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Nebenwirkungen Prednisolon bei perioraler Dermatitis - mit Schlafstörungen, Müdigkeit und starkem Appetit

Betrifft: Prednisolon

Nebenwirkungen

Schlafstörungen, Müdigkeit, Appetit



Erfahrungsbericht

Ich habe Prednisolon Ratiopharm 5 mg von meiner Dermatologin verschrieben bekommen. Indikation dafür war eine periorale Dermatitis, dabei handelt es sich um einen pustulösen Hautausschlag, der meist den Bereich rund um den Mund betrifft. Ausgelöst wurde diese vermutlich durch enormen psychischen Stress im Rahmen einer exogenen Belastungssituation. Da Kosmetikentzug und lokale Therapie mit Salben keine Besserung, teilweise sogar noch eine Verschlechterung mit sich brachte, entschied sich meine Dermatologin zu einem Therapieversuch mit Prednisolon. Eigentlich werden Glucocortiocoide bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis als systemische Therapie eingesetzt. Meine Dermatologin entschied sich für diese Therapie aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung und da es niedrig dosiert auch kaum Nebenwirkungen und keinen Gewöhnungseffekt aufweist.

Leider hat sich bei mir das genaue Gegenteil bewiesen. Die ersten beiden Tage bemerkte ich noch überhaupt keine Wirkung, auch besserte sich das Hautbild keineswegs. Nach etwa drei Tagen Anwendung bemerkte ich doch eine Besserung der Haut, zumindest die Pusteln trockneten aus und es kamen auch keine neuen Pusteln nach. An diesem Tag schöpfte ich das erste Mal Hoffnung, von der perioralen Dermatitis endlich befreit zu werden. Zu diesem Zeitpunkt stellten sich auch die ersten Nebenwirkungen ein: ich konnte nachts nur noch schlecht durchschlafen, wurde immer wieder wach. Tagsüber fühlte ich mich wie gerädert und war auch weit nicht mehr so leistungsfähig wie gewohnt. Zu der ständigen Müdigkeit kam ungewöhnlich guter Appetit dazu.

Als ich nach einer erneuten Hautbildverschlechterung erneut meine Dermatologin konsultierte und sie auf die Nebenwirkungen ansprach, meinte sie nur, dass „dies nicht möglich sei“, da die Therapie sehr niedrig dosiert ist. Ich beschloss, mir eine Zweitmeinung bei einer anderen Dermatologin einzuholen, zumal mich die Schlafstörungen fast um den Verstand brachten. Diese entschied, die Cortisontherapie langsam auszuschleichen und auf Antibiotika umzusteigen, da Cortison bei dieser Hauterkrankung eigentlich kontraindiziert ist. Sie bereitete mich auch darauf vor, dass nach Absetzen eine deutliche Verschlimmerung eintreten wird, die Cortisontherapie aber beendet werden muss. So kam es schlussendlich auch – mein Gesicht schmerzte und ich sah zum Fürchten aus. Das Hautareal, welches jetzt von der perioralen Dermatitis betroffen war, hat sich bis zu den Wangen ausgebreitet, ausgelöst durch den Cortisonentzug. Auch hat sich meine Haut durch die Cortisontherapie „ausgedünnt“ und ist seither viel anfälliger für Pickel und auch deutlich empfindlicher gegenüber Kälte bzw. starker Hitze.


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Hinweis: Ein einzelner Erfahrungsbericht lässt keine allgemeinen Schlüsse über die unerwünschten Wirkungen eines Medikaments zu. Nebenwirkungen können sich von Person zu Person stark unterscheiden. Zu den Risiken und Nebenwirkungen Ihres Medikaments fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.