Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

Synonyme
ICD-Code

Borderline
F60.3

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Vergleich Perazin und Doxepin bei Borderline
Vorab ein paar wichtige Informationen über meine Grunderkrankung und weshalb ich die Medikamente Perazin sowie Doxepin eingenommen habe.


Krankheit

Seit vielen Jahren leide ich unter einer sogenannten „emotional instabilen Persönlichkeitsstörung“, welche oft auch unter dem Begriff „Borderline“ bekannt ist.

Im Laufe der vielen Jahre habe ich schon einige Medikamente gegen Depression sowie Schlafstörung eingenommen, so auch in einer akuten Phase zunächst Perazin (25 mg) und dann Doxepin (25 mg). Die Einnahme erfolgte in beiden Fällen vor dem zu Bett gehen.


Nachfolgend meine Erfahrungen mit diesen Medikamenten.


Perazin

Perazin habe ich viele Jahre eingenommen und zunächst positive Auswirkung bezüglich meiner Stimmung wahrgenommen. Leider machen diese Art von Medikamenten sehr müde, weshalb ich zunächst nur 25 mg, dann 50 mg und schlussendlich wieder 25 mg eingenommen habe, da der sogenannte „Überhang“ (Müdigkeit, Schlappheit, ...) zu stark war. Irgendwann, als meine depressive Verstimmung wieder akuter wurde, musste ich mir eingestehen, dass Perazin keine oder nur eine sehr geringe Wirkung bei mir -zeigt. Ich vermute, dass dies auf die jahrelange Einnahme von Perazin zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang riet meine Psychiaterin das Medikament zu wechseln und schlug mir Doxepin vor.


Doxepin

Schon nach wenigen Tagen der Einnahme des Medikamentes musste ich feststellen, dass mein Hungergefühl enorm gestiegen ist. So hatte ich regelrecht Heißhungerattacken auf Süßes. Dieses Phänomen ist bei solchen Medikamenten ja nichts unbekanntes, ärgerte mich aber enorm. Die Stimmung hob sich leider nur sehr wenig, jedoch nahm meine Müdigkeit zu, wozu dieses Medikament auch dienen sollte. Ich schlief relativ schnell nach der Einnahme ein, jedoch war das Durchschlafen nach wie vor ein großes Problem. Ebenso wie bei Perazin nahm ich zunächst nur 25 mg und steigerte auf 50 mg und bin dann recht schnell zur Ausgangsdosis zurück, da der Medikamentenüberhang noch ausgeprägter war als bei Perazin.


Fazit

Abschließend kann ich über beide Medikamente sagen, dass diese die erwünschte Wirkung nicht gebracht haben. Weder ist eine Verbesserung das Schlafes, noch von der Stimmung aufgetreten und wenn, dann nur minimal. Doxepin habe ich nur eine sehr kurze Zeit eingenommen und nun ein neues Medikament ausprobiert (Quetiapin 50 mg), welches bei mir schlussendlich in beiden Fällen (Stimmung und Schlaf) gut anspringt.

Erstaunt war ich über die Aussage meiner Psychiaterin, die meinte, dass Perazin eigentlich für meine Symptomatik besser geeignet wäre als Perazin, ich es aber genau andersherum wahrgenommen habe.
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