Neueste Nebenwirkungsberichte

Prednisolon Creme gegen Hautentzündung - mit Fieberblasen (Herpesbläschen) und Lipödem
Seit meinem 10. Lebensjahr leide ich immer wieder an einer chronischen Hautentzündung. In den ersten Jahren war es eine Form der Neurodermitis. Diese tritt bei mir schubweise auf bzw. saisonal eher im Winter. Ich hatte eine Phase von drei Jahren ohne Hautprobleme. Jetzt ist die familiär gehäuft auftretende Schuppenflechte vordergründig, somit weniger die Neurodermitis. Doch bei den vergangenen Schüben bekam ich vom Dermatologen eine Salbe mit Prednisolon verschrieben, somit ein Glukokortikoid. Ich bemerkte längere Zeit keine Nebenwirkungen, die Salbe linderte den aktuellen Schub gut ab. Ich verwendete die Salbe auch nicht großflächig, sondern nur an den betroffenen Stellen. Schleichend traten jedoch Nebenwirkungen auf. Erst langsam erkannte ich hier einen Zusammenhang mit der Prednisolon Creme. Nach Applikation der Creme konnte ich ein vermehrtes Auftreten von Fieberblasen (Herpesbläschen) beobachten. An dem Herpes simplex Virus leide ich seit meiner Kindheit, somit dauerte es eine Weile bis ich in der Prednisolon Creme eine weitere Ursache zum Ausbruch der Herpesbläschen erkannte. Insbesondere wenn ich mir unmittelbar nach Anwendung der Creme an die Lippen bzw. in das Gesicht gegriffen hatte, bekam ich in den nächsten Tagen bereits eine Fieberblase.

Da ich zusätzlich noch unter einem Lipödem (einer Fettverteilungsstörung) leide, beobachtete ich hier ebenfalls eine Verschlechterung der Symptome der Grunderkrankung. Bei einem Lipödem kann das Lymphsystem auch mitbetroffen sein, jetzt beobachtete ich, dass ich nach längerer Anwendung der Prednisolon Creme ein verstärktes Empfinden hatte insbesondere in den Beinen aufgeschwemmt zu sein. Auch wurde der Spannungsschmerz, der sich aufplusternden Verkapselungen im Fettgewebe erhöht. Nachdem meine Mutter auch Lymphpatientin ist und sie ebenfalls mit ähnlichen Symptomen auf Kortison reagiert, beendete ich die Verwendung der Prednisolon Creme unter Absprache mit dem Arzt. Ich stieg auf ein anderes Produkt um.

Eine weitere Nebenwirkung ist mir bezüglich eines seltsamen Ansatzes an Bauchfett aufgefallen. Dies kann ich jedoch nicht zweifelsfrei auf das Predisolon zurückführen. Auf Grund meines Lipödems, sitzt mein überschüssiges Körperfett normalerweise nur an den Beinen und der Hüfte. Ansonsten war der Bauch immer schön flach. Diese Körperform ist charakteristisch für das Erkrankungsbild. Es gab in der Zeit keine Veränderung in der Diät und auch keine Schwangerschaft. Somit kann ich dies als Ursache ausschließen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass die Körperform nach Absetzung des Predisolon wieder besser wurde. Dies ist nur meine persönliche Einschätzung und eine abschließende Aussage kann in diesem Fall noch nicht getroffen werden.

Weitere relevante Informationen zu meinem Erfahrungsbericht: Ich (weiblich, 34 Jahre) sollte die Salbe mit 0,25% Wirkstoff lokal anwenden, morgens und abends sobald Schübe auftreten. Immer nur bis zum Abklingen der Symptome. Länger als zwei bis drei Wochen habe ich sie nie verwendet. Man sollte sie auch maximal nur bis zu 8 Wochen verwenden und dann eine Pause machen.
Propranolol gegen Tremor - mit Schwindel, kalten Armen und Beinen, Durchfall und mehr
Ich habe Propranolol von meinem Hausarzt verschrieben bekommen, weil ich einen stark beschleunigten Puls habe und in Stresssituationen meine Hände zittern. Ich habe keinerlei Kontrolle über diesen Tremor. Das ist mir natürlich äußerst unangenehm und macht mich, vor allem im beruflichen Kontext, sehr unsicher. Mein Arzt riet mir daher zu diesem Betablocker, da er sehr effektiv gegen Herzrasen und Zittern sein soll. Ich habe die niedrigste Dosierung von 10 Milligramm erhalten und sollte dreimal täglich eine Tablette einnehmen.

Bereits zwei Stunden nach Einnahme der ersten Tablette traten Nebenwirkungen auf. Mir wurde schwindelig und ich fühlte mich richtig benommen. Ich dachte mir aber noch nicht sehr viel dabei. Das Herz-Kreislauf-System muss sich ja erst mal an so ein Medikament gewöhnen. Am Abend, also nach Einnahme der dritten Tablette, bekam ich ein starkes Kältegefühl in meinen Armen und Beinen. Ich hatte auch ein Kribbeln. Es fühlte sich an, als würden Ameisen über meine Haut laufen. Ich habe mich dann ins Bett gelegt, aber irgendwie konnte ich nicht richtig schlafen. Ich fühlte mich so unruhig und unwohl in meiner Haut. Am nächsten Tag war es das Gleiche. Ich hatte das Gefühl, ich stehe richtig neben mir und fühlte mich schwach. Weil mir so schwindelig war, konnte ich mit meinem Auto nicht zur Arbeit fahren und musste mich von meinem Ehemann bringen lassen. Ich konnte mich den ganzen Tag über nur schlecht konzentrieren und fröstelte.

Als die Nebenwirkungen am dritten Tag immer noch so heftig waren, bin ich wieder zum Arzt. Er hat mir dann geraten die Dosis auf zwei Tabletten am Tag zu reduzieren und meinte dann würden die Nebenwirkungen schwächer werden oder ganz nachlassen. Das half leider nur wenig. Der Tremor und das Herzrasen waren zwar vollständig verschwunden, aber ich fühlte mich total fertig. Nach zwei Wochen habe ich das Propranolol in Rücksprache mit meinem Arzt abgesetzt, da es mir dann auch noch auf den Magen geschlagen ist. Ich bekam Magenkrämpfe und Durchfall. Jetzt probiere ich ein pflanzliches Medikament aus. Leider bisher ohne Erfolg.

Handelsname: Inderal
Dosierung: 10 mg (3x1, nach drei Tagen 2x1)
Antibabypille Aristelle bei PCO-Syndrom - mit Migräne, schmerzhafte Abbruchblutungen und Gewichtszunahme
Ich habe die Antibabypille Aristelle wegen meines PCO-Syndroms verschrieben bekommen. Siehe diesen Erfahrungsbericht.
An Nebenwirkungen hatte ich Migräne mit Aura, starke und schmerzhafte Abbruchblutungen und deutliche Gewichtszunahme.
Naratriptan bei Migräne - mit Übelkeit, Druck auf der Brust, Wadenkrämpfen und Muskelschmerzen
Heute möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit Naratriptan 2,5 mg Filmtabletten berichten. Die meisten von Euch, die vom Migräne geplagt sind, werden fast zwangsläufig irgendwann über Triptane stolpern. Während die meisten Triptane verschreibungspflichtig sind, ist Naratriptan in kleiner Packungsgröße rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Das passt auch zur Einnahme als ultima ratio, wenn Ibuprofen & Co. nicht weiter helfen. Die Wirkung tritt recht schnell ein, nach rund einer Stunde bin ich wieder absolut in der Lage, meine Arbeit zu verrichten. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmerzmitteln kann ich nach der Einnahmen von Naratriptan nicht über ein Müdigkeits- oder Abgeschlagenheitsgefühl klagen. Allerdings macht sich - je nachdem, ob und was ich gegessen habe - bisweilen Übelkeit breit. Insofern ist die Einnahme, wenn man danach zu einem großen Essen eingeladen ist, nicht immer empfehlenswert...

Als Serotonin-Rezeptoragonist wirkt Naratriptan auch auf die Blutgefäße, was sich bei mir gelegentlich in Gefühlen von Enge und Druck in der Brust bemerkbar macht. Alles in allem unangenehm und anfangs durchaus beklemmend, kann ich dieses Gefühl inzwischen ganz gut einschätzen.
In seltenen Fällen, wenn ich einige Tage am Stück Naratriptan einnehmen muss, machen sich bei mir Wadenkrampf-ähnliche Symptome und Muskelschmerzen bemerkbar. Nach dem Absetzen verschwinden sie aber auch wieder recht schnell.

Summa summarum bleiben Triptane meine Arznei der Wahl, wenn die üblichen Schmerzmittel nicht mehr ausreichen, aber eben nur, solange es unbedingt nötig ist.
Sertralin gegen Zwänge - mit Schwitzen, weniger Verlangen nach Sex und Müdigkeit
Ich leide neben einer emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung auch an Zwängen. Diese Zwänge beziehen sich sowohl auf Zwangshandlungen sowie Zwangsgedanken. Da es leider sehr wenige Medikamente gibt, die darauf ausgelegt sind, Zwänge abzumildern, habe ich das eine oder andere Medikament schon ausprobiert und bin dann vor vielen Jahren bei Sertralin Aurobindo 100 mg gelandet. Seit jeher nehme ich jeden Morgen 2 Tabletten. Generell, so würde ich sagen, schlagen diese Medikamente im Bezug auf die Zwänge sehr gut an. Die Zwangshandlungen aber auch die Zwangsgedanken haben seit Beginn der Einnahme deutlich nachgelassen. Dennoch gibt es, wie bei jedem Medikament, auch Nebenwirkungen, die leider oftmals nicht ausbleiben. Bei mir, so kann ich glücklicherweise sagen, halten sich die Nebenwirkungen in Betrachtung auf die Wirkung sehr in Grenzen.

Festgestellt im Zusammenhang mit der Einnahme von Sertralin habe ich, dass ich vermehrt und vor allem auch stärker schwitze als sonst. Ebenso konnte ich wahrnehmen, dass mein Verlangen nach Sex gering gemildert ist. Seit der Einnahme des Medikaments bin ich aber auch müder als sonst. Beide letztgenannten Nebenwirkungen wirken sich jedoch nicht sonderlich auf mein alltägliches Leben aus.

Abschließend möchte ich noch folgendes loswerden: Sollte ich einmal, aus welchen Gründen auch immer, die Einnahme von Sertralin vergessen, so erlebe ich am darauffolgenden Tag eine Zunahme der Zwänge und auch ein Anstieg an depressiver Stimmung.
400 Tage mit der Yasmin Pille
Meine ganzen Nebenwirkungen:
Gewichtszunahne, Depressionen, Wassereinlagerungen, Hauptprobleme und Trockenheit, Launisch, Scheidentrockenheit, Libidoverlust, Herzrasen, Besenreiser, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Dehnungsstreifen, Augentrockenheit und allgemein schlechtere Sehkraft....
Finger weg von Hormonpräperaten.
Fluoxetin gegen Depressionen, Zwänge und Ängste - mit Schlafstörungen
Da ich mein ganzes Leben schon an Depressionen, Zwängen und Ängsten leide, was in meiner Kindheit und Jugend keiner sehen wollte, ging es mir immer schon nicht richtig gut. Meine Jugend war von Autoaggressivität und Suizidversuchen begleitet, auch eine stationäre Therapie gehört dazu, jedoch konnte mir keine Therapie wirklich helfen. Meine Therapeutin hatte auch Gespräche mit meiner Mutter und diese konnte nicht verstehen, was mit mir los war. Mit 15 bekam ich die Diagnose, dass ich autoaggressiv bin, da ich damals schon seit 2 Jahren regelmäßig mir die Arme aufschnitt, um mich zu spüren.
Mit 19 war bekam ich bei einer stationären Therapie die Borderline-Diagnose. Bis dahin hat man mir zwar in Therapie immer wieder angeboten, dass ich Antidepressiva bekommen könnte, das wollte ich jedoch nicht.

2012 änderte sich mein Leben, weswegen mir mein Hausarzt Fluoxetin verschrieb. Ich bekam 20 mg am Tag und sollte eine Therapie machen. Leider bekam ich in Berlin keinen Platz und so half mir Fluoxetin sechs Monate lang mein Leben leichter zu meistern, jedoch musste ich die Einnahme wieder beenden.

Durch private Umstände entschieden wir uns 2015 von Berlin nach Chemnitz umzuziehen.
Anfangs war es ganz gut, aber nach einem Vorfall 2016 wurde meine Welt schwarz. Mich holte meine Vergangenheit, die seit meiner Grundschulzeit aus Missbrauch und anderen unschönen Erlebnissen bestand wieder ein. Ich konnte nicht mehr allein rausgehen, weswegen ich in meiner Wahlheimat zum Hausarzt ging. Dieser verschrieb mir anfangs wieder 20mg Fluoxetin. Dem folgte eine stationäre Therapie und anschließend eine ambulante Verhaltenstherapie. Wobei ich seit dem Klinikaufenthalt 2016 auch in psychiatrischer Behandlung bin. Mittlerweile nehme ich jeden morgen 60 mg Fluoxetin ein, habe seit dem 25 kg zugenommen. Auch meine Schlafstörungen haben dadurch zugenommen und es fällt mir schwer nachts zur Ruhe zu kommen. Dadurch habe ich Probleme in der Früh aufzustehen und schlafe meist bis 10 Uhr, da ich eher nicht aus den Federn komme.

Fluoxetin (60mg, morgens) nehme ich seit Januar 2016 ein, fast 2,5 Jahre und mein Psychiater meinte, ich sollte es nicht absetzen.
Valsartan 80mg - mit starkem Juckreiz, geschwollene Lippen, Unruhe und mehr
Bluthochdruck ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen und auch ich bin davon betroffen. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, nahm ich täglich rezeptpflichtige Blutdrucksenker ein, unter anderem auch das bekannte Valsartan.

Die Medikamentenbezeichnung von Valtasan, leitet sich übrigens von der Wirkstoffgruppe der Sartane ab. Dieser spezielle Inhaltsstoff senkt den Blutdruck und wird als gut verträglich eingestuft. Anfangs hatte ich mit dem Blutdrucksenker keine nennenswerten Probleme. Zwar war ich immer öfters stark übermüdet, erschöpft und fand keine innere Ruhe. Damals war ich der Überzeugung, dass die Ursache am alltäglichen Stress lag. Später kam unerträglicher Juckreiz hinzu, die Nase und Lippe schwoll leicht an und ich meinte, auf irgendetwas allergisch zu reagieren. Außerdem verwechselte ich meine Gelenkschmerzen mit Muskelkater. Mit zunehmender Zeit ging es mir immer schlechter und die Hausärztin stellte verschiedene Diagnosen, wie zum Beispiel Schilddrüsenunterfunktion, leichte Depression oder eine Schlafapnoe. Erst durch Zufall im Internet bzw. den Rückruf von Valsartan erfuhr ich von den Nebenwirkungen.

Mit Rücksprache der Apotheke und des Hausarztes wechselte ich sofort das Medikament. Zurzeit fühle ich mich mit dem neuen Medikament gut, möchte aber trotzdem meinen Lebensstil weiter verändern. Ich hoffe, dass ich bis zum Ende des Jahres 2019 generell auf Blutdrucksenker verzichten kann. Außerdem werde ich die Gebrauchsinformationen bei Medikamenten gründlicher studieren, um Nebenwirkungen zu erkennen.
Antibabypille Bellissima - mit Kopfschmerzen, Menstruationsstörungen und Wassereinlagerungen
Mit 19 begann ich die hormonelle Verhütung mit der Antibabypille. Nachdem sich allerdings bei mehreren Sorten Nebenwirkungen einstellten (z.B. Libidoverlust und Dauermüdigkeit bei der Aida, Hautprobleme und Stimmungsschwankungen sowie depressive Verstimmungen bei der Yaz), wechselte ich nach einem Umzug nicht nur den Gynäkologen, sondern auch die Pille.

Mein neuer Frauenarzt riet mir, nach Besprechung meiner Symptome in Verbindung mit den vorherigen Pillen, zur Bellissima. Diese sollte weniger Nebenwirkungen mit sich bringen und war für mich auch preislich erschwinglicher als die vorherigen. Etwa vier Jahre lang nahm ich die Bellissima ein. Während dieser Zeit fielen mir zunächst, bis auf Wassereinlagerungen, keine nennenswerten Nebenwirkungen auf. Zwar störten diese mich etwas, da meine Brüste schmerzten und das Joggen oder Treppensteigen dadurch recht unangenehm war. Aber verglichen mit den vorherigen Pillen stellte dies ein eher kleines Übel dar, zumal die Wassereinlagerungen auch meistens nach drei bis fünf Tagen wieder verschwanden.

Allerdings gesellten sich im Laufe der Zeit auch noch weitere Symptome hinzu. Meine Blutungen wurden immer unregelmäßiger und traten zeitweise auch völlig unabhängig von der einwöchigen „Pillenpause“ auf bzw. nicht auf. Einerseits hielten sich Schmierblutungen bis zu zwei Wochen, ohne dass eine richtige Blutung einsetzte. Andererseits setzte die Blutung auch mal einen oder zwei Monate ganz aus oder dauerte im Folgemonat ungefähr drei Wochen an, nachdem sie nach den ersten zwei Tagen aussetzte und dann wieder eintrat.

Zu dem Menstruations-Chaos kamen hartnäckige Kopfschmerzen, die immer öfter und länger auftraten. Da ich bereits mit den vorherigen Pillen Probleme hatte, führte ich die zunehmende Symptomatik auf die Bellissima zurück und entschloss mich, auch diese abzusetzen. Kurz bevor ich das tat, litt ich zwei Monate täglich und ununterbrochen an dumpfen, drückenden Kopfschmerzen. Diese klangen etwa eine Woche nach Beendigung der Einnahme ab.

Mein Zyklus brauchte ungefähr anderthalb Jahre, bis er sich wieder normalisierte und die starke Akne, die sich nach dem Absetzen der Pille einstellte, wieder verschwand. Mittlerweile verhüte ich seit knapp drei Jahren ohne Hormone und beabsichtige auch keine Rückkehr zur Pille.

Die Bellissima nahm ich täglich abends um 19 Uhr über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren ein.
Clindamycin - mit starkem Durchfall und Magenkrämpfen
Wegen einer Nasennebenhöhle bekam ich vom HNO-Arzt Clindamycin 600mg (Marke "Clinda-saar") verschrieben. Ich wurde noch gefragt, ob ich einen empflindlichen Magen habe. Da ich den nicht habe und auch sonst wenig Erfahrung mit Antibiotika hatte, verneinte ich dies. Ich sollte jeweils eine Tablette früh und eine Tablette abends für insgesamt 7 Tage nehmen.

Am ersten Tag war noch alles gut. Am zweiten Tag bemerkte ich vormittags nach der dritte Tablette schon ein leichtes Magendrücken und dachte mir aber noch nichts dabei. Nach dem Abendbrot fing von jetzt auf gleich ein wasserschwallartiger Durchfall an. Sowas hatte ich noch nie. Von da an, konnte ich kein Essen mehr zu mir nehmen, ohne eine Toilette zu haben. Der schlimme Durchfall und die Magenkrämpfe hielten weiterhin an. Wäre das nicht alles schon schlimm genug, so hatte ich am nächsten Morgen eine weitere unschöne Nebenwirkung. Ich bekam eine Blasenentzündung.

Noch nie in meinem Leben hatte ich eine und nun musste ich mit Durchfall, Magenkrämpfen und einer Blasenentzündung kämpfen. Dies war an Tag fünf von sieben. Ich beschloss das Medikament nach Rücksprache mit meinem Arzt abzusetzen. Zwar hatte ich keine Nasennebenhöhlenentzündung mehr, dafür hatte ich noch etliche Monate mit der immer wieder aufkommenenden Blasenentzündung und der Darmsanierung zu tun. Ich kann dieses Medikament keinem empfehlen und werde es nie wieder nehmen.