Neueste Nebenwirkungsberichte

Folsäure 5mg - wegen der Einnahme von Sulfasalazin
Mein Hausarzt hat mir vor ca. 4 Monaten Folsäuretabletten verschrieben. Der Grund ist die tägliche Einnahme des Entzündungshemmers Sulfasalazin
(2000 mg pro Tag, wenn ich es nicht vergesse). Sulfasalazin muss ich nehmen, weil ich (höchtwahrscheinlich) an rheumatoider Arthritis leide - eine entzündliche Erkrankung auch als Rheuma bekannt. Aber Sulfasalazin vermindert die Aufnahme von Folsäure - es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Als Ausgleich also die Folsäuretabletten. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen. Die sind bei Folsäure ohnehin sehr selten (laut Packungsbeilage).
Da ich das Sulfasalazin schon deutlich länger als Folsäure einnehme, kann ich für mich Nebenwirkungen der Folsäuretabletten ausschließen.
Ich hoffe der Bericht ist für jemanden nützlich.
Tramadol 25mg - ich habe sehr intensive Träume
Ich nehme täglich 25 mg Tramadol ein. Es sind retard Tabletten der Handelsmarke Tramagit. Bei mir dient die Einnahme auch einer Art Stresskompensation. Es ist ja auch ein Stimmungsaufheller und ein leichtes Antidepressivum. Irgendwelche schlechten Nebenwirkungen habe ich eigentlich nicht, aber Tramadol hat bei mir einen erstaunlichen Effekt auf den Schlaf, genauer auf das Träumen.

Ich nehme eigentlich relativ konstant 25 mg Tramadol früh am Morgen ein. Das Medikament führt bei mit zu intensiven Träumen. Wenn ich Nachts oder am Morgen aufwache kann ich mich oft an starke wirre Träume erinnern. Vor der Tramadoleinnahme konnte ich das fast nie. Die Träume sind so intensiv, dass ich es fast körperlich spüre. Ich bin fast erschöpft von den Träumen und ein bisschen dizzy. Ich habe aber keine Alpträume. Die Stimmung ist oft leicht negativ, aber so ist halt auch meine gegenwärtige Grundstimmung.

Ich führe die Träumerei auf die Serotoninwiederaufnahmehemmung des Tramadols zurück. Jedenfalls haben klassische Serotoninwiederaufnahmehemmer auch so eine Wirkung. Im Gegensatz zu diesen scheint das Tramadol in meiner geringen Dosis jedoch keine weiteren negativen Nebenwirkungen zu haben. Erstaunlich finde ich jedoch, dass die intensiven Träume, trotz meiner längerfristigen und konstanten Einnahme, nicht weniger werden.
Citalopram gegen Panikattacken - mit Müdigkeit, Zerstreutheit und Betäubtheit
Vor einiger Zeit hatte mir mein Hausarzt Citalopram verschrieben (Aristo® 20mg). Zuvor klagte ich über starke Unruhe, hervorgerufen durch viele Gedanken, die mit im Kopf herumschwirrten. Daraus resultierten immer häufiger auftretende Panikattacken.

Anfangs sollte ich mit einer morgendlichen Dosis von 10mg starten. Direkt zu Beginn fühle ich mich, als hätte mich ein Boxer umgehauen. Neben einer starken Müdigkeit fühlte ich mich zerstreut. Fast so, als wären alle Sinne betäubt. Mein Arzt sagte zwar, dass ich weiterhin Auto fahren dürfe, dazu fühlte ich mich aber ganz und gar nicht in der Lage. Das Gefühl, im Notfall nicht schnell genug reagieren zu können, bereitete mir Sorgen. Folglich musste ich erneut meinen Hausarzt aufzusuchen und mich krankschreiben lassen. Die Nebenwirkungen ließen nach zwei Wochen nach. Das Chaos in meinem Kopf legte sich allmählich und die Panikattacken blieben aus.

Langsam konnte ich meinen Alltag neu ordnen. Nach der fünften Woche sollte dann die Dosis verdoppelt werden. Wie erwartet begannen die Nebenwirkungen von neuem, diesmal aber wesentlich schlimmer. Mir kam es so vor, als würde die Zeit rasend schnell vergehen. Wenn ich vor lauter Erschöpfung nicht gerade schlief, sah ich mir irgendwelche Sendungen im Fernseher an. Das Prozedere konnte im stetigen Wechsel so weiter gehen. Erwachte ich aus meinem Tiefschlaf, war ich müde. Schaute ich fern, wusste ich nicht was ich mir überhaupt ansah.

Weitere zwei Wochen vergingen und langsam legten sich die Nebenwirkungen. Das Medikament tat was es sollte. Eine innerliche Ruhe stellte sich ein. Mir fiel auf, dass mein Kopf nicht nur eine Sekretärin eingestellt hatte, die das Chaos in eine perfekte Ordnung verwandelte. Viel mehr setzte sich die Harmonie durch, sodass ich entspannter gegenüber unhöflichen oder gar unverschämten Mitbürgern wurde. Nachdem ich mich wieder hinter das Steuer traute, reagierte ich gelassener auf überforderte oder nervige Autofahrer. Auch meinen Arbeitsplatz konnte ich wieder aufzusuchen.

Nach mehr als sechs Monaten setzte ich das Medikament nach Absprache mit meinem Hausarzt ab. Die Symptome waren verschwunden, aber mein neu gefundener Alltag blieb bestehen.
Citalopram bei Depression - mit Appetitlosigkeit, Benebeltheit und Müdigkeit
Kurz bevor ich eine wichtige Prüfung ablegen musste, erkrankte ich an einer Depression. Ich fühlte mich plötzlich müde, schlapp, antriebslos und nur noch traurig. Damit ich die Möglichkeit hatte, mein Lernpensum zu bewältigen und die Prüfung abzulegen, verschrieb mir mein Hausarzt das Medikament Citalopram - ein Antidepressivum der Gruppe Serotoninwiederaufnahmehemmer. Typischerweise setzt die Wirkung des Medikaments erst rund zwei Wochen nach Beginn der Einnahme ein. Die Nebenwirkungen bemerkte ich jedoch schon in den ersten Tagen.

Zunächst fühlte ich mich etwas seltsam, sozusagen "wie in Watte gepackt". Meine Umgebung kam mir ein wenig dumpf vor, wie durch einen Nebelschleier. Kurz darauf hatte ich auch weniger Appetit. Da es mir wegen der Depression aber ohnehin schwerfiel, regelmäßige Mahlzeiten einzunehmen, fühlte ich mich dadurch nicht eingeschränkt. Eine eher willkommene Nebenwirkung war auch die Müdigkeit. Nachdem ich zuvor nicht gut schlafen konnte, fühlte ich mich nach der Einnahme immer recht müde und war wieder in der Lage mehrere Stunden am Stück zu schlafen. Deshalb nahm ich die Medikamente auch am Abend ein. Nach Rücksprache mit meinem Arzt teilte er mir mit, dass diese Symptome recht normal sind und sich mit der Zeit, wenn die Wirkung nach rund zwei Wochen einsetzt, auch wahrscheinlich bessern würden. Die Dosis steigerte ich langsam von zunächst einer halben Tablette (also 10 mg) auf eine Tablette pro Tag.

Nach rund zwei Wochen setzte tatsächlich auch die Wirkung ein und ich fühlte mich Tag für Tag weniger depressiv. Zwar hatte ich über die gesamte Dauer der Einnahme oft ein eher benebeltes Gefühl und auch die Müdigkeit und der verminderte Appetit blieben, jedoch nahm ich diese Nebenwirkungen in Kauf, um wieder etwas Freude am Leben empfinden zu können.

Nach Abschluss meiner Prüfungen und nachdem sich meine Lebenssituation stabilisiert hatte, setzte ich das Medikament Citalopram wieder langsam ab, indem ich zunächst die Dosis wieder halbierte und es dann ausschleichen lies - natürlich alles in Rücksprache mit meinem Arzt. Ich würde die Tabletten aufgrund der guten Wirkung wieder nehmen, wenn es nötig ist. Für mich persönlich überwiegen die Vorteile gegenüber den Nebenwirkungen.
Neo-Eunomin - mit schlechter Haut, Gewichtszunahme, Schierblutungen und mehr
Mit 15 habe ich angefangen, die Pille zu nehmen. Meine Frauenärztin hat mir Neo-Eunomin® (Wirkstoffe: Ethinylestradiol und Chlormadinon) verschrieben, welche eine Zweiphasenpille ist, was das Durchnehmen der Pille schwierig gestaltet hat.

Obwohl Neo-Eunomin laut Ärztin eigentlich mein Hautbild hätte verbessern sollen, wurde es immer schlechter. Ich litt auch unter enormer Gewichtszunahme. Meine Haare waren spröde und ich verlor mehr davon als üblich. Selbst meine Nägel wurden brüchig.
Zunächst dachte ich nicht groß darüber nach. Immerhin befand ich mich zu dieser Zeit in der Pubertät und da sind die Hormone nun einmal nicht gerade ruhig und verlässlich. Gewicht und Haut hätten auch einfach typische Teenager-Nebeneffekte sein können.
Irgendwann fiel mir auf, dass ich trotz Pille vermehrt Schmier-und Zwischenblutungen bekam. Vor allem gegen Ende der Einnahmezeit, also eine Woche vor Pillenpause. Es war mir sehr unangenehm, da ich immer Angst hatte, ich könne aufstehen und spontan Blutflecken auf der Hose haben. Der Alptraum jedes Teenie-Mädchens.
Irgendwann kamen auch Unterleibsschmerzen hinzu. Keine unfassbaren Schmerzen, sondern eher Völlegefühle oder Druck auf Höhe der Gebärmutter. Auch Stimmungsschwankungen und Schwermut traten auf.
Auch jetzt hatte ich die Nebenwirkungen der Pille noch nicht als Schuldigen identifiziert.

Nun hatte ich irgendwann eine eigene Wohnung, war verlobt und dachte: "Wow, Neo-Eunomin ist echt teuer. Zudem möchte ich nach der Hochzeit recht schnell schwanger werden und könnte die Pille eigentlich jetzt schon absetzen!"
Und siehe da. Es hat drei Monate gedauert, bis mein Hormonhaushalt sich normalisiert hat. Sechs Monate, um wieder komplett einflussfrei zu sein. Und plötzlich war meine Haut besser, meine Haare glänzten, Nägel waren stabil und ich nahm enorm ab. Auch die Stimmungsschwankungen verschwanden und ich neigte weniger zu Depressionen.

Natürlich verschwanden die Nebenwirkugen nicht alle auf einmal. Es trat Schritt für Schritt besserung ein und ich merkte deshalb erst später, dass es mir körperlich und psychisch ohne Neo-Eunomin viel besser ging. Zudem hatte ich wieder mehr Lust auf Sex, welche ich durch die Einnahme der Pille wohl auch weniger und seltener hatte.
Salbutamol Notfallspray - mit Herzrasen und Übelkeit
Salbutamol ist ein Beta-Sympathomimetika, der zur Behandlund von Asthma, chronischer Bronchitis oder einer chronischen Lungenerkrankung eingesetzt wird.

Da ich selbst Asthma habe, habe ich dieses Medikament von meiner Ärztin bekommen, als Notfallspray, wenn ich einen Asthmaanfall habe und keine Luft mehr bekomme. Mir schnürt es die Luft ab, als würde mir jemand meine Luftröhre zudrücken. Meine Lungen scheinen förmlich zu explodieren, mein Herz rast und ich drohe zu ersticken. Sofort muss ich zu meinem Spray greifen und es inhalieren. Ich nehme dann 2 Hübe davon, und bekomme schnell wieder genug Luft, um richtig atmen zu können. Leider kommt es auch vor, dass ich nach ein paar Minuten zwei weitere Hübe nehmen muss, da es mit den ersten noch nicht besser geworden ist. Doch nach den weiteren zwei wird es dann langsam besser.

Salbutamol macht die Bronchien wieder auf, so das mein Körper wieder genug Sauerstoff produzieren kann und wieder richtig funktioniert. Ich nehme es überall mit hin, egal wo ich hin gehe, denn es kann Jederzeit ein Asthmaanfall auftreten. Ganz besonders schlimm sind diese Anfälle in den heißen Sommertagen, da die Luft zu dieser Jahreszeit sehr trocken ist. Aber auch in den Wintertagen, wenn es besonders kalt ist, habe ich damit zu kämpfen. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn ich erkältet bin. Durch mein Asthma ist mein Husten besonders schlimm, so dass ich mein Spray mehrmals täglich brauche, weil ich keine Luft bekomme.

Leider habe ich auch die Anfangszeit einige Nebenwirkungen gespürt, die ich gern erwähnen möchte. Da waren zum Beispiel Herzrasen und mir ist es auch etwas übel geworden. Doch nach den ersten 1-2 Wochen der Einnahme, hatte es sich dann eingepegelt und die Symptome verschwanden.

Auch meine Tochter hat Asthma. Doch bei ihr ist es so, das sie "nur" Belastungsasthma hat. Dennoch brauch sie dieses Spray auch schon im Notfall. Sie hat es seit sie 8 ist bzw haben die Ärzte es da festgestellt. Sie hatte auch etwas Herzrasen.
Salbutamol Spray - mit Atembeschwerden, Druck auf der Brust, Brennen beim Atmen und Halsschmerzen
Ich verwende ein Spray mit dem Wirkstoff Salbutamol (Markenname: SalbuHEXAL N) nun schon seit circa neun oder zehn Jahren. Seit meiner Geburt leide ich unter verschiedensten Allergien, viele davon gehen mit Heuschnupfen einher und betreffen unter anderem auch meine Atemwege.

Die ersten Jahre mit Salbutamol verliefen reibungslos, ich nahm es immer ein, wenn ich akut unter Atembeschwerden litt oder eine Belastung durch meine Allergien wie etwa ein Aufenthalt im Freien kurz bevor stand.

Seit einigen Jahren hat die Wirkung des Sprays jedoch immer mehr nachgelassen. Um auf die gleiche Wirkung wie am Anfang zu kommen, muss ich nun zwei Stöße einnehmen, zuvor hatte immer ein einziger genügt. Doch nicht nur das: Im Hochsommer, wenn die allergene Belastung extrem hoch ist und ich fast täglich Atembeschwerden habe, hilft das Salbutamol-Spray so gut wie gar nicht mehr. Im Gegenteil, ich leide nach der Inhalation oft tagelang unter nicht allergiebedingten Atembeschwerden, einem Druck auf der Brust und einem starken Brennen beim Atmen. Zudem kommt noch, dass ich für einige Tage unter mäßig starken Halsschmerzen leide, wenn ich am Vortag zwei Stöße des Sprays inhaliert habe.

Zum Vorbeugen vor einer Belastung kann ich es auch nicht mehr verwenden, da mir das Atmen nur zusätzlich erschwert wird, was außerdem in einigen Fällen ein leichtes Schwindelgefühl mit sich bringt. Das ist besonders beim Sport im Freien sehr hinderlich. Durch die jahrelange Einnahme des Salbutamol-Spray scheint zudem mein Lungenvolumen nachgelassen zu haben, was sich negativ auf meine Ausdauer auszuwirken scheint. Dies merke ich besonders bei sportlicher Betätigung an allergiefreien Tagen. Unter Einfluss des Sprays direkt Sport zu machen, ist aufgrund des starken Drucks auf die Brust quasi nicht mehr möglich.

Die Dosierung variiert bei mir: Ich nehme bei Bedarf einen Stoß, bei großem Bedarf zwei Stöße des Salbutamols, versuche in letzter Zeit aber ganz darauf zu verzichten. Die Einnahmedauer erstreckt sich nun schon über insgesamt knapp zehn Jahre.
Metformin 500mg bei Diabetes mellitus - mit Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen
Metformin, ein orales Antidiabetikum (OAD) zur Einnahme bei Diabetes mellitus Typ 2. Es hat eine positive Wirkung bei der Erkrankung, indem es die Glukoneogenese, also die Zuckerneubildung im Körper hemmt.

Seit nun zwei Jahren wird dieses Medikament von mir 1x täglich (500 mg) eingenommen und es gibt neben der positiven Wirkung bei meiner chronischen Erkrankung auch eine Schattenseite, denn wie jedes Medikament, kann auch Metformin Nebenwirkungen verursachen. Nach mehreren Tagen der Einnahme, kam es bei mit zu Unwohlsein, Übelkeit und auch Erbrechen. Zuerst dachte ich bei diesen Symptomen an eine Magenverstimmung, doch nach langem Anhalten der Beschwerden, habe ich einen erneuten Blick in die Packungsbeilage riskiert. Dort stand, dass Metformin Übelkeit, Erbrechen, sowie auch Durchfälle herbeiführen kann. Mein Hausarzt hatte mich leider nicht darüber aufgeklärt.

So ging ich erneut zu meinem behandelnden Arzt und erläuterte ihm die Symptomatik. Er meinte daraufhin, dass das schon mal vorkommen kann und verschrieb mir zusätzlich zu meinem oralen Antidiabetikum einen Magenschutz namens Pantoprazol. Dies besorgte ich mir dann in der Apotheke, natürlich rezeptpflichtig und begann schon am nächsten Tag mit der Einnahme des Magenschutzes neben dem Metformin. Die Übelkeit dauerte noch ein paar Tage an, verschwand dann aber nach und nach. Nach ungefähr drei Tagen waren meine Beschwerden dann verschwunden.

Gelegentlich messe ich den Blutzucker auch privat zuhause nach und nicht nur beim Arzt. Vor dem Metformin lagen die Werte immer viel zu hoch, so um die 180mg/dl, aber nach der regelmäßigen Einnahme des Medikaments, gingen meine Werte langsam zurück und pendelten sich dann auf Werte um die 100mg/dl am Morgen ein, wenn ich nüchtern bin.
Rizatriptan gegen Migräne - führt zu komatösem Tiefschlaf
Rizatriptan muss ich nur bei äußerst starker Migräne einnehmen, weil in diesen Fällen nichts anderes mehr hilft und die Migräne über Tage hinweg anhalten kann.

Migräne selbst verursacht bei mir starke Kopfschmerzen, starke Lichtempfindlichkeit und ggf. starke Übelkeit. Müdigkeit gehört nicht zu den Symptomen, daher fällt mir die Nebenwirkung besonders auf.

Kurz nach der Einnahme werde ich bleiern müde, kann mich kaum noch bewegen und es dauert nicht lange bis ich fast schon komatös tief schlafe. Meistens kippe ich regelrecht auf dem Sofa (oder wo auch immer ich sitze) um. Und genau in der Postion wache ich einige Stunden später auch wieder auf. Bis ich dann ansprechbar bin dauert es auch nochmals bis zu einer Stunde, da ich noch immer benommen bin.

Im Normalfall sind es 4 bis 5 Stunden, die ich regungslos verbringe. Danach ist die Migräne zwar meistens weg, aber da ich mich in der Zeit nicht bewege, schmerzen dementsprechend Nacken oder Gelenke. Einmal kam ich mit dem Gesicht auf dem Tisch und einer Beule an der Stirn wieder zu mir.

Es ist nicht möglich mich in dieser Zeit aufzuwecken, dass wurde schon mehrfach vergeblich versucht. Selbst starkes Schütteln und lautes Ansprechen bzw. Anschreien funktionieren nicht.

Falls nach dem Aufwachen die Migräne noch anhalten sollte und ich nochmals eine Rizatriptan einnehmen muss, passiert noch einmal das selbe: 15-20 Minuten nach der Einnahme werde ich müde und kippe kurze Zeit später tief schlafend um.

Mein alter Hausarzt hatte mir früher immer Maxalt 10 mg (Wirkstoff: Rizatriptan) verschrieben, aber leider weigert sich mein jetziger Arzt das zu verschreiben. Ich wurde zwar auch leicht müde nach der Einnahme, aber es war lediglich ein sanftes 1-2 Stunden Nickerchen und die Migräne war vollständig weg. Auch konnte man mich aufwecken und ich war direkt nach dem Aufwachen ansprechbar.

Mittlerweile lege ich mich schon bequem hin, sobald ich Rizatriptan (Marke Glenmark) 10 mg genommen habe, damit ich nicht wieder mit Beule oder Tastaturabdruck im Gesicht aufwache.
Fluoxetin gegen Depressionen - mit Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und mehr
Ich bekam von meiner Ärztin nach längeren Gesprächen das Medikament Fluoxetin gegen Depressionen verschrieben.
Nach 5 Monaten und leider sehr vielen Nebenwirkungen habe ich das Fluoxetin wieder abgesetzt. Eine Verbesserung meiner Depression konnte ich in diesen Monaten nicht feststellen, auch auf meine Schlafstörungen hatte es keine positiven Auswirkungen. Ich fühle mich allerdings ruhiger und gefestigter, was auch an meiner begleitenden Gesprächstherapie liegen kann. Auf meine grundlosen Stimmungstiefs und auf meine Weinanfälle hatte das Medikament wenig Einfluss.

Bei der Einnahme von Fluoxetin haben mir von Anfang an mehr oder weniger schwere Nebenwirkungen zu schaffen gemacht. Die ersten Wochen haben sich meine Schlafprobleme massiv verstärkt. Ich wurde nicht nur wiederholt nachts munter, ich konnte gar nicht erst einschlafen. Sowohl die Schlafdauer als auch die Schlafqualität wurden beeinflusst. Vor allem nachts hatte ich auch starke Kopfschmerzen. Diese dehnten sich über den gesamten Kopf hinweg aus. Vor allem waren sie aber im Bereich von Stirn und Oberkopf stark spürbar.

Mein Ruhepuls hat sich erhöht, vor allem am Morgen. Da ich meinen Puls regelmäßig kontrolliere, war diese Nebenwirkung rasch auffällig geworden. An manchen Tagen hatte ich bereits am Morgen über 100 Ruhepuls. Nach Ende der Medikamenteneinnahme hat sich dieser wieder rasch im Normalbereich eingependelt.

Die für mich unerträglichsten Nebenwirkungen waren starke Übelkeit, die ersten Tage fühlte ich mich einfach krank und kam kaum mehr aus dem Bett. Essen verursachte meist neue Übelkeit, habe in den ersten Wochen deswegen auch Gewicht verloren. Anfangs musste ich auch mehrmals täglich erbrechen, manchmal war es auch nur Brechreiz, der nicht verschwinden wollte. Auch Durchfall hat mir in der ersten Zeit der Einnahme zu schaffen gemacht, an einigen Tagen sehr stark. Schwindel wurde vor allem tagsüber zu einem Problem, es war ein Gefühl, als würde man auf Watte gehen.

Die Nebenwirkungen waren vor allem in den ersten Wochen sehr stark, wurden dann jedoch besser. Ganz wohl habe ich mich mit dem Medikament allerdings nie gefühlt und beim Absetzen haben sich die Nebenwirkungen nochmals verstärkt.
Wechselwirkungen konnte es bei mir keine geben, ich nahm in der Zeit sonst keine Medikamente.

Meine Dosierung war 20 mg pro Tag.