Neueste Nebenwirkungsberichte

Clindamycin 600mg gegen Zahnschmerzen - mit Durchfall, Bauchschmerzen und Blut im Stuhl
Als mich Zahnschmerzen quälten und mein Zahnarzt eine Entzündung an der Zahnwurzel feststellte, war die erste Maßnahme, mir Clindamycin 600mg von Rathiopharm zu verschreiben. Dies sollte ich über mindestens 15 Tage einnehmen. Er wollte damit die Entzündung an der Wurzel zum Abklingen bringen und eine Wurzelspitzenresektion vermeiden. Jeden Tag sollte ich aller acht Stunden eine Tablette einnehmen. Nach den ersten zwei Tagen wurden die Schmerzen merklich weniger, dafür gingen jedoch die Nebenwirkungen richtig los. Ich wünschte mir dann doch, lieber nur Zahnschmerzen zu haben und das Antibiotika nicht eingenommen zu haben.

Es fing damit an, dass mein sonst normaler Stuhlgang am Morgen zu einem wässrigen Durchfall wurde. Nicht nur einmal am Tag, sondern nach längerer Einnahmedauer auch öfter. So, dass ich nach sieben Tagen fast nicht mehr von der Toilette runterkam. Alles, was ich aß und trank, kam fast sofort wieder heraus. Nach einer Woche fingen dann auch die Schmerzen im Unterbauch an. Mein Durchfall wurde schleimiger und es kam auch Blut mit. Das war für mich das Zeichen, dass etwas ganz und gar nicht mehr stimmen konnte. Also ab zum behandelten Hausarzt. Dieser meinte, dass ich das Medikament vorzeitig absetzen soll. Die Zahnschmerzen waren bis dato auch noch nicht ganz abgeklungen.

Nach dem Absetzen wurden die Schmerzen im Zahn schlimmer, die Schmerzen im Bauch aber nicht besser. Es kamen sogar noch Schmerzen im Oberbauch hinzu. Nach einem Röntgenbild konnte auch nicht mehr festgestellt werden. Ich fühlte mich immer schlapper, konnte nicht mehr arbeiten, kaum das Bett verlassen. An eine Zahn-OP war gar nicht zu denken.

Um die Schädigung meines Darmtraktes durch Clindamycin wieder in den Griff zu bekommen, bekam ich Probiotika vom Hausarzt verschrieben. Noch eine Woche später wurde es langsam besser im Unterleib und im Oberbauch. Der Durchfall ging langsam zurück und ich konnte mein Essen wieder etwas länger in mir behalten.
Propranolol gegen Bluthochdruck - mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Schwitzen, Schlafstörungen und Übelkeit
Wozu habe ich Propranolol verwendet? Mein Blutdruck war sehr hoch, mein Herzschlag entsprechend schnell. Aus diesem Grund kam ich nur schwer zur Ruhe, sondern hörte ständig das Schlagen meines Herzens in meinen Ohren. Hinzu kommt, dass ich gerade bei Wetterumschwüngen sehr unter Migräneanfällen leide. Dies war im Grunde die Ausgangsposition, weshalb mein Arzt mir zur Verwendung von Propranolol riet.

Im Folgenden kann ich lediglich über meine Erfahrungen mit dem Medikament Propranolol berichten bzw. bezüglich der bei mir auftretenden Nebenwirkungen. Besonders häufig traten während meiner vergleichsweise kurzen Medikamentenphase Müdigkeit und Kopfschmerzen auf. Zudem hatte ich das Gefühl, ständig auf Achse sein zu müssen und ich konnte nicht zur Ruhe kommen. Aus diesem Grund schwitzte ich übermäßig viel, insbesondere nachts, während ich versuchte, zu schlafen.

Das war allerdings eines der größten Probleme, die die Medikamenteneinnahme mit sich brachte – meine andauernden Schlafstörungen. Nachdem ich die Tabletten etwa eine Woche eingenommen hatte, zeigten sich zudem eine übermäßige Magenempfindlichkeit und Übelkeit. Neben den Schlafstörungen kann es nach einigen Tagen auch zu weiteren Magen-Darm-Beschwerden. Mir war zwar bewusst, dass es sich um Nebenwirkungen handeln wird, versuchte ich es dennoch, durchzuhalten. Der Gedanke, dass sich der Körper auch dran gewöhnen kann, stand dahinter. Erst dann ging ich zum Arzt, um diesem von den auftretenden Nebenwirkungen in Kenntnis zu setzen. Allerdings konnte ich das Medikament nicht sofort absetzen, sondern musste die Dosis zunächst reduzieren. Danach ging es mir deutlich besser, die Nebenwirkungen sind vergleichsweise schnell abgeklungen.

Die Dosierung ist bei jedem Verwender individuell anzupassen, aber ich musste morgens und abends eine Tablette (STADA 40 mg) unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Dies erfolgte über einen Zeitraum von zwei Wochen, danach durfte ich die Dosis langsam reduzieren und absetzen, da sich Nebenwirkungen zeigten. Im Übrigen bin ich weiblichen Geschlechts und Baujahr 1984.
Ciprofloxacin
Ich nahm die 1. tablette mit wasser ein. Nach ungefähr 10.min bemerkte ich wie mein rechter Arm anfing zu schmerzen ab der schulter. Mein beiden schulterblätter sowie halswirbelsäule schmerzten. Beide knie brannten. Genauso wie meine Augen. Als hätte ich keine Flüssigkeit mehr im Auge. Wahnsinnigen kopfdruck als würde ein eisenring meinen kopf umschließen. Inneren augendruck. Atemprobleme. schmerzen untere lendenwirbel. Angst. Gefühl als wäre alles Unreal. Steifheit im rechten Arm inkl.geschwollene finger. Schlapp und müde. kribbelgefühl im Gesicht.
Antibabypille Femigoa - mit Haarausfall, brüchigen Nägeln, empfindlichen Brüsten und mehr
Ich habe schon mit 12 meine Periode bekommen und von Beginn an starke Regelschmerzen verspürt. Erst mit 17 allerdings habe ich, nach Empfehlung meiner Frauenärztin, die mich aber auch darauf aufmerksam machte, dass ich ab jetzt hormonell in einem anderen Körper lebe, dann die Antibabypille Femigoa genommen. Tatsächlich konnte ich eine Verminderung der Regelschmerzen erreichen, habe aber dafür empfindlichere Brüste bekommen, die schnell schmerzten. Außerdem kam mein vorher sehr regelmäßiger Zyklus durcheinander und in den ersten Monaten der Einnahme hatte ich öfter ein oder zwei Monate überhaupt keine Regelblutung. Daneben haben sich schon relativ bald weitere Nebenwirkungen gezeigt. Meine Stimme hat sich verändert und ich konnte manche Töne nicht mehr singen. Meine sonst nicht zu Unreinheiten neigende Haut wurde schlechter und schlechter. Zusätzlich sind meine Nägel brüchig und weich geworden und teilweise stark bis ins Nagelbett eingerissen. Auch habe ich deutlich mehr Haare verloren als sonst, die dann allerdings mit der Zeit wieder nachgewachsen sind und in Form von Stoppeln auf der Kopfhaut zu sehen waren. Innerhalb des ersten Jahres der Femigoa-Einnahme habe ich zudem sieben Kilo zugenommen, was ich im Nachhinein auch der Wirkung der Antibabypille zuschreibe.

Nach einiger Zeit der Einnahme hatten sich die oben genannten Symptome verbessert. Allerdings litt ich dann plötzlich unter starken Kopfschmerzen und Migräneanfällen. Nur durch Zufall brachte mich meine Frauenärztin darauf, dass dies bei vielen Frauen häufig in dem Zeitraum, in der die Blutung in der Einnahmepause dann einsetzt, der Fall ist und als ich das beobachtet hatte, stellte ich fest, dass dies auch bei mir so war. Nachdem ich dann auch noch häufiger Schmerzen in den Beinen hatte, riet mir meine Ärztin zum Absetzen der Pille, da sie meinte, es könne eine beginnende Thrombose vorliegen.

Nachdem ich die Antibabypille Femigoa dann auch tatsächlich einige Zeit abgesetzt hatte, sind mir noch zwei weitere starke Veränderungen aufgefallen. Die Libido, die offensichtlich in der Zeit der Pilleneinnahme stark abgenommen hatte, was allerdings mehr ein schleichender Prozess gewesen war, kehrte wieder zurück. Die sonst öfter vorherrschende Müdigkeit und Trägheit war ebenfalls plötzlich verschwunden. Gleichzeitig gingen die Symptome des prämenstruellen Syndroms stark zurück. Während ich vorher in manchen Zyklusphasen enorm aggressiv und leicht reizbar war, spürte ich diese zyklusbedingten Schwankungen nach einiger Zeit ohne Pille immer weniger und fühlte mich insgesamt auch in der Zeit der Periode emotional ausgeglichener und weniger launenhaft.

Einnahme der Femigoa: 1 mal täglich, 21 Tage am Stück für 8 Jahre
Olanzapin (Marke Zyprexa) gegen bipolare Störung - mit Gewichtszunahme, Langsamkeit, Müdigkeit, Depression und Harninkontinenz
Aufgrund einer Bipolaren Störung wurde mir bei meiner Diagnose ans Herz gelegt das Olanzapin (Handelsname war Zyprexa) einzunehmen. Da ich den Ärzten vertraut hatte, nahm ich das Olanzapin für ca. zwei Jahre ein. In diesen Jahren hab ich stark zugenommen. Ich ging regelrecht auf wie ein Hefeteig. Das sah man sogar meinem Gesicht an. Zu dem kam, dass ich in allem langsamer wurde. Ich bewegte mich langsamer. Ich sprach langsamer. Sogar dachte ich langsamer. Ich war wie ein Roboter. Das schlimme dabei war, dass man es mir von außen sogar stark angemerkt hatte. Ich wirkte total abgestumpft und ich fühlte mich auch so. Von Konzentration oder Kreativität war keine Spur.

Was für mich den Alltag nur schwer zu bewältigen war, ist dann noch die Müdigkeit gewesen. Es war eine Müdigkeit als hätte ich schon morgens eine starke Schlaftablette genommen. Hatte ich es geschafft zur Arbeitsmaßname zu erscheinen, so ging ich doch wieder nach Hause wegen Müdigkeit und der Kopf sowieso nur auf dem Tisch lag. Meistens war ich so müde, dass ich morgens schon die Stunden zählte, bis ich wieder in mein Bett schlafen gehen konnte.

Das Olanzapin sollte mir in meiner Erkrankung eigentlich helfen, jedoch drückte es mich nur noch mehr runter in die Depression, statt mich in der Waage zu halten.

Als ich dann darauf hingearbeitet habe das Olanzapin ausschleichen zu lassen, bekam ich eine Harninkontinenz – ich musste also ständig zur Toilette und konnte den Harndrang nicht immer halten. Das war dann ein weiterer Grund das Olanzapin endgültig abzusetzen.

Mein Fazit ist, dass ich in diesen zwei Jahren, in denen ich das Olanzapin genommen hatte, kostbare Zeit meines Lebens verloren habe. Ich rate bis heute jedem, der sich für Medikamente, die gegen Depressionen oder Ähnliches sind, entscheidet, bloß die Finger von dem Olanzapin zu lassen.

Meine Dosierung: 5 – 15 mg für 2 Jahre.
Antibabypille Mona Hexal - mit Blasenentzündungen, Depressionen, Gewichtszunahme, Bindehautentzündungen und mehr
Mit etwa 17 Jahren bekam ich von meiner Frauenärztin Mona Hexal verschrieben, die nicht nur der Verhütung dienen, sondern auch zur Verbesserung meiner Akne beitragen sollte. Anfangs war ich mit der Pille sehr zufrieden. Meine Haut besserte sich schnell und meine Blutung war kaum noch schmerzhaft. Es traten ab und an leichte Stimmungsschwankungen auf, die ich aber nicht mit dem Medikament in Verbindung brachte.

Nach 2 Jahren bemerkte ich allerdings, wie ich allmählich immer anfälliger für Krankheiten wurde, was sonst nie der Fall war. Ich bekam Hautausschläge, Kopfschmerzen und hatte regelmäßig Blasenentzündungen. Zudem veränderte sich mein Körper über die Jahre langsam zum Schlechteren. Ich war eigentlich immer müde, ich nahm deutlich zu, rutschte irgendwann in Depressionen ab und hatte regelrechte Fressattacken. Dazu kamen viele kleinere Nebenwirkungen wie Abnahme der Libido und Probleme mit Kontaktlinsen (dauerhafte Bindehautentzündung). Nachdem sich all diese Symptome über die Zeit entwickelt hatten, kontaktierte ich meine Frauenärztin. Diese versicherte mir, dass die Mona Hexal eigentlich sehr gut verträglich ist und sie eher davon ausginge, dass die Beschwerden von der Kälte im Winter und Heizungsluft kämen. Damit hatte ich mich auch erst einmal abgefunden.

#Ich nahm die Pille weiterhin und es ist wohl unnötig zu sagen, dass sich die Probleme nicht gerade besserten. Schließlich informierte ich mich über hormonfreie Verhütung und entschied mich mit 21 Jahren für die Kupferspirale, nachdem ich bei mir nicht weniger als 28 Nebenwirkungen in der Packungsbeilage der Mona Hexal gezählt hatte. Meine Frauenärztin riet mir davon ab, da die Kupferspirale eher etwas für Frauen wäre, die schon einmal Kinder bekommen hätten. Mit meinem Anliegen bin ich dann zu einer anderen Frauenärztin gewechselt, die mir, wenn auch widerwillig, die Spirale eingesetzt hatte. Schon nach wenigen Tagen waren viele der kleineren Nebenwirkungen verschwunden oder hatten sich zumindest verbessert. Ich konnte wieder Kontaktlinsen tragen und ich konnte meinem Körper fast dabei zusehen, wie er die Wassereinlagerung abbaute und ich schlanker wurde. Jetzt, nach etwa 1 ½ Jahren, hat sich mein Hormonhaushalt wieder eingependelt, meine Laune hat sich deutlich verbessert und ich werde kaum noch krank. Blasenentzündungen hatte ich, seit Absetzen der Pille, keine mehr. Einen Nachteil hatte die hormonlose Verhütung allerdings: Die Akne kam zurück. Mit Blick auf all die Nebenwirkungen war dies aber hinnehmbar und ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde!
Buscopan (Butylscopolaminbromid) - mit hoher Herzfrequenz und Blutdruckabfall (niedriger Blutdruck)
Meine Erkrankung ist das Reizdarm Syndrom. Ich reagiere sehr auf fetthaltige Speisen. Auch wenn Termine anstehen, bekomme ich Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Deshalb versuche ich mittlerweile, Termine zu meiden, was natürlich nicht möglich ist. Bin eine Mutter mit mehreren Kindern und mein Freund lebt im Ausland. So bleiben alle Termine an mir hängen.

Mein Hausarzt versuchte erst ein anderes Medikament aus, später empfahl er mir, den Stress nicht so sehr an mich zu lassen und nur noch leichte Kost zu mir zu nehmen. Letzteres ist umsetzbar, Stress mit mehreren Kindern aller Altersklassen (drei bis 22 Jahre) im Haus, die ständig Termine mit nach Hause bringen, ist leider unumgänglich.

So verschrieb mir der Arzt Buscopan mit dem Hinweis, dass dieses Medikament sehr gut verträglich wäre. Bei mir war das nicht so. Magenbeschwerden und Durchfall blieben. Hier kann ich nicht sagen, ob es die Nebenwirkungen waren oder immer noch meine Probleme. Was neu hinzukam und definitiv mit dem Medikament zu tun hatte war die Erhöhung der Herzfrequenz. Mein Puls lag bei über 120. Zeitgleich der Blutdruckabfall. Dieser war bei ca. 90 zu 48 und reichte, für Ohnmachtsanfälle meinerseits. Nach Rücksprache mit dem Arzt am dritten Tag der Einnahme meinte der Arzt, dass sich das noch einspielen würde. Als es sich auch nach einer Woche noch nicht gebessert hatte und die Müdigkeit, ebenfalls eine Nebenwirkung mich nicht mehr so arbeiten ließ, wie ich es gewohnt war, setzte ich das Medikament mit Absprache des Arztes nach einer Woche ab.

Schade, dass das Buscopan mehr Nebenwirkungen hatte, als es mir helfen konnte. Zudem stand auf der Liste der Nebenwirkungen Erbrechen mit dabei, wie bei fast allen Medikamenten. Da ich unter Emetophobie leide, hat mir dieses Wort alleine schon Angst gemacht. Wir suchen nun weiter nach einem geeigneten Medikament für mich.
Antibabypille Valette - mit vermehrten Blutungen, Müdigkeit, Bauchschmerzen und Stimmungsschwankungen
Nachdem ich 6 Monate nach Beginn der Einnahme meiner ersten Antibabypille noch immer starke Hautprobleme hatte und das Gefühl hatte, dass dieses Medikament nicht zu mir passt, bat ich meinen Frauenarzt darum, mir ein anderes Präparat zu verschreiben. Er kam meiner Bitte nach und empfahl mir die Valette.

Anfangs war ich absolut zufrieden mit der Wirkung. Der Zyklus war regelmäßig, immer an Tag 3 der einnahmefreien Woche bekam ich die Abbruchblutung, welche ungefähr 5 Tage anhielt. Auch mein Hautbild verbesserte sich deutlich. Ich hatte weder Schmerzen noch sonstige Beschwerden und war der Meinung, eine gute Wahl getroffen zu haben, zumal mir neben dem Arzt auch eine Freundin bestätigte, dass sie mit der Valette schon viele Jahre sehr zufrieden ist. Ich nahm diese Pille fast 2 Jahre ein, als ich plötzlich mitten im Zyklus völlig unerklärliche Blutungen bekam. Der Frauenarzt wusste keinen Rat, war aber der Meinung, ich solle das Medikament weiter nehmen. Aus anfänglich sporadischen Zwischenblutungen wurden innerhalb von wenigen Wochen durchgehende Blutungen, sowie ein permanentes Gefühl der Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Auch kamen bald starke Bauchschmerzen hinzu. Da ich kurz darauf an einem Magen-Darm-Virus erkrankte, dachte ich zunächst, die Beschwerden seien Vorzeichen des Virus gewesen. Ich kurierte mich insgesamt 2 Wochen aus, doch die Grundsymptomatik verbesserte sich nicht.

Daraufhin holte ich mir eine Zweitmeinung von einem anderen Gynäkologen ein, der mir empfahl, die Valette abzusetzen. Er war sich sehr sicher, dass die andauernden Blutungen, Bauchschmerzen und die Mattheit Nebenwirkungen der Pille waren. Kurz nach Absetzen der Valette bildete sich durch den Hormonumschwung leider eine Eierstockzyste, die operativ entfernt werden musste. Nach dieser OP wechselte ich auf Empfehlung der Ärzte zu hormonfreier Verhütung, um meinem Körper weitere Umschwünge zu ersparen und so die Bildung weiterer Zysten zu verhindern. Leider verschlechtere sich mein Hautbild dadurch wieder deutlich. Jedoch traten andere erfreuliche Besserungen ein: Mein gesamtes Befinden besserte sich und auch ohne Pille hatte ich einen absolut regelmäßigen Zyklus ohne Schmerzen. Auch wurde ich von meinen Freunden häufig darauf angesprochen, ich sei viel ausgeglichener und fröhlicher. Stimmungsschwankungen und leichte depressive Verstimmungen, die ich zuvor gehabt hatte, hatte ich zunächst gar nicht auf die Pille zurück geführt. Jedoch waren diese offenbar ebenfalls eine Nebenwirkung der Valette.
Antibabypille Valette - mit Blasenentzündungen
Der Arzneizettel der Valette (von Jenapharm) umfasst eine Aufstellung der möglichen Nebenwirkungen. Harnwegsinfektionen sind bei der Einnahme der Valette gelegentlich zu erwarten. Die entscheidenden Wirkstoffe der Valette sind Ethinylestradiol und Dienogest.

Nachdem das im Vorfeld verschriebene Verhütungspräparat bei mir einen Scheidenpilz ausgelöst hatte, entschied mein damaliger Gynäkologe, das Präparat durch die Valette zu ersetzen. Nach den ersten wenigen Wochen der Einnahme konnte ich persönlich zuerst keine Neben- und Wechselwirkungen wahrnehmen. Allerdings hatte ich plötzlich Schwierigkeiten mit Blasenentzündungen. Von der ersten bis zur letzten Erkrankung ergaben sich für mich immer noch keine Bedenken, dass ein direkter Zusammenhang zur Antibabypille bestehen könnte.

Jedenfalls stellte es sich so ein, dass ich mit pünktlicher Zuverlässigkeit während der zweiten Woche eines jeden Monats mit Schmerzen im Unterleib und beim Wasserlassen einen Arzt aufsuchen musste. Es ergab sich zufällig zu dieser Zeit, dass ich aufgrund eines Umzugs einen neuen Hausarzt konsultiert habe. Vielleicht liegt diesem Umstand zugrunde, dass es erst eine ganze Weile dauerte, bis ein Mediziner den Rat von Fachärzten empfohlen hatte.

Darum hatte ich nach etwa fünf Monaten Einnahme der Valette entschlossen, zuerst einen Gynäkologen und bei Bedarf einen Urologen aufzusuchen, um der Sache mit der Blase auf den Grund zu gehen. Hinzu kam außerdem, dass zur Behandlung der bakteriellen Blasenentzündungen stets Antibiotika und dergleichen verschrieben wurden, sodass die sichere Wirksamkeit der Pille zusätzlich eingeschränkt war. Zwar habe ich die Valette weiter eingenommen, doch zur Sicherheit habe ich zusätzlich auf Kondome zurückgegriffen, zumal die Blasenentzündungen dies ohnehin erforderten.

Während des Gesprächs mit dem Gynäkologen kam zum ersten Mal die Vermutung auf, dass die zyklisch sehr auffällig regelmäßigen Blasenprobleme mit großer Gewissheit im Zusammenhang mit der Valette stehen würden. Der Arzt hat infolge dessen eine ähnliche Verhütungspille verschrieben und von intensiven Untersuchungen abgesehen. Auf seinen Rat hin habe ich das vorherige Präparat sofort abgesetzt und die verschriebenen Antibiotika bis zum Schluss eingenommen. Mit dem darauf folgenden Zyklus habe ich begonnen, die neue Antibabypille einzunehmen. Das ist bereits einige Jahre her und bisher gibt es keine Probleme.
Venlafaxin (Trevilor retard) - mit Übelkeit, Appetitlosigkeit und Schwitzen
Ich hatte schon einige Antidepressiva ausprobiert aber nur mit mäßigem Erfolge. Venlafaxin hilft mir jedoch sehr gut.

Nebenwirkungen hatte und habe ich natürlich. Aber die anderen Antidepressiva hatten auch Nebenwirkungen. In den ersten Wochen der Einnahme hatte ich Magenprobleme. Mit war häufig übel und ich hatte kaum noch Appetit. Dann hat sich das jedoch wieder normalisiert. Nicht gelegt hat sich, dass viel schwitze. Das hatte ich vorher nicht. Es ist nervig aber ich kann damit leben.

Mehr Nebenwirkungen hatte ich bisher nicht. Ich nehme das Medikament seit 5 Monaten in einer jetzigen Dosis von 150mg. Die ersten Wochen hatte ich die Dosis eingeschlichen. Der Makenname ist "Trevilor retard". Das Venlafaxin hilft mir gut und ich werde es sicherlich noch ein paar Monate einnehmen.