Erfahrungsbericht: Herzinfakt und Bluthochdruck. Meine Medikation mit Bisoprolol, Ramipril, Amlodipin und Simvastatin

Mein Bluthochdruck als medizinische Erkrankung wurde anlässlich eines Herzinfarktes am Osterwochenende im Jahr 2006 in meinem damaligen Alter von 58 Jahren festgestellt. Bis dahin war ich als männlicher Patient zu verschiedenartigen Untersuchungen in sporadischen Abständen beim niedergelassenen Hausarzt in Behandlung. Anlässlich eines „Check-up“ als Tagespatient in einem Universitätsklinikum in Nordrhein-Westfalen wurde ein Cholesterinwert mit Krankheitssymptom festgestellt. Nach einem monatelangen Zögern entschloss ich mich dazu, dem Anraten des Arztes zu folgen und regelmäßig das Medikament Sortis (Wirkstoff: Atorvastatin) einzunehmen. Später wechselte ich, auch aus Kostengründen, bis heute hin zu dem Generikum Simvastatin.

Der Herzinfarkt wurde bestens behandelt und ausgeheilt. Für mich war damit jedoch die Notwendigkeit verbunden, regelmäßig und täglich mehrere Medikamente gegen den Bluthochdruck einzunehmen. Den messe ich darüber hinaus seit geraumer Zeit zweimal täglich jeweils gegen 08.00 Uhr morgens und gegen 20.00 Uhr abends. Zu den täglichen „Standardmedikamenten“ gehören jeweils morgens und abends je eine Tablette des Betablockers BisoHEXAL 5 mg (Wirkstoff: Bisoprolol) sowie des ACE-Hemmers Ramilopril HEXAL 2,5 mg (Wirkstoff: Ramipril). Diese Medikamente wurden mir als Generika vom Hausarzt verordnet, der nach einem Wohnungsumzug die übernächste Anschlussbehandlung übernahm.

Anlässlich einer Astvenenthrombose im linken Auge, die der Augenarzt ganz maßgeblich auf einen erhöhten Blutdruck zurückführte, nahm ich einen neuen Anlauf mit Blutdruckmessen und der Einnahme von Blutdruckmedikamenten. Ich hatte mehrere Jahre lang auf ein Messen verzichtet, sondern mich auf die eingenommenen Medikamente verlassen. Das Messungsergebnis war erschreckend. Trotz der wirklich täglichen Medikamenteneinnahme war der zum Zeitpunkt der Augenerkrankung gemessene Blutdruck bei 180 systolisch zu etwa 100 diastolisch. Als nicht wissender Patient war mir nicht bewusst, dass sich mein Körper im Laufe von sieben bis acht Jahren so an die Medikamente gewöhnt hatte, dass sie nicht mehr so wie beabsichtigt wirkten. Am Tag des Herzinfarktes wurde ein ähnlich hoher bis höherer Blutdruck gemessen.

Ich nahm aus diesem aktuellen Anlass Kontakt zu dem Arzt auf, der mich damals stationär anlässlich des Herzinfarktes behandelt und die Erstmedikamentation veranlasst hatte. Er verordnete mir die zusätzliche Einnahme von Hct HEXAL 12,5 mg (Wirkstoff: Hydrochlorothiazid). Diese Tablette nahm ich zunächst einmal täglich ein. Sie bekam mir jedoch nicht gut, sondern beeinträchtigte die Verdauung ganz maßgeblich. Nach nochmaliger Rücksprache wurde mir angeraten, Hct HEXAL nach eigenem Ermessen und Bekömmlichkeit einzunehmen. Das tue ich seitdem im Zweitagesrhythmus. Diese Tablette war und ist „durchschlagend wirksam“ in Bezug auf das Blutdrucksenken. Doch diese durchschlagende Wirkung hält jeweils nur einen Tag. Meinen Aufzeichnungen zufolge steigt der Blutdruck am zweiten Tag sichtbar an.

Nach Erörterung dieser aktuellen Situation mit dem jetzigen Hausarzt als Allgemeinarzt einigten wir uns auf folgende Medikamenteneinnahme, die bis heute so gilt: 1 Tablette Hct HEXAL 12,5 mg alle zwei Tage, und ebenfalls alle zwei Tage 1 Tablette Amlodipin HEXAL 5 mg. Diese beiden Tabletten nehme ich an demselben Tag, und zwar immer an den Tagen mit gerader Endzahl ein; Hct morgens, Amiodipin abends. Die täglich zweimalige Einnahme von Biso Hexal und Ramipril Hexal ist und bleibt unverändert bestehen. Hinzukommen noch weitere Medikamente wie Aspirin Protect, Allopurinol sowie Simvastatin.

Als Fazit lässt sich zusammenfassen, dass dieser jetzige „Medikamenten-Cocktail“ den Bluthochdruck seit nunmehr knapp zwei Jahren bestens in Schach hält. Die täglichen Messungen zeigen Monatsdurchschnittswerte von 115 bis 125 systolisch sowie 60 bis 80 diastolisch. Der Pulswert liegt je nach Tageszeit zwischen 60 und 70. Im Nachhinein betrachtet fühle ich mich mit diesem jetzigen Blutdruck deutlich besser als vor Jahren. Ich bin ruhiger, relaxter und gelassener. Sicherlich hinkt dieser Vergleich Heute zu Gestern etwas, weil ich zum Zeitpunkt des Herzinfarktes, wie es heißt, voll im Berufsleben stand. Die Infarktfolgen wurden mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 30% anerkannt. Aus den vergangenen Jahren habe ich gelernt, mich nicht nur auf Medikamente zu verlassen, sondern auch auf das ergänzende Controlling mit regelmäßigem Messen. Die Augenerkrankung mit Dauerfolgen, die ihrerseits mit einem GdB von 10% anerkannt wurde, hätte ich mich dann wahrscheinlich erspart.