Neueste Nebenwirkungsberichte

Antibabypille Madonella - mit Migräne, Bauchschmerzen und geschwollenen Beinen
Der Weg, die richtige Antibabypille zu finden, war sehr beschwerlich. Bevor ich überhaupt die Pille verschrieben bekommen durfte, musste ich bei meinem Frauenarzt eine Blutabnahme durchführen. Vorab musste nämlich abgeklärt werden, ob ein Risiko betreffend Thrombose besteht. Da das Ergebnis negativ war, bekam ich mein Rezept. Die ersten Monate wechselten die verschriebenen Pillen oftmals, da mein Arzt und ich noch auf der Suche nach der richtigen Pille waren. Daher bekam ich eines Tages das Rezept für die Pille Madonella (Wirkstoffe: Levonorgestrel 0,15 mg und Ethinylestradiol 0,03 mg). Meine erste Begeisterung zeigte sich in der Apotheke, da die Packung, verglichen zu den anderen, nur ein Drittel kostete. Ausgehend von der Tatsache, alle drei Monate ein Folgerezept zu brauchen, war die preisliche Komponente schon ein Pluspunkt für mich.

Die Freude über diese Pille währte aber nicht lange. Ich hatte die Pille nur eine Woche in Verwendung, als die ersten Nebenwirkungen auftraten. Zu Beginn nahm ich leichte Bauchschmerzen wahr, schob diese aber meiner Ernährung oder einer bloßen Magenverstimmung zu. Eine weitere Veränderung war für mich das unangenehme Gefühl in meinen Beinen und die sichtbare Schwellung. Aus den Jahren zuvor wusste ich, dass meine Beine im Bereich der Waden und Knöchel für Schwellungen empfindlich waren. Doch diese gingen oftmals einem Grund voraus, zum Beispiel übermäßiger Anstrengung. Doch die damaligen Schwellungen waren spürbar unangenehmer, wodurch hinhocken praktisch unmöglich wurde. Wie die Bauchschmerzen tat ich sie als lästige Nebenwirkung ab und war bereit die Pille Madonella weiterhin zu nehmen, obwohl mein Arzt bei jedem Besuch meinte, dass ich bei Beschwerden sofort kommen sollte.

Das Angebot musste ich kurze Zeit später jedoch tatsächlich in Anspruch nehmen, als ich eines Morgens mit stechenden Schmerzen oberhalb meines linken Auges wach wurde. Obwohl ich vorher noch nie Migräne hatte, wusste ich sofort, was mit mir los war. Das bloße Öffnen der Augen versetzte mir einen regelrechten Stich im Kopf und nur Sekunden später musste ich mich auch schon übergeben. Am selben Tag habe ich die Einnahme von Madonella abgebrochen und hatte seither nie mehr Migräne.

Meine Dosierung war gering und ich nahm sie nur zehn Tage.
Tramadol Tropfen - mit Übelkeit, Benommenheit (benebelt im Kopf), Abhängigkeit und Appetitlosigkeit
Ich wurde 2013 wegen mehrfachen Bandscheibenproblemen mit Tramadol behandelt.

Aufgrund anderer Erkrankungen vertrage ich viele andere Schmerzmittel nicht, außerdem waren die Schmerzen so stark, dass ich kaum noch laufen und mich bewegen konnte. So kam es zur Behandlung mit Tramadol-Tropfen (Tramadol - ct 100mg/ml Tropfen). Ich habe das Medikament über ungefähr sechs Wochen täglich einnehmen müssen. Dabei wurden die Schmerzen wirklich erträglich, sodass ich auch zur Physiotherapie gehen konnte.

Trotzdem bemerkte ich gerade am Anfang ein paar Nebenwirkungen. Mit den ersten Einnahmen, ich habe mich übrigens immer sehr genau an die Packungsanleitung und die Anweisungen meiner Ärzte gehalten, wurde mir furchtbar übel. Einmal musste ich mich sogar übergeben.

Ich war in den ersten zwei Wochen wie auf Drogen und ziemlich benebelt im Kopf. Das legte sich zum Glück ein wenig. Doch auch wenn das "benebelte Gefühl" nicht mehr so stark war, blieb doch eine Gemütsveränderung. Das Tramadol wirkte wie ein Stimmungsaufheller und ich hatte das Gefühl, das ich jeden Tag diese Dosis brauche. Wie ich jetzt kann Tramadol abhängig machen und ich muss schon sagen, das ich wirklich das dringende Bedürfnis verspürte dieses Medikament immer wieder zu nehmen.

Es fiel mir sehr schwer, nach der Behandlung aufzuhören. Ich habe es zwar getan, doch den Drang und das Verlangen spürte ich noch lange. Während der Behandlung kam dazu, das ich keinen Appetit mehr hatte und kaum, noch was gegessen habe. Dadurch habe ich stark abgenommen. Ich konnte mich auch auf der Arbeit kaum konzentrieren. Auch privat stand ich ständig neben mir und konnte weder Gesprächen noch Filmen oder sonstigen Dingen folgen. Auto fahren konnte und durfte ich damit nicht mehr. Dieses "benebelte Gefühl" war neben dem Drang das Medikament zu nehmen, wirklich die stärkste Nebenwirkung. Alle anderen verliefen sich nach ein bis zwei Wochen.
Salbutamol Spray gegen Heuschnupfen - mit Kopfschmerzen und Herzrasen
Ich leide sehr stark unter Heuschnupfen. Vor allem im Frühjahr, wenn die Zeit der Birkenpollen ist, bin ich stark beeinträchtigt. Da ich sehr gern Sport mache und nicht darauf verzichten will, hab ich zu dieser Jahreszeit ein großes Problem. Denn ich trotz verschiedener Antiallergikum-Tabletten mit Atembeschwerden kämpfen. Seit zwei Jahren nehme ich nun in dieser den Salbutamol Spray. Früher habe ich diesen nur bei akuten Atembeschwerden genommen. Seit diesem Jahr nehme ich den Salbutamolspray einfach zwei Wochen lang. Und ich bin absolut zufrieden! Das Atmen fällt mir sofort wieder leichter, und die Pfeifgeräusche beim Atmen treten so gut wie gar nicht mehr auf.

Leider hat der Spray jedoch auch ein paar Nebenwirkungen. Wenn man diese jedoch in das Verhältnis zu dem Nutzen des Sprays stellt, würde ich trotzdem nicht auf den Salbutamolspray verzichten.

Bisher hatte ich folgende Nebenwirkungen:
Regelmäßig bekomme ich leichte Kopfschmerzen, wenn ich den Spray inhaliere. Es tritt meistens nach einer Woche auf. Sobald ich den Spray wieder absetze, verschwinden auch die Schmerzen. Ich leide sehr häufig unter Kopfschmerzen und denke, dass ich für diese Art von Schmerz eh sehr anfällig bin. Es gibt eigentlich fast kein Medikament, dass ich einnehmen kann, ohne unter Nebenwirkungen zu leiden.

Als ich den Salbutamolspray das erste Mal inhaliert habe, hatte ich das Gefühl leichtes Herzrasen zu bekommen. Ich fühlte mich auch leicht unruhig und nervös. Deshalb nehme ich den Salbutamol Spray nur noch, wenn ich absolut entspannt und ruhig bin. Also morgens nach dem Aufstehen oder abends, wenn ich ruhig sitze. Nach dem tiefen inhalieren des Sprays, gönne ich mir circa zehn Minuten Ruhe. So hab ich diese etwas unangenehme Nebenwirkung gut in den Griff bekommen.

Ansonsten hatte ich bei dem Inhalieren mit Salbutamol bisher keine Nebenwirkungen.
Antibabypille Yasminelle - mit Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Schmierblutungen
Nachdem ich 6 Jahre die Pille Petibelle 0.03mg/3mg eingenommen und sehr gut vertragen habe, musste ich aufgrund meines Umzugs ins Ausland auf die Yasminelle 0.02mg/3mg umsteigen.

Nach einem Gespräch mit der Frauenärztin habe ich dann auch bedenkenlos die Pille angefangen einzunehmen. Schon im ersten Monat habe ich Veränderungen an meinem Verhalten gemerkt. Ich habe mich schnell aufgeregt, obwohl ich ein sehr gelassener Mensch bin und war einfach nicht gut drauf. Meine schlechte Laune habe nicht nur ich bemerkt, sondern auch mein Umfeld. Anfangs habe ich gedacht, das ist jetzt nur die Umstellung und es wird sich schnell wieder legen. Doch auch nach sechs Wochen hat sich immer noch nichts verändert. Ich war jeden Tag ohne Grund traurig, wollte mit niemanden reden und das Lachen habe ich in der Zeit auch verlernt. Meine Stimmungsschwankungen waren so extrem, dass ich mich regelrecht zu Hause verkrochen habe. Zudem war ich dauerhaft müde und bin morgens kaum aus dem Bett gekommen, was davor für mich nie ein Problem war. Ich denke schon, dass das Nebenwirkungen der Antibabypille waren. Erst nach acht Wochen habe ich Besserungen gemerkt.

Nachdem ich die Pille dann schon einen Zyklus durch genommen habe, bekam ich zudem ab dem zweiten Zyklus immer wieder Schmierblutungen. Die Schmierblutungen gingen dann auch nicht direkt wieder weg, sondern hielten zwei bis drei Tage oder länger an. Meist begannen die Blutungen 10 bis 14 Tage, bevor ich meine reguläre Periode bekam. Auch hier dachte ich, dies wird sich schon wieder einspielen und die Schmierblutungen werden verschwinden. Nach einem halben Jahr hat sich aber noch immer nichts geändert. Jeden Monat bekam ich während der Einnahme der Pille Yasminelle Blutungen, immer zur gleichen Zeit. Zudem hatte ich bemerkt, dass sich an meiner Wade Krampfadern gebildet haben, die davor nicht vorhanden waren. Nach sieben Monaten bin ich dann wieder zu meiner Frauenärztin und habe darauf bestanden, eine andere Pille zu bekommen.

Ich habe die Pille Yasminelle sieben Monate eingenommen, täglich eine Pille jeden Abend um 21 Uhr.
Antibabypille Maxim - mit Kopfschmerzen und Schmerzen in den Brüsten
Mir wurde die Pille Maxim verschrieben, da ich durch meine alte Pille starke Pickel im Gesicht bekommen habe. Die Pille wirkt besonders gut gegen Akne und ich war auch wirklich zufrieden.

Schon nach dem ersten Monat der Anwendung wurden die Pickel deutlich weniger und nach zwei Monaten waren diese gänzlich verschwunden.
Der Zyklus war regelmäßig und es gab keine Zwischenblutungen. Nach drei Tagen ohne Pille bekam ich meine Abbruchblutung und diese dauerte meist vier bis fünf Tage. Ich hatte weniger Schmerzen als ohne Pille und war an sich rundum zufrieden mit der Pille. Mein Körper veränderte sich ebenfalls zum Guten. Ich nahm ein bisschen zu, was mir nicht schadete und so wurde mein ganzer Körper auch etwas weiblicher. Ich war also wirklich glücklich mit der Pille.

Nach etwa einem Jahr der Anwendung bekam ich immer häufiger Kopfschmerzen, die ich zunächst auf meinen verspannten Nacken schob. Diese Schmerzen waren recht stark und ich war häufig auf Tabletten angewiesen. Als diese Kopfschmerzen auch nach einer Menge Massage und Physiotherapie nicht besser wurden, blieb nur noch Nebenwirkungen der Pille als Ursache übrig. Ich hatte auch immer häufiger Schmerzen in den Brüsten und es tat teilweise schon wirklich weh, wenn ich diese nur berührt habe. Diese Schmerzen kamen nicht wie zunächst gedacht von zu engen BHs. Nachdem ich größere trug und die Schmerzen trotzdem nicht besser wurden, musste ich nach einer neuen Ursache suchen. Auch die Schmerzen in den Brüsten und das Spannungsgefühl kam von der Pille.
In jeder Pause wurden diese Symptome besser und ließen nach. Also wurde mir immer klarer, dass es Nebenwirkungen der Pille sind.

Ich meldete mich bei meinem Frauenarzt und dieser riet mir, die Pille abzusetzen.
Fluoxetin gegen Depressionen - mit Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit, Gereiztheit, schlechter Laune, Übelkeit und Verstopfung
Aufgrund einer starken Essstörung und damit verbundenen Depressionen, bekam ich von meinem Hausarzt das Antideppressivum Fluoxetin-ratiopharm 20 mg verschrieben, welches ich täglich zu meiner Therapie einnehmen sollte. Ich habe mich jahrelang dagegen gewehrt und zu guter Letzt dann doch zugestimmt. Die ersten Tage, an denen ich es einnahm, merkte ich noch keine wirklichen Veränderungen, was sich allerdings nach etwa einer Woche drastisch änderte.

Ich wurde in der Nacht immer wieder wach und konnte einfach nicht mehr durchschlafen. Tagsüber dagegen war ich tot müde und konnte mich kaum auf etwas konzentrieren. Ich war antriebslos und meist schlecht gelaunt, was sich natürlich auf meine Ausbildung auswirkte. Auch mit meinen Freunden wollte ich kaum noch Zeit verbringen. Schon geringste Kleinigkeiten konnten mich auf die Palme bringen, da mein Nervenkostüm sehr dünn wurde. Zudem war ich oft traurig und wusste nicht wieso. Ich habe gemerkt, dass mit meinem Körper irgendwas passierte und ich keine Macht hatte, etwas zu verändern. Auch hatte ich Angst, nach einer gewissen Zeit, das Medikament einfach abzusetzen. obwohl ich immer wieder mit dem Gedanken spielte.

Durch die Einnahme des Fluoxetin musste ich ständig mit Übelkeit kämpfen und hatte die erste Zeit fast keinen Hunger. Auch an Verstopfungen und Verdauungsstörungen litt ich. Es war für mich sehr schockierend am eigenen Leib zu erfahren, was ein Medikament anrichten kann, obwohl es doch eigentlich als Hilfe gedacht ist. Erst nach einigen Wochen hat sich das Ganze soweit eingespielt, dass ich das Antidepressiva angefangen habe zu vertragen. Ich fing an Besserungen zu spüren und konnte auch wieder lachen. Etwa zwei Monate hat es gedauert, bis mein Körper das Medikament Fluoxetin akzeptiert hat. Ich habe es fast 3 Jahre eingenommen und dann sehr langsam abgesetzt, damit nicht wieder Nebenwirkungen eintreten.

Meine Dosierung war 2 mal am Tag morgens und abends eine Kapsel (20 mg).
Antibabypille Bellissima - mit langer Periode, starker Regelblutung, Unterleibschmerzen, Blähungen und Kälteempfindlichkeit
Ich habe nun 4 Jahre die Bellissima®-Pille (Ethinylestradiol und Chlormadinon) zur Empfängnisverhütung genutzt. Außerdem hatte ich schlimme Hautprobleme (fettige Haut und Haare) weshalb ich die Pille auch als Hautpille von meinem Frauenarzt verschrieben bekommen habe. Die fettige Haut ist dadurch auch tatsächlich besser geworden. Bei der Einnahme habe ich keine Nebenwirkungen bewusst wahrgenommen. Da wir aber jetzt einen Kinderwunsch haben, habe ich die Pille vor vier Monaten abgesetzt und merke, welche Symptome ich nun nicht mehr habe, sprich, was tatsächlich als Nebenwirkung von der Pille zurückzuführen ist. Andere Medikamente habe ich nicht mit eingenommen.

Während der Einnahme hatte ich zum Beispiel eine regelmäßige aber auch sehr starke Regelblutung. Meine Periode war im Vergleich zu jetzt auch sehr lang. Während meine Periode jetzt nur 3 Tage dauert, war sie bei der Pilleneinnahme ca. 7 Tage.

Auch meine Unterleibtsschmerzen sind nun vollständig verschwunden. Gerade am Anfang meiner Periode hatte ich bei der Pilleneinnahme immer starke Unterleibsschmerzen und Blähungen, was nun alles nahezu vollständig weg ist. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, habe ich wieder eine sehr fettige Haut, sowie Schweißausbrüche bekommen. Auch mein Hormonhaushalt fährt gerade Achterbahn - und nein ich bin nicht Schwanger. Hoffe, dass sich das alles mit der Zeit wieder einpändelt. Ein weiteres Phänomen sind meine kälteempfindlichen Füße. So konnte ich während der Pilleneinnahme nicht in sehr kaltes Wasser gehen (etwas kälter, als Freibadtemperaturen) da meine Füße dann einen reißenden Schmerz hatten, ähnlich, als würden sich die Aderns krampfhaft zusammenziehen oder reißen. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, wird das mit den Schmerzen alles allmählich besser.

Eingenommen habe ich die Bellissima 1 x täglich vor dem Schlafen gehen mit etwas Wasser. Insgesamt habe ich die Pille nach meiner Stillzeit 4 Jahre genommen.
Theophyllin gegen Atemnot bei COPD - mit Durchfall
Seit mehreren Jahren leide ich unter der Krankheit "chronic obstructive pulmonary disease", welche auch unter der Kurzform als "COPD" den Menschen bekannt ist. Im Laufe der Zeit fällt das Atmen immer schwerer und Medikamente sollen helfen die Bronchien wieder zu erweitern. Neben einem Notfallspray und einem weiteren Spray bekam ich von meinem Lungenarzt auch das Medikament Theophyllin verordnet. Dieses Medikament wird oral eingenommen und soll verhindern, dass es zu einer Atemnot kommt. Mein Notfallspray sollte nicht zu häufig angewendet werden, da dieses Medikament auch das Herz schädigen würde. Um so etwas zu verhindern, wurde mir Theophyllin verordnet. Nun habe ich von dem Theophyllin jeweils früh und abends eine Kapsel zu mir nehmen müssen.

In den ersten Tagen war ich von dem Medikament begeistert, obwohl auf dem Beipackzettel eine ganze Reihe von möglichen Nebenwirkungen aufgelistet wurden. Meine Freundin meinte dazu, die Pharmafirmen sichern sich dadurch rechtlich ab. Nach einigen Tagen stelle ich fest, dass ich öfters auf die Toilette musste und der Stuhlgang immer dünner wurde. Am Anfang glaubte ich an eine vorübergehende Erscheinung, denn der Körper muss sich an das neue Medikament erst gewöhnen. Zur Sicherheit las ich den Beipackzettel erneut durch und stellte fest, es kann bei Theophyllin zum Erbrechen und Durchfall kommen. Erbrechen musste ich nicht, aber der Durchfall war keine schöne Sache. Jedes Mall, wenn ich aus dem Haus gehen wollte, habe ich zuvor meinen Darm entleert. Zusätzlich bewegte ich mich nur dort, wo eine Toilette ich der Nähe war. Auch war eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich, deshalb nutzte ich lieber mein Auto. Zur Sicherheit lag immer eine Rolle Toilettenpapier im Kofferraum. In einigen Fällen war die letzte Rettung sich hinter einen Busch zu begeben. Trotzdem ist so eine Sache immer etwas peinlich.

Natürlich kann man wegen der Nebenwirkungen das Theophyllin auf Dauer nicht weiter einnehmen. Wichtig ist auch, niemand sollte ein Medikament selbstständig absetzen, sondern es nur mit der Rücksprache des Arztes tun. So habe ich auf schnellstem Weg meinen Lungenarzt aufgesucht und schilderte mein Problem. Es wurde mir ein anderes Medikament für meine Lunge verordnet. Zusätzlich bekam ich eine Packung Pillen verschrieben, welche gegen Durchfall helfen. Schon am nächsten Tag merkte ich, dass der Stuhlgang fester wurde. Meine Beschwerden verschwanden nach kurzer Zeit und ich konnte wieder ein ganz normales Leben führen. Geblieben ist die Angst, gerade an zu einem ungeeigneten Zeitpunkt auf eine Toilette zu müssen. Deshalb liegt bis zum heutigen Tag immer eine Rolle Klopapier in meinem Auto.
Escitalopram (Cipralex 10mg) gegen geringes Selbstwertgefühl und Depression - mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Durst
Da ich an einem geringen Selbstwertgefühl leide und sehr wenig von mir selbst halte, fiel ich in eine leichte Depression, verbunden mit einer Zwangs- und Angststörung.
Anfangs bekam ich im Beisein von Menschen sofort Panikattacken, ganz besonders, wenn ein Mann unmittelbar in meiner Nähe war. Da dadurch die Lebensqualität enorm eingeschränkt wurde und man sich nicht nur selbst, sondern anderen auf den Wecker ging, beschloss ich mir professionelle Hilfe zu suchen, um meine Probleme aufzuarbeiten.

Mein Psychiater bzw. Hausarzt haben mir das Antidepressivum Cipralex 10mg (Escitalopram) empfohlen. Ich war anfangs gegen jegliche Art von medikamentöser Behandlung, musste nach einigen Jahren im Kampf mit mir selbst aber feststellen, dass ich aus diesem Teufelskreis alleine nicht mehr herauskomme.

Da Cipralex zu den Selektiven Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SSRIs) gehört, hilft es die Serotoninwirkung im Gehirn zu normalisieren und man fühlt sich dadurch entspannter, freier und hat auch nicht mehr diese Angstzustände, die einem die Nächte rauben und den Tag verhauen.

Die Tabletten entfalten die komplette Wirkung nach zirka einem Monat. Ich habe aber nach zwei bis drei Wochen schon eine deutliche Besserung meiner Stimmung gemerkt. Ich konnte die Nächte seit langem endlich wieder durchschlafen.

Eine der, meiner Meinung nach schlimmsten, Nebenwirkungen ist die extreme Müdigkeit am Anfang der Einnahme. Man ist extrem antriebslos, obwohl man sich von seinen Gefühlen her sehr gut fühlt. Was mir hier geholfen hat, war Magnesium. Auch heute, sechs Monate nach der erste Einnahme, nehme ich es noch regelmäßig, da ich nach wie vor ein wenit müde bin.

Mir ist auch aufgefallen, dass ich durstiger bin, als vorher. Vor allem in der Nacht könnte ich literweise trinken.

Weitere Nebenwirkungen sind mir nicht aufgefallen. Ich nehme die Cipralex nun seit gut sechs Monaten und fühle mich, wie schon seit langem nicht mehr, glücklich und mit viel weniger Angst. Was ich auch dazu sagen muss ist, dass man trotz der Tabletten zusätzlich an sich arbeiten muss, da diese nur unterstützend sein sollten. Wer sich aber regelmäßig mit seinem Selbstwertgefühl beschäftigt und sich gutes zuredet sowie positiv denkt, der hat sehr gute Chancen die Tabletten schon bald ausschleichen zu lassen. Ich persönlich werde die Cipralex noch einige Monate nehmen und dann nach Absprache mit meinem Arzt versuchen ohne sie auszukommen. Das Gefühl dee Abhängigkeit, was Antidepressiva leider nachgesagt wird, empfinde ich nicht, im Gegenteil.

Cipralex wird unabhängig von Mahlzeiten einmal täglich eingenommen. Je nach Ansprache mit dem Arzt und Stärke der Krankheit sollte, meiner Erfahrung nach, die Einnahmedauer mindestens sechs Monate dauern.
Sumatriptan gegen Migräne - mit starker Müdigkeit und gelegentlicher Übelkeit
Ich selbst verwende Sumatriptan als Arzneimittel gegen meine mittlerweile sehr häufig auftretende Migräne (anfangs ohne Aura, mittlerweile auch mit), unter der ich mit gesicherter Diagnose seit 2001 leide.

Im Akutfall nehme ich dann Sumatriptan mit einem Glas Wasser ein. Dabei habe ich aber festgestellt, dass mir die Tablette etwas besser bekommt, wenn ich vorher zumindest eine Kleinigkeit gegessen habe.

Nach ca. 30 Minuten beginnt die Tablette dann zu wirken. Die zuvor unerträglichen Migräneschmerzen werden erträglicher, fühlen sich, meiner Meinung nach, nun wie abgedeckt an. Wenn ich Glück habe, dann hält die Wirkung des Medikaments zwischen 10 bis 12 Stunden an. Leider ist es aber mit der Einnahme einer einzelnen Tablette nicht getan. Oftmals muss ich im Laufe eines Migräneanfalls, der bei mir auch gerne bis zu 5 Tage (manchmal auch länger) andauert.

Mittlerweile komme ich im Monat auf durchschnittlich 10 bis 15 Migränetage.

Generell komme ich sehr gut mit diesem Medikament zurecht. Ich erachte es als sehr zuverlässig, würde mir aber manchmal doch wünschen, dass die Wirkungszeit bei mir mehr als maximal 12 Stunden anhalten würde. Ebenso würde ich mir wünschen, dass es ausreichend wäre, nur eine Tablette nehmen zu müssen, denn als Nebenwirkung tritt bei mir eine enorme Müdigkeit auf, worunter dann auch meine Konzentrationsfähigkeit leidet. Generell habe ich auch das Gefühl, wenn ein Migräneanfall vorüber ist, dass mein Körper danach erst wieder ein paar Tage benötigt, um wieder „fit“ zu werden. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich bei einer mehrtägigen Einnahme von Sumatriptan schnell mit Magenflauheit und Übelkeit reagiere.

Im Quartal benötige ich ca. 12 Sumatriptan-Tabletten. Die Einnahme richtet sich ganz individuell nach meinen Migräneanfällen, wobei ich darauf bedacht bin, nicht ständig gleich zur Tablette zu greifen, bzw. die Zeit zwischen den einzelnen Einnahmen etwas zu strecken, um meine Organe durch die enorme Tabletteneinnahme nicht zu sehr zu belasten.