Neueste Erfahrungsberichte

Vergleich Methylphenidat (Medikinet) und Lisdexamfetamin (Elvanse) bei ADHS
persönlicher Erfahrungsbericht

Bei der Therapie von ADHS im Erwachsenenalter wurden bei mir unterschiedliche Medikamente zur Behandlung der Symptome genutzt.

Gestartet wurde meine Behandlung mit dem am meisten genutzt Wirkstoff Methylphenidat (Präparat Medikinet® adult), die Dosierung wurde hier auf mein Gewicht angepasst. Bei Medikinet wurde meine Konzentration gesteigert und ich konnte die unterschiedlichsten Dinge strukturierter angehen. Mit diesem Medikament gelang es mir leicht meine Arbeit zu verrichten und mich gleichzeitig um die Haushaltsführung zu kümmern. Jedoch wurde meine emotionale Situation verschlimmert und ich hatte während der Wirkdauer eine kontinuierlich anhaltende innere Unruhe und ich konnte meine Gefühlsausbrüche nicht kontrollieren. Bei Medikinet kommt es zu einem Reboundeffekt, dies bedeutet, dass beim abklingen der Wirkung kehren die Symptome doppelt so stark (meines Erachtens nach) zurück. Ich wachte nachts häufig auf und bekam Heißhungerattacken und aß Süßkram. Diese Attacken waren mir jedoch oft am Morgen danach nicht mehr im Gedächtnis und machten sich jedoch bemerkbar durch eine starke Gewichtszunahme. Die Wirkdauer von Medikinet betrug bei mir nur etwa sechs Stunden, trotz Einnahme der Dosis zu zwei Zeitpunkten.

Aufgrund der vielen, für mich gravierenden, Nebenwirkungen und der dafür geringen Behandlung meiner Symptome wechselte ich auf ein anderes Präparat mit dem Wirkstoff Lisdexamfetamin (Präparat Elvanse® adult). Bei diesem Medikament wird nicht zwangsläufig nach Gewicht dosiert, so mussten die Ärztin und ich uns erst an die richtige Dosis herantasten. Schon bei Einnahme der geringeren Dosis merkte ich, dass keine innere Unruhe vorhanden war und ich strukturiert und konzentriert bei der Sache bin. Ich vergesse weniger Aufgaben, die ich zu erledigen habe und auch meine Gefühlswelt wurde wieder normal, sodass der Umgang mit mir für meine Mitmenschen leichter wurde. Einen Reboundeffekt wie bei dem Präparat mit Methylphenidat habe ich durch Elvanse nicht. Bevor ich Elvanse nehme muss ich eine Mahlzeit (Frühstück, da ich das Medikament morgens nehme) zu mir nehmen, da es bei mir einen Appetitverlust als Nebenwirkung bewirkt. Zu dem Appetitverlust kann es unter dem Medikament dazu kommen, dass ich bis zum Abend vergesse etwas zu essen und so mein Körper an seine Grenzen kommt. Da Elvanse eine, bei mir lange, Wirkdauer von bis zu 14 Stunden hat, kommt es häufig vor, dass ich am Abend nicht einschlafen kann und erst sehr spät schlafe.

Beide Präparate haben bei mir Nebenwirkungen, entscheidend für mich sind Nebenwirkungen mit denen am Besten umzugehen sind und die mich nicht zu sehr beeinträchtigen und nicht all zu stark sind.
Meine Erfahrung mit Betablockern gegen Stress- und Angstzustände
Vor einigen Monaten begannen bei mir ziemlich ungewöhnliche Symptome. Ich bekam Herzrasen, Zitteranfälle und Panikattacken. Mehrfach wurde ich mit dem Verdacht, auf Herzinfarkt in das hiesige Krankenhaus eingeliefert. Ein Martyrium aus Diagnostika begann. Zahlreiche EEGs und EKGs wurden geschrieben, ohne Befund. Belastungstests, Blutabnahmen und Röntgenbilder gaben ebenfalls keinen Aufschluss. Augenscheinlich bin ich körperlich gesund und fit. Doch meine Beschwerden können doch keine Einbildung sein?

Nachdem ich meinen dritten Anfall hatte und die Ärzte immer noch keine schlüssige Diagnose stellen konnten, kam der Verdacht auf, dass die Symptome durch Stress ausgelöst werden könnten. Ich versuchte alle möglichen Stressauslöser in meinem Alltag zu rationalisieren. Kurzzeitig trat eine Besserung auf, doch diese hielt leider nicht lange an. Mit voller Wucht traf mich ausgerechnet an meinem Geburtstag eine neue Attacke. Ich bekam keine Luft mehr, mein Herz raste und mein Kreislauf sackte vollends ab. Wieder fanden die Ärzte nichts. So konnte es nicht weitergehen, meine Lebensqualität ging gegen null. Ich war weder beruflich noch privat belastbar.

Verzweifelt schlug ich ein weiteres Mal bei meinem Hausarzt auf und klagte ihm mein Leid. Er verschrieb mir Betablocker zur Beruhigung. In der Hoffnung das diese mich über die stressigen Zeiten bringen und meine Panikattacken mildern. Etwas verdutzt startete ich noch am selben Tag mit der Therapie.

Wir fingen mit einer sehr niedrigen Dosis an, um meinen Körper langsam an die Medikamente zu gewöhnen. Allerdings stellte ich darauf kein positiver Effekt bei mir ein. Nach zweiwöchiger Einnahme entschlossen wir uns dazu die Dosis zu erhöhen. Der erste Tag mit der höheren Dosis knockte mich komplett aus. Wie auf Wolken schwebte ich durch den Tag und fühlte mich wie in Watte gepackt. Dieses Gefühl ließ nach einigen Tagen nach und mein Körper fing an das Medikament richtig aufzunehmen. Ich verspürte immer noch einen Druck im Brustraum, aber mein Kopf kam zur Ruhe. Nicht mehr ständig kreisten meine Gedanken um meine Symptome. Nach Monaten konnte ich mich erstmals wieder entspannen. Erst jetzt merkte ich, wie sehr die Anspannung meinen Körper verkrampft hatte. Überall spürte ich Muskelverhärtungen, besonders im Oberkörper.

Beim hausärztlichen Kontrolltermin wurde ich genauestens untersucht. Leider stellte ich dabei heraus das die Dosis zu hoch war. Mein Blutdruck war deutlich unter der Norm und auch mein Puls war extrem niedrig. Also kam es wieder zu einer Einnahmekorrektur. Wieder bei der niedrigen Menge angelangt, reagierte ich aber nicht mehr auf die Betablocker. Die Angstzustände und Panikattacken kamen zurück. Als wäre nichts gewesen lebte ich nun wieder mit der ständigen Angst vor dem nächsten Vorfall. Da die Einnahme der Betablocker nun keinerlei Effekt mehr für mein gesundheitliches Wohlergehen hatte, beendete ich die Therapie nach ärztlicher Absprache wieder.

Mein Fazit dazu, wenn mein Körper besser auf die Medikamente reagieren würde, würde ich diese auf jeden Fall weiter nehmen. Unter der hohen Dosis der Betablocker erlebte ich nach langer Zeit endlich eine spürbare Besserung. Ich hätte es nicht für möglich gehalten das Betablocker bei dieser Symptomatik so einen deutlichen Erfolg erzielen konnten. Da die Einnahme meine körperlichen Funktionen ziemlich runter fuhr, musste ich nun leider auf eine Alternativbehandlung setzten und hoffe das diese nur annähernd denselben Effekt erzielt, wie vormals die Betablocker.
Für mich ist auch eine kleine Dosierung hilfreich. Ich habe 75mg Tabletten bekommen aber 1/3 Tablette am Morgen ist ok um etwas ruhiger zu werden. Und bei der Dosis habe ich auch kaum Nebenwirkungen. Der Blutdruck sinkt wenig. Vielleicht nochmal mit dem Hausarzt sprechen.
von Erf am 23.10.2019, 14:14:07
Erfahrungsbericht: Paroxetin (SSRI) und Venlafaxin (SSNRI) im Vergleich
Um aus einer schweren Depression mit starken Angstzuständen herauszukommen, habe ich mit Paroxetin Tabletten zu 10mg pro Tag begonnen. Nach etwa einer Woche wurde die Dosis auf 20mg pro Tag morgens erhöht. Bereits nach dieser ersten Woche verspürte ich eine deutliche Verbesserung meiner Ängste. Nach der zweiten Woche erreichte ich meine maximale Dosis von 30mg pro Tag. 50mg wäre die empfohlene Höchstdosis, aber diese wollte ich nicht erreichen. Der Grund hierfür war der starke Appetit, vor allem abends und nachts, sowie die Unfähigkeit zum Höhepunkt zu gelangen. Meine Ängste nahmen weiter ab, sodass mir der Kontakt mit anderen Menschen wesentlich leichter fiel. Auch der Antrieb war deutlich gesteigert. Da ich zuvor etwa 8Kg an Gewicht verloren hatte, war die Gewichtszunahme von etwa 1,5Kg pro Woche für mich gut vertretbar. Weiter fiel mir auf, dass ich häufiger zum Wasserlassen musste. Der anfängliche Durchfall normalisierte sich nach den ersten drei Wochen.

Nach etwa 2 Monaten setzte ich auf Empfehlung Paroxetin ab und stieg auf Venlafaxin in retardierten Kapseln um. Absetzsymptome, wie starker Schwindel und Ängste, nahmen nach etwa 5 Tagen wieder ab. Ich habe mit einer Dosis von 37,5mg zum Einschleichen kurz nach dem Absetzen begonnen. Nach jeweils 20 Tagen wurde die Dosis auf 75mg, dann auf 150mg gesteigert. Ähnliche sexuelle Funktionsstörungen konnte ich bereits mit 75mg feststellen. Außerdem nahmen die Unruhezustände bei jeder Erhöhung zu. Der Appetit war nur leicht gesteigert, weshalb sich meine Gewichtszunahme nach insgesamt 10Kg einregelte. In den ersten 3 Wochen hatte ich fast täglich mit Übelkeit zutun. Die Tagesmüdigkeit nahm mit jeder Erhöhung zu, sodass ich nach 20 Tagen von 150mg auf 75mg runterging. Dennoch verspüre ich noch eine relativ starke Müdigkeit am Tag. Die Antriebslosigkeit ist auch noch verstärkt spürbar. Bei beiden Medikamenten haben sich meine Trauminhalte verändert. Ich träume nun intensiver. Weiter kann ich sagen, dass sich der Schlaf bei beiden etwa gleich gut verbessert hat. Venlafaxin hat nicht die gute angstlösende Wirkung wie Paroxetin. Das erschwerte Aufstehen am Morgen hat sich bei beiden Antidepressiva ähnlich wenig verbessert.

Beide Medikamente bieten eine gute unterstützende Wirkung bei Depressionen, um wieder mehr am Alltag teilnehmen zu können.
Meine Erfahrungen mit Opipramol und Escitalopram
Aufgrund meiner Angsterkrankung und Depression wurde mir vom Neurologen Opipramol verschrieben. Dieses Medikament soll sedieren, Ängste nehmen und eine leichte Stimmungsaufhellung bewirken.
Wie bei allen Antidepressiva sollte die vollständige Wirkung, erst nach 2-3 Wochen eintreten. Die beruhigen Wirkung sollte ich laut Arzt sehr schnell spüren.

Ich nahm am Anfang eine Tablette vor dem Schlafen gehen. Ich konnte sehr gut mit diesen Tabletten einschlafen und durchschlafen. Als Nebenwirkung spürte ich am nächsten Morgen noch eine ziemliche Müdigkeit und fühlte mich wie in Watte gepackt. Andere Nebenwirkungen konnte ich nicht feststellen.
Die Angst ging unter diesen Tabletten nicht vollständig weg und auch eine Stimmungsaufhellung konnte ich nicht feststellen.

Darauf verschrieb mir der Arzt Escitalopram. Ein Antidepressiva mit einem ganz anderem Wirkstoff. Dieses Medikament sollte mir ganz sicher helfen. Ich sollte mit einer kleinen Dosis von 5 mg beginnen und die Woche darauf auf 10 mg erhöhen.
Diese Tabletten sollte ich immer Morgens einnehmen.
Ich bemerkte schnell die ersten Nebenwirkungen. Ich wurde sehr unruhig, bekam Panikattacken und konnte abends nicht einschlafen. Nach drei Tagen bekam ich seltsame Kopfschmerzen. Am besten mit einem dumpfen Stechen zu beschreiben. An diesem Tag war ich in der Stadt und bekam einen sehr schlimmen Panikanfall. Mir war schwindlig, ich zitterte und hatte sehr starke Angst. Ich musste mit dem Taxi nach Hause fahren und es dauerte sehr lange, bis es mir wieder besser ging.

Seitdem Tag hab ich die Tabletten nicht mehr genommen. Ohne das Esitalopram ging es mir wieder besser und die Kopfschmerzen verschwanden auch. Ich bin mir sicher, dass dieser schlimme Anfall von dem Medikament kam.
Ich nehme jetzt wieder Opipramol und habe keine Nebenwirkungen mehr. Es reduziert die Angst und lässt mich gut schlafen.
Erfahrunsbericht: Ibuprofenunverträglichkeit bei Unterleibsschmerzen
Bereits seit meinem zwölften Lebensjahr leide ich an starken Unterleibsschmerzen während meiner Periode. Dies führte dazu, dass ich in Absprache mit meinem Frauenarzt, anders als typisch, die Antibabypille kontinuierlich einnehme. Während stressiger Phasen, beispielsweise aufgrund der Doppelbelastung meiner Vollzeitstelle und nebenberuflichem Masterstudiums, leide ich an Zwischenblutungen.

Dies führt dazu, dass ich trotz Durchnahme der Pille, mit der Einnahme pausieren muss, was wiederum dazu führt, dass die Unterleibsschmerzen vorherrschend sind. Um diese zu unterdrücken habe ich diverse, nichtverschreibungspflichtige Medikamente ausprobiert; einerseits Dolormin Extra für Frauen mit dem Wirkstoff Ibuprofen, andererseits Buscopan Plus, das sich aus 10mg Butylscopolamin und 500mg Paracetamol zusammensetzt.

Die erste Einnahme von Dolormin Extra zeigte keinerlei Wirkung, sodass ich am Ende des Tages auf die empfohlene Dosis Filmtabletten kam. In der Nacht wurde ich aufgrund starker Schmerzen im Magen-Darm-Bereich wach, musste mich mehrfach übergeben. Zudem litt ich an starken Kopfschmerzen mit denen Schwindel einherging. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei lediglich um einen Infekt handelt, den ich mir im Büro eingefangen habe - zu dieser Zeit waren einige Kollegen aufgrund von Magen-Darm-Krankheiten krankgemeldet. Nachdem ich mit der Einnahme am Folgetag pausiert habe, die Schmerzen im Unterleib jedoch wieder schlimmer wurden, habe ich erneut mit der Einnahme von Dolormin Extra begonnen. Wieder zeigte sich dasselbe Bild, nur ohne Schwindel.

Nach Rücksprache mit meinem Arzt empfahl dieser mir das Präparat zu wechseln, weil ich scheinbar an einer Unverträglichkeit gegen Ibuprofen leide.
Der nächste Gang führte zur Apotheke, in der mir das Präparat Buscopan empfohlen wurde. Die erste Einnahme erfolgte erst sechs Monate später, da ich in den Folgemonaten nach meiner schlechten Erfahrung mit Dolormin Extra keinerlei Bedarf an einer Einnahme von Medikamenten gegen Unterleibsschmerzen hatte. Mit der ersten Zwischenblutung kamen dann die ersten Schmerzen und eben die erste Einnahme von Busopan. Bereits nach einer Dreiviertelstunde merkte ich, wie die Schmerzen langsam abebbten, komplett schmerzfrei war ich leider auch nach der Einnahme einer zweiten Tablette nicht. Bereits in der Apotheke wurde ich darüber aufgeklärt, dass Buscopan noch über ein zweites Mittel mit höherer Dosierung des Wirkstoffes Paracetamol verfüge - Busopan Plus. Diese nehme ich jetzt regelmäßig bei Unterleibsbeschwerden, Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen meide ich völlig. Es zeigte sich in der Vergangenheit, dass bei mir auch bei anderen Ibuprofen-Medikamenten ähnliche Nebenwirkungen hervorgerufen werden.
Vergleich von Citalopram und Sertralin gegen Depression und Angststörung
In meiner Krankengeschichte kam es mittlerweile vor, dass ich mehr als nur ein Medikament gegen meine Depressionen und Phobien - Sozial- und Agoraphobie - verschrieben bekommen habe. Ich möchte hier gerne meine Erfahrungen schildern.

Welche Wirkstoffe - Welche Erkrankung

Da ich seit langer Zeit an rezidivierender Depression, sozialer und Agoraphobie und daraus resultierender Antriebsstörung leide, wurde mir schnell von Neurologen und Psychiatern nahegelegt, neben der Psychotherapie einen Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) auszuprobieren.
Dieser sollte, wie der Name andeutet, auf neurologischer Basis ansetzen, damit die betreffenden Glückshormone wieder auf reguläre Art verarbeitet werden können und den negativen Symptomen entgegengewirkt werden kann.
Aufgrund diverser Nebenwirkungen bekam ich daher zuerst den Wirkstoff Citalopram und danach den Wirkstoff Sertralin.

Wie werden die Symptome bekämpft

Beide Medikamente habe ich in der jeweiligen mittleren Dosis eingenommen, was im Detail bedeutet: 20 mg Citalopram und 100 mg Sertralin.
Die positive wie auch die negative Wirkweise lässt sich also bezogen auf die Potenz gut vergleichen.
Das Ergebnis zuerst: Sertralin hat deutlich besser dafür gesorgt, dass sich meine Symptome gelindert haben, als das Citalopram es getan hat.
Bei Letzterem war mein Eindruck der Wirkweise deutlich schwächer und sie setzte auch deutlich später ein.
Zu beobachten war auch, dass das Citalopram deutlich besser gegen die Angst gewirkt hat, als gegen die Depressionen, wohingegen das Sertralin gegen beides sehr gut half, jedoch nicht für eine Antriebssteigerung sorgte. Anders als beim Citalopram war es hier sogar so, dass das Gegenteil der Fall war.

Die Nebenwirkungen

Wenig verwunderlich für so potente Medikamente, wiesen beide jeweils ihre ganz eigenen störenden Nebenwirkungen auf.
Die Wirkung, die man wohl am wenigsten haben möchte, wenn man unter Depressionen leidet, trat unter Citalopram auf, welches diese leider noch deutlich verstärkte. Dies disqualifizierte das Medikament für mich persönlich leider völlig, es ist jedoch zu sagen, dass sonst keine Nebenwirkungen auftraten.
Anders so beim Sertralin, was mich bei der Einnahme deutlich verlangsamt hat. Dazu gehörten Denkprozesse, aber auch Handlungen. Zusätzlich litt mein Kreislauf darunter und es gab sehr starke Absetzerscheinungen.
So wurde mein Alltag durch die Nebenwirkungen erschwert, obwohl meine ursprünglichen Symptome sehr gut bekämpft wurden.

Das Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass beide Medikamente gegen die eigentliche Erkrankung recht gut halfen. Das Citalopram ist verträglicher, während das Sertralin besser hilft.
Aufgrund der Nebenwirkungen bleibt für mich aber wenn möglich das Citalopram zu bevorzugen.
Ich habe auch beide Medikamente eingenommen und kann das Fazit bestätigen. Citalopram scheint verglichen mit Sertralin etwas verträglicher zu sein. Leider haben beide die üblichen Nebenwirkungen dieser Art Antidepressiva: Weniger sexuelles Empfinden und eine gewisse Emotionsarmut. Für eine begrenzte Zeit würde ich dennoch Sertralin bevorzugen, wegen der besseren Wirkung.
von Maciej am 10.05.2019, 12:40:59
Meine zwiespältigen Erfahrungen aus zwei Jahren Sertralineinnahme
Der Start

Nach einigen schlechten Erfahrungen mit anderen Serotoninwiederaufnahmehemmern (SSRIs), bei denen sich meine Depressionen nur verschlimmert hatten, wurde mir Sertralin verschrieben.
Das Ziel: weniger depressive Gedanken, Antriebssteigerung, weniger Ängste unter Menschen.
Die Dosis betrug zu Beginn 50 mg und ich sollte nach zwei Wochen auf 100 mg erhöhen.
Die ersten Wirkungen waren nach ungefähr zwei Monaten zu bemerken. Die Ängstlichkeit wurde in der Tat weniger, jedoch reagierte ich deutlich langsamer auf mein Umfeld. Das war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch kaum eine Einschränkung.

Der Alltag mit Sertralin

Das Medikament begann mir mental zu helfen, doch die Nebenwirkungen schränkten mich langsam leider in meinem Alltag ein. Das Phänomen langsamer zu werden weitete sich immer weiter aus, sodass mein Umfeld es negativ bemerkte und ich am Arbeitsplatz Probleme bekam.
Ich musste den Job daher aufgeben, was in stärkerer Depression und höherer Medikation endete.
Mit 150 mg Sertralin fühlte ich mich dann extrem gut, was Trauer und Ängstlichkeit betrifft. Ich bekam allerdings sonst kaum mehr etwas hin. Ich schwebte in meiner eigenen Welt und auf diese Art war mir klar, wird kaum eine berufliche Zukunft möglich sein.
Es schien mir, als müsste ich mich entscheiden zwischen dem glücklicher sein und dem aktiven Leben.
Ich begann meinen Körper herunterzufahren, sodass mein Alltag nur noch daraus bestand in der Wohnung zu sitzen.

Sollte ich mich entscheiden etwas machen zu wollen, was das Risiko groß, dass mein Kreislauf es mir verweigert, indem mir schwindelig und übel wurde. Ab und an begann ich sogar Atembeschwerden vorzuweisen.
Ich entschloss mich, das Medikament abzusetzen.

Der Entzug

Das Absetzen gestaltete sich als kompliziert. Ich habe es langsam ausschleichen lassen und die Dosis ständig reduziert, doch die Entzugserscheinungen waren dennoch hart.
An schlimmen Tagen verlor ich mein Gleichgewicht und begann an Teilen des Körpers zu zittern oder zu krampfen.
Dennoch bin ich froh es überstanden zu haben.
Vergleich Perazin und Doxepin bei Borderline
Vorab ein paar wichtige Informationen über meine Grunderkrankung und weshalb ich die Medikamente Perazin sowie Doxepin eingenommen habe.


Krankheit

Seit vielen Jahren leide ich unter einer sogenannten „emotional instabilen Persönlichkeitsstörung“, welche oft auch unter dem Begriff „Borderline“ bekannt ist.

Im Laufe der vielen Jahre habe ich schon einige Medikamente gegen Depression sowie Schlafstörung eingenommen, so auch in einer akuten Phase zunächst Perazin (25 mg) und dann Doxepin (25 mg). Die Einnahme erfolgte in beiden Fällen vor dem zu Bett gehen.


Nachfolgend meine Erfahrungen mit diesen Medikamenten.


Perazin

Perazin habe ich viele Jahre eingenommen und zunächst positive Auswirkung bezüglich meiner Stimmung wahrgenommen. Leider machen diese Art von Medikamenten sehr müde, weshalb ich zunächst nur 25 mg, dann 50 mg und schlussendlich wieder 25 mg eingenommen habe, da der sogenannte „Überhang“ (Müdigkeit, Schlappheit, ...) zu stark war. Irgendwann, als meine depressive Verstimmung wieder akuter wurde, musste ich mir eingestehen, dass Perazin keine oder nur eine sehr geringe Wirkung bei mir -zeigt. Ich vermute, dass dies auf die jahrelange Einnahme von Perazin zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang riet meine Psychiaterin das Medikament zu wechseln und schlug mir Doxepin vor.


Doxepin

Schon nach wenigen Tagen der Einnahme des Medikamentes musste ich feststellen, dass mein Hungergefühl enorm gestiegen ist. So hatte ich regelrecht Heißhungerattacken auf Süßes. Dieses Phänomen ist bei solchen Medikamenten ja nichts unbekanntes, ärgerte mich aber enorm. Die Stimmung hob sich leider nur sehr wenig, jedoch nahm meine Müdigkeit zu, wozu dieses Medikament auch dienen sollte. Ich schlief relativ schnell nach der Einnahme ein, jedoch war das Durchschlafen nach wie vor ein großes Problem. Ebenso wie bei Perazin nahm ich zunächst nur 25 mg und steigerte auf 50 mg und bin dann recht schnell zur Ausgangsdosis zurück, da der Medikamentenüberhang noch ausgeprägter war als bei Perazin.


Fazit

Abschließend kann ich über beide Medikamente sagen, dass diese die erwünschte Wirkung nicht gebracht haben. Weder ist eine Verbesserung das Schlafes, noch von der Stimmung aufgetreten und wenn, dann nur minimal. Doxepin habe ich nur eine sehr kurze Zeit eingenommen und nun ein neues Medikament ausprobiert (Quetiapin 50 mg), welches bei mir schlussendlich in beiden Fällen (Stimmung und Schlaf) gut anspringt.

Erstaunt war ich über die Aussage meiner Psychiaterin, die meinte, dass Perazin eigentlich für meine Symptomatik besser geeignet wäre als Perazin, ich es aber genau andersherum wahrgenommen habe.
Essentieller Tremor nach Operation - ein Erfahrungsbericht
Es begann 1996 in meinem 50. Lebensjahr nach einer größeren Operation. Zuerst dachte ich, dass es Folgen der Operation sind und es wieder vergehen würde. Anzeichen war ein leichtes Zittern der rechten Hand beim Halten eines Blattes, Bleistift u.ä., Glas, Tasse und Besteck. Mein Hausarzt überwies mich an den Neurologen, der einen diskreten Ruhetremor diagnostizierte und eine Parkinsonerkrankung ausschloss. Als Therapie empfahl er einen niedrig dosierten Betablocker, was ich jedoch ablehnte. Ich hatte Hoffnung, dass sich das Ganze wieder normalisieren würde.

Dem war leider nicht so. Im Gegenteil, der Tremor verstärkte sich langsam aber sicher und behinderte mich immer mehr. Ich war berufstätig und merkte, dass in Stresssituationen das Zittern stärker wurde. Auch wenn Hektik auf kam und ich rasch etwas zu Ende bringen musste. Inzwischen hatte ich auch beim Essen Probleme. Oft zitterte die Hand so stark, dass flüssigere Speisen vom Löffel bzw. von der Gabel fielen. Innerhalb der Familie belastete mich dies nicht so stark. Restaurantbesuche oder Essen bei Bekannten vermied ich dagegen nach Möglichkeit. Regelmäßige Besuche beim Neurologen ergaben nicht viel Neues. Inzwischen ging er von einem verstärkten physiologischen und essentiellen Tremor aus und meinte, dass dies zahlreiche "ältere Leute" hätten. Wieder empfahl er Betablocker, sagte jedoch dazu, dass diese nur wirken solange sie eingenommen werden. Bei Absetzen ist wieder der vorherige Zustand da. Ich lehnte auch diesmal ab.

2008 hatte ich eine Krebsoperation, nach der das Zittern sehr ausgeprägt war. Bis dahin war mir niemand mit diesen Symptomen begegne. Doch in der Reha traf ich eine Frau im Alter von 75 Jahren. Sie saß bei mir am Tisch und sagte schon bei der ersten Mahlzeit zu mir: "Aha, Sie haben also auch diese Alterszittern." Ich schaute sie erstaunt an und sie meinte: "Ich habe das schon seit 20 Jahren und es wird von Jahr zu Jahr stärker." Schöne Aussichten, dachte ich noch. Allerdings wurde mein Zittern nach einigen Wochen wieder etwas besser, aber es behinderte mich trotzdem immer mehr. Außerdem war inzwischen auch die linke Hand betroffen und es zog sich bis in die Arme. Ich stellte fest, dass es nach jeder Nachsorge-Untersuchung wieder schlimmer wurde, was ich auf die jeweilige kurze Narkose schob.

Aufgrund der Krebsoperation konnte ich einige Monate später in Rente gehen. Ich hoffte, dass bei weniger Stress und Hektik sich das Zittern bessern würde. Leider war es nicht so, denn es wurde kontinuierlich stärker. Neben den schon geschilderten Situationen in denen ich mich stark behindert fühlte, kamen nach und nach weitere dazu. Das Schreiben fiel mir immer schwerer, die Schrift wurde krakelig, beim Nähen konnte ich den Faden kaum einfädeln. Überhaupt, feinmotorische Arbeiten wurden immer schwieriger. Auch nach längeren Belastungen der Hände, wie etwa Unkraut jäten oder die Einkaufstasche tragen, war das Zittern anschließend wieder für Tage sehr viel stärker. Regelmäßige neurologische Untersuchungen bestätigten die ursprüngliche Diagnose: Verstärkter physiologischer und essentieller Tremor. Betablocker wären das Mittel der Wahl, doch die konnte ich wegen meines inzwischen niedrigen Blutdruckes nun nicht nehmen.

2017 hatte ich eine weitere Operation und seither ist alles noch viel stärker. Einige Wochen war es so schlimm, dass ich nur noch feste Speisen essen konnte. Alles fiel mir von Löffel und Gabel, so stark war das Zittern. Es besserte sich etwas, sodass ich heute in guten Momenten mit Messer und Gabel, etwas zittrig, essen kann. Bei Suppe ist es ganz schlimm, die esse ich nur noch zuhause. Tassen und Gläser muss ich mit beiden Händen halten und trotzdem kleckerte ich oft. Inzwischen vermeide ich Restaurantbesuche und das Essen und Trinken im Beisein von Fremden. Leider schränkt das mein Sozialleben sehr ein.

Demnächst steht wieder eine Untersuchung beim Neurologen an. Ich werde mit ihm und meinem Hausarzt besprechen, ob es nicht möglich ist, die Einnahme der Betablocker wenigstens einmal zu testen.
PCO-Syndrom, Behandlung mit Antibabypille, Migräne, schmerzhafte Abbruchblutungen und Gewichtszunahme
Aufgrund eines bei mir diagnostizierten PCO-Syndroms war ich vor wenigen Monaten gezwungen eine Antibaby-Pille einzunehmen. PCO-Syndrom ist eine Hormonstörung, bei welcher ein Überschuss an männlichen Hormonen vorliegt. Bei mir lag aktuell kein Verhütungsbedarf vor, aber eine antiandrogene Antibabypille ist die Standarttherapie, um dem PCO-Syndrom entgegenzuwirken und deshalb ließ ich mich vom Gynäkologen völlig ergebnissoffen in Bezug auf das richtige Präparat für meine Krankheit beraten. Mein Gynäkologe empfahl mir schließlich aufgrund seiner Erfahrung die Pille „Aristelle“ von Aristo, welche antiandrogen wirksam ist und somit der Bildung von männlichen Hormonen entgegenwirkt.

Nachdem ich im Beipackzettel gelesen hatte, dass Antibabypille nicht eingenommen werden sollte, wenn Migräne mit Aura vorliegt, sprach ich nochmals mit meinem Gynäkologen, denn ich litt etwa einmal im viertel Jahr an starker Migräne mit Aura, meist sogar mit mehrmaligem Übergeben. Mein Frauenarzt meinte daraufhin, ich sollte die Pille aufgrund des PCO-Syndroms trotzdem einnehmen und beobachten, ob ich Nebenwirkungen in dieser Richtung bemerke.
In den ersten Wochen der Einnahme war dann zuerst alles gut. Aber dann steigerten sich meine Migräneattacken mit Aura auf etwa einmal pro Monat. Auch dann musste ich mich fast jedes Mal mehrmals übergeben. Als ich dann in der ersten Pillenpause ankam und gelesen hatte, dass normalerweise unter der Pille die Abbruchblutung nahezu schmerzlos verlaufen müsste, bekam ich bei meiner Abbruchblutungen sehr starke Schmerzen, sodass ich tagelang zu Schmerzmitteln greifen musste. Außerdem war die Blutung an sich auch ungewöhnlich stark, was eigentlich ungewöhnlich ist. Zuerst dachte ich, mein Körper müsste sich anfänglich an das Hormonpräparat gewöhnen und diese Symptome würden sich bessern, aber die Beschwerden blieben in den darauffolgenden Monaten unverändert.

Aber der Hauptgrund, warum ich letztendlich die Pille nach drei Monaten wieder absetzte und zu einem anderen Präparat wechselte, war der, dass ich massiv an Gewicht zunahm. Ich hatte das Glück, dass ich trotz des PCO-Syndroms eine normale Figur hatte, aber als ich dann Aristelle einnahm bekam ich plötzlich einen Dauerhunger. Ich hätte ständig essen können, vor allem Süßigkeiten. So nahm ich letztendlich in den drei Monaten fast fünf Kilogramm zu, bis ich mich schließlich wieder an meinen Gynäkologen wandte und mir dieser einen Pillenwechsel empfahl.