mehr einnahm.

Eine weitere, deutlich bemerkbare und auf das Medikament klar zurückführbare Nebenwirkung war Zittern der Extremitäten. Sowohl meine Hände als auch Füße zitterten sehr stark. Beim gemeinsamen Abendessen mit Freunden war es mir sehr unangenehm, als ich auf meinen extremen Tremor angesprochen wurde. Phasenweise fiel mir das Essen wieder von der Gabel, weil diese ebenso wie meine Hand extrem zitterte.

Insgesamt kam es unter Olanzapin zu solch starken Nebenwirkungen, dass ich das Präparat wechseln musste.

Dosierung: 15 mg (1x täglich) für 6 Monate
Citalopram 30mg gegen Depressionen und Angstanfällen - mit mehr Appetit, Gewichtszunahme, Müdigkeit und Schwitzen
Mir wurde Citalopram wegen Depressionen und Angstanfällen verschrieben. Seit nunmehr zwei Jahren nehme ich 30 mg täglich, immer vor dem zu Bett gehen.
Anfangs hatte ich noch andere Nebenwirkungen aber langfristig ist mir folgendes aufgefallen:

Hunger. Ich scheine durch Citalopram mehr Appetit zu haben und habe in den zwei Einnahmejahren auch deutlich zugenommen.
Mit ist auch häufig warm und ich scheine mehr zu schwitzen als früher. Klar ich wiege jetzt auch mehr aber es scheint mit dem Medikament im Zusammenhang zu stehen. Ich bin häufig müde. Nicht so, dass es mich extrem beeinträchtigt aber es ist schon auffallend. Dafür kann ich jetzt aber viel besser schlafen als früher.

Insgesamt bin ich mit der Wirkung von Citalopram zufrieden. Mit geht es deutlich besser, trotz der Nebenwirkungen. Ich habe auch eine Therapie gemacht.
Den Nebenwirkungen probiere ich mit regelmäßigem Sport zu begegnen und mich so weit es geht gesund zu ernähren.
Ich plane im Moment nicht das Antidepressivum abzusetzen.
Pantoprazol nach Gastritis - mit Haarausfall, Wundheilungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Hauttrockenheit und Magenschmerzen
Ich habe Pantoprazol in der Dosierung vierzig Milligramm über einen Zeitraum von anderthalb Jahren eingenommen. Die Nebenwirkungen des Medikamentes waren beträchtlich.

Der Grund der Einnahme war eine durch eine Gastroskopie festgestellte schwere Gastritis, die durch Schmerztabletten, wie beispielsweise Ibuprofen hervorgerufen wurde. Die Einnahme des Medikamentes erfolgte morgens auf nüchternen Magen.

Bereits am zweiten Tag der Einnahme zeigte sich starker Haarausfall, der sich mit zunehmender Behandlungsdauer verschlimmerte. Nach etwa einem halben Jahr war der Scheitel-Bereich deutlich betroffen. Der Haarausfall war nicht nur auf das Haupthaar beschränkt. Die Wimpern vielen vermehrt aus und die Augenbrauen waren sichtlich betroffen. Ferner nahm die Körper-Behaarung in der Behandlungszeit ab. Nach dem Absetzen des Medikamentes regenerierten sich die Haare im Gesicht und auf dem Haupt nicht. Ferner zeigte sich, dass Wunden an den Gliedmaßen nicht mehr in gewohnter Weise abheilten. Die Wunden blieben wochenlang offen. Diese Phase war dadurch geprägt, dass vermehrt Lymph-Flüssigkeit austrat.

Die "abgeheilten" Wunden zeigten eine deutliche Vernarbung des oberen Gewebes. Dies stand in deutlichem Kontrast zu einer normal empfundenen Wund-Abheilung. Ebenfalls war die Einnahme des Medikamentes mit einer verschwommenen Sicht verbunden, die Monate nach dem Absetzen des Medikamentes anhielt. Des Weiteren entwickelten sich mit fortschreitendem Anwendungszeitraum starke Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Diese besserten sich nach dem Absetzen. Die vorherige mentale Leistungsfähigkeit wurde aber nicht mehr erreicht. Eine weitere Nebenwirkung war, dass die Haut an den Händen und Beinen zunehmend trocken und rissig wurde. Darüber hinaus entwickelten sich in der Behandlungszeit sehr viele Allergien und Unverträglichkeiten. Vor der Behandlung hatten diese nicht bestanden.

Ein Absetzen des Medikamentes zeigte keine Besserung. Eine bis heute anhaltende Nebenwirkung ist, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Genuss von Wasser sehr schnell auf ein gefährliches Niveau absinkt. In der Weise, dass Bewusstseins-Eintrübungen auftreten und ein Zusammenbruch kurz bevor steht. Ferner zeigten sich im Stuhl vermehrt unverdaute Bestandteile. Das Absetzen von Pantoprazol war mit erheblichen Magenschmerzen verbunden, die über einen Zeitraum von über vier Monaten anhielten.
Sertralin - mit Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Restless-Legs-Syndrom
Dieses Antidepressivum Sertralin bekam ich zum ersten Mal in einer psychatrischen Klinik. Das Medikament nehme ich zu mir, um gegen meine Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen. Nach einer kurzen Einstellungszeit von ungefähr einer Woche wurde meine Stimmung zwar erheblich verbessert, dies hielt jedoch nicht lange. Ich wurde immer launischer, in einem Moment habe ich gelacht und getanzt, doch im anderen Moment hätte ich einfach nur am liebsten heulen können oder bekam suizidale Gedanken.

Tagsüber war ich meistens müde und motivationslos. Nach einem Mittagsschläfchen wurde dies leider nicht verbessert. Nachts wurde ich immer nach ein, zwei Stunden Schlaf hellwach und konnte dann für die nächsten zwei Stunden nicht einschlafen. Mittlerweile werde ich nur für eine kurze Zeit wach, muss aber immer was zum Trinken neben meinem Bett stehen haben. Am Anfang bekam ich nach jeder Einnahme des Sertralins Magenbeschwerden, was bei mir manchmal sogar zur Übelkeit geführt hat, die jedoch nach ungefähr zwei bis drei Wochen komplett verschwunden sind.

Durch das Antidepressivum Sertralin bekam ich auch noch RLS, also das "Restless-Legs-Syndrom" womit ich je nachdem auf welchem Stresslevel ich bin mein Bein unkontrolliert und durchgehend auf und ab wippe. Wenn ich Alkohol trinken möchte, darf ich maximal drei Gläser trinken, ansonsten verfalle ich wieder in meine Depression oder werde im schlimmsten Fall sogar agressiv.

Nach einem Jahr der Einnahme des Antidepressivums Sertralin hat sich jede Nebenwirkung verbessert. Das RLS, die Müdigkeit/ Motivationslosigkeit und die Nebenwirkung bei der Alkoholeinnahme bleiben bestehen oder haben sich verschlimmert.

Dosierung morgens 3x 50mg Sertralin von Heumann
Pleon RA (Sulfasalazin) gegen Rheuma - keine Nebenwirkungen
Ich nehme Pleon RA mit Sulfasalazin seit ca. 6 Monsten gegen Rheuma (rheumatoide Arthritis) ein. Das sind 500 mg pro Tablette also 2 g pro Tag. 2 Tabletten am morgen und zwei am Abend. Gelegentlich vergesse ich auch die Einnahme. In den ersten Einnahmewochen hebe ich die Dosis von einer bis dann auf 4 Tabletten gesteigert.

Nebenwirkungen hatte ich bisher keine. Aber Schmerzen im Bereich der Gelenke habe ich leider doch immer wieder. Also ist die Wirkung auch nicht so gut wie erhofft.
Amitriptylin 50 mg - gegen schwere Depression mit Gewichtszunahme und Müdigkeit
Amitriptylin zählt zu den trizyklischen Antidepressiva mit relativ starker Wirkung, jedoch aufgrund des Wirkmechanismus z.T. mit erheblichen Nebenwirkungen. Eine gerade für psychiatrische Patienten schwer ertragbare Nebenwirkung, die eine vorhandene depressive Verstimmung auf Dauer erhalten kann, ist wie bei vielen Psychopharmaka die Gewichtszunahme. Von ärztlicher Seite wurde mir gesagt, dass man bei Amitriptylin zum Teil essen kann was man möchte - man nimmt trotzdem zu. Dem kann ich aus eigener Erfahrung absolut zustimmen.

Innerhalb von wenigen Monaten (ca. 3 Monate) nahm ich dabei etwa 30 Kilogramm zu. Aus einer Gewichtszunahme in dieser Größenordnung ergeben sich neben einer Verschlechterung der Stimmung, beispielsweise durch eine in unserer Gesellschaft vorhandenen Stigmatisierung, auch erhebliche körperliche Begleiterscheinungen, die ihrerseits wiederum eine depressive Symptomatik erhalten oder verschlechtern können. Erst nach Absetzen von Amitriptylin konnte ich mein Gewicht, interessanterweise durch relativ wenig Aufwand, wieder deutlich reduzieren.

Eine weitere Nebenwirkung, die sich bei mit zeigte, war eine unüberwindbare Müdigkeit. Depressionen an sich zeigen sich beispielsweise durch chronische innere Leere und Antriebslosigkeit. Eine erhebliche Müdigkeit kann auch hier eher eine Verschlechterung bewirken, was bei mir der Fall war. In Kombination mit der starken Gewichtszunahme ist dies ein Teufelskreis, der sich auf Dauer noch verstärken kann. Zwar habe ich definitiv von der antidepressiven Wirkung von Amitriptylin profitiert - auf Dauer aber, das heißt nach Besserung einer sehr schweren Depression, können die Nebenwirkungen eine vollständige Normalisierung verhindern. Die Verrichtung alltäglicher, geschweige denn beruflicher Tätigkeiten konnte ich nur unter großem Kräfteaufwand bewerkstelligen. Aus diesen Gründen wurde das Medikament nach einer Einnahmedauer von 2 Jahren in einem stationären Aufenthalt abgesetzt, wodurch sich die starke Müdigkeit schnell besserte, und wie beschrieben eine deutliche Gewichtsreduktion erreicht werden konnte.

Mein Amitriptylin war von der Firma neuraxpharm Arzneimittel. Die Dosierung 50 mg pro Tag (morgens).
Escitalopram (Citalopram dura) - mit Schwindel, Gliederschmerzen, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und mehr
Bereits seit über zwei Jahren nehme ich täglich das Medikament Citalopram dura mit dem Wirkstoff Escitalopram ein. Zunächst vom Hausarzt verschrieben, erhöhte später ein Neurologe die tägliche Dosierung nachdem meine Depressionen als schwerwiegender identifiziert wurden los ursprünglich gedacht. Die erhöhte Dosis begleitet mich nun seit anderthalb Jahren.

Zu Beginn wurde ich gewarnt, dass die schlimmsten Nebenwirkungen in den ersten drei Tagenauftreten würden. Ich musste feststellen, dass die Warnung vollkommen zutraf, wobei der dritte Tag am schlimmsten war.

Am ersten Tag bemerkte ich nicht viel, wurde nur von einem leichten Schwindelgefühl begleitet und gegen Abend traten Kopfschmerzen auf. Am zweiten Tag waren es Gliederschmerzen, ein trockener Mund und Migräne mit Lichtempfindlichkeit. Als der dritte Tag ziemlich ereignislos verlief, dachte ich bereits das gröbste hinter mir zu haben. Mitten während eines Einkaufsbummels mit meiner Mutter starteten dann plötzlich die Herz-Rhythmus-Störungen. Es dauerte keine zwei Minuten bis ich saß und tief durchatmen konnte um womöglich einen Krankenwagen zu rufen, da waren sie auch schon wieder vorbei.

Nach diesen ersten drei Tagen konnte ich keine Nebenwirkungen feststellen bis meine Dosis erhöht wurde. Da ich nun die doppelte Menge des Wirkstoff Escitaloprams zu mir nahm, dauerte es wieder bis mein Körper sich daran gewöhnt hatte. Dieses Mal zog es sich über eine Woche, doch die Nebenwirkungen beschränkten sich auf zwei Tage Migräne und schlagartigen Wechseln zwischen Müdigkeit und innerer Unruhe. Dies war nach etwa einer Woche vorbei und kam bei richtiger Einnahme nicht wieder. Nur wenn ich das Medikament erst zur Mittagszeit - und nicht wie gewohnt morgens einnehme - kommt es zu starker innerer Unruhe und Nervosität.

Aktuelle Dosis: 20mg
Einnahme von Escitalopram: seit 2014