Neueste Nebenwirkungsberichte

Antibabypille Belara - mit Zwischenblutungen, Migräne und Gewichtszunahme
Ich habe dieses Präparat vor etwa 20 Jahren verschrieben bekommen, aufgrund meiner anhaltenden Hautunreinheiten. Es handelt sich um ein Kombinationspräparat welches den Eisprung verhindert.
Die Wirkungsweise ist auch sehr gut und meine Haut dankte es mir.
Bedauerlicherweise stellten sich nach einigen Wochen schon Nebenwirkungen ein, die ich als nicht tolerabel empfunden habe.

Zum einen hatte ich teilweise durchgehend leichte Zwischenblutungen, zwar nicht schmerzhaft, aber es beeinträchtigte den Alltag und mein Wohlbefinden schon erheblich. Das Präparat habe ich trotzdem noch weiterhin eingenommen um zu testen, ob sich daran noch etwas ändert. Dies geschah leider nicht, zumindest nicht in einem zufriedenstellend es Ausmaß.
Was ich dann weiterhin bemerkte, und dies führte letztendlich zum Absetzen dieses Medikaments, dass ich im gesteigerten Maße an Migräne litt. Immer häufiger stellte sich eine sogenannte „Aura“ ein, welche sich durch eine verschwommene Sicht bemerkbar machte und das Sehfeld stark einschränkte. Sonst etwa zweimal jährlich, stellte sich dieses Phänomen nun im wöchentlichen fast schon täglichen Turnus ein. Wenn ich nicht medikamentös dagegen ansteuerte verstärkte sich dieses und hielt etwa eine Stunde an. Im Nachgang, verschlimmerte es sich gelegentlich zu heftigen pochenden Schläfenschmerzen und Lichtempfindlichkeit, so dass ich tageweise nicht mehr arbeiten konnte.

Um herauszufinden, ob dies tatsächlich am Medikament lag, setzte ich dieses tageweise ab. Innerhalb einer Woche verschwanden die Symptome. Also startete ich diverse Anläufe um dem Mittel eine Chance zu geben, aber leider lief es immer wieder auf dieselbe Problematik hinaus. Schmerzen und Blutungen.

Als kleinen ebenfalls unerwünschten Nebeneffekt kann ich auch von einer geringen wenn auch nervigen Gewichtszunahme berichten. Vermutlich durch Wassereinlagerungen in den Extremitäten und Bauch.

Alles in allem also kein Präparat für Frauen, die wie ich zu Kopfschmerzen tendieren und sich womöglich sogar erhoffen weniger an Blutungen zu leiden. Diese werden zwar weniger, dafür aber dauerhaft. Was ja nicht Sinn der Sache sein kann.
Metamizol - mit Übelkeit, Schwindel und Benommenheit
Nachdem ich auf der Arbeit starke Kopfschmerzen bekommen hatte und mich kaum noch konzentrieren konnte, suchte ich verzweifelt nach einer Kopfschmerztablette in meiner Tasche. Da ich nicht fündig wurde, hat mir meine Kollegin 20 Tropfen Metamizol von sich gegeben mit der Aussage, es würde bei ihr immer helfen.

Nach der Einnahme erwartete ich Linderung, aber es wurde hingegen viel schlimmer. Die Kopfschmerzen stiegen bis in das Unerträgliche und ich litt unter starker Übelkeit und Schwindelzuständen. Eine Besserung war nicht in Sicht, daher war ich gezwungen meine Arbeit abzubrechen und mich hinzulegen, da ich kaum noch bei Sinnen war und mich sehr schwer auf den Beinen halten konnte. Ich hatte das Gefühl jeden Moment ohnmächtig zu werden, war sehr benommen und konnte keine klaren Gedanken mehr fassen.

Nachdem ich für drei Stunden auf einer Couch geschlafen habe, bin ich langsam wieder zu mir gekommen, war aber immer noch leicht benommen und musste von einem Kollegen nach Hause gefahren werden, da ich mich nicht in der Lage sah selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Zum Glück arbeite ich in einem Altenpflegeheim, sodass meine Vitaldaten von den Mitarbeitern überwacht werden konnten, mein Blutdruck lag zeitweise bei 80/40. Ich habe zwar immer einen niedrigen Blutdruck, aber das war selbst für mich sehr niedrig. Nach dieser Erfahrung habe ich nie wieder Metamizol genommen.
Ramipril 5 mg - mit vielen Nebenwirkungen
Seit knapp einem Jahr nehme ich auf Anraten der Herzklinik Arrenberg in Wuppertal Ramipril und sodann Ramilich 5 mg. Seither bauten sich Herzrhythmusstörungen auf, ein starker Reizhusten, sehr starke Schwellungen der Beine und Füße. Am 16.07.2018 sowie am 13.02.2019 und 28.05.2019 hatte ich kurze Ohnmachten/Synkopen, wobei ich am 13.02.2019 eine große Verletzung am Hinterkopf davontrug. Nach der Ohnmacht am 28.05.2019 hatte ich überaus starke Herzrhythmusstörungen, die sich in abgeschwächter Form noch tagelang gehalten haben.
Escitalopram - mit Müdigkeit, mehr Appetit, Durchfall und Libidoverlust
Das Medikament Escitalopram wurde mir nach einer länger anhaltenden depressiven Störung von einem psychiatrischen Facharzt verordnet. Wobei die Anfangsdosierung 10 mg, zweimal täglich betrug. Eine Erhöhung der Dosis von 10 auf 15 mg erfolgte nach ungefähr 6 Monaten. Die Wirkung des als Serotonin-Wideraufnahmehemmers kurz SSRI genannten Medikaments wurde mir als besonders verträglich, als nebenwirkungsarm angepriesen.

Tatsächlich zeigte das Medikament eine allgemeine Verbesserung der depressiven Grundstimmung. Wobei die bei mir einsetzenden Nebenwirkungen mittlerer bis schwerer Natur waren. So machte sich nach relativ kurzer Einnahmedauer verstärkte Müdigkeit bemerkbar, welche sich erst nach geraumer Zeit wieder legte. Des Weiteren machte sich eine Appetitsteigerung bemerkbar, welche naturgemäß mit einer Gewichtszunahme bemerkbar machte. Anfänglich verursachte das Medikament eine fast durchgängige Diarrhö, welche sich auch durch Gaben von Medikamenten, die dem Problem entgegenwirken sollten, kaum Wirkung zeigten.

Infolge einer Steigerung der Dosis von 10 auf 15 mg verstärkten sich die Symptome wie die der Müdigkeit und der Diarrhö. Wesentlichen Einfluss hatte das Medikament auch auf in Bezug auf eine stark verminderte Libido. In weiterer Folge setzten Erektionsstörungen ein, welche nur durch Gaben eines potenzfördernden Mittels zu beheben waren. Das sogenannte Ausschleichen des Medikaments, erwies sich als wenig problematisch.
Antibabypille Velafee - mit Schmerzen in den Brüsten durch Wassereinlagerungen
Seit meinem 14. Lebensjahr nehme ich die Antibabypille. Zunächst war auch alles in Ordnung. Ab einem Alter von etwa 20 Jahren bekam ich dann ständig Zwischenblutungen. Mit den Jahren wurden die Blutungen stärker und häufiger, weshalb ich mit 23 Jahren das Gespräch mit der Frauenärztin suchte. Sie riet mir zur Einnahme der Velafee (2 mg Dienogest
 und 0.03 mg Ethinylestradiol).

Nach einigen Monaten der Einnahme waren die Blutungen nach wie vor vorhanden, aber die Ärztin meinte, der Körper benötige Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ein weiteres Problem war mittlerweile ebenfalls aufgetreten: Ich hatte häufig starke Druckschmerzen seitlich an den Brüsten. Ich machte mir große Sorgen und befürchtete einen Knoten. Ein Ultraschall brachte Entwarnung: Es handelte sich um unangenehme, aber harmlose Wassereinlagerungen in der Brust.
Meiner Ärztin zufolge sei dies eine häufige Begleiterscheinung der Velafee.

Nach einem Jahr waren die Schmerzen in der Brust unverändert und die Blutungen verschlimmerten sich sogar noch: Es gab Zyklen, in denen ich lediglich 8-10 Tage nicht blutete! Kein Zustand für mich.
Als Lösungsansatz sollte ich nun die Pille "durchnehmen", sprich ich sollte KEINE 7-Tage-Pause einlegen wie üblich. Ich hatte große Bedenken, ob das dem Körper nicht schade, tat aber wie mir geraten wurde.
Die Blutungen habe ich so tatsächlich in den Griff bekommen. Die Schmerzen in er Brust wurden stärker.

Vor einem Jahr habe ich die Pille aufgrund meines Kinderwunsches abgesetzt. Obwohl ich nfp (natürliche Familienplanung) verwende und daher immer genau weiß, wann mein Eisprung ist, wurde ich die ersten 8 Monate nicht schwanger. Wir hatten immer Verkehr an den Fruchtbaren Tagen, daran kann es nicht gelegen haben.
Mein Gefühl sagte mir, dass mein Körper noch von den Hormonen „vollgepumpt“ ist. Nicht umsonst wird empfohlen, ein halbes Jahr nach dem Absetzen der Pille zu warten, bis man richtig mit dem Baby machen loslegt. Im 8. Zyklus hat es dann geklappt – das Kind habe ich leider verloren. Im 9. Zyklus dasselbe Spiel. Nun im 10. Zyklus bin ich endlich schwanger geblieben :)

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die ersten 7 Monate, in welchen ich einfach nicht schwanger werden wollte nicht der Pille zuzuschreiben sind.
Seroquel (Quetiapin) - mit Gewichtszunahme, Übelkeit, ect
Ich habe Seroquel 50mg zwei Jahre lang wegen eine bipolaren Störung und Ansätzen zur Schizophrenie eingenommen.

In diesem Zeitraum hatte ich folgende Nebenwirkungen:

Ich hatte mit einer starken Gewichtszunahme zu kämpfen, wobei sich das Fett insbesondere am Bauch festsetzte, worunter ich sehr gelitten habe und auch heute noch leide.

Es war mir unmöglich Seroquel auf leeren Magen zu nehmen. Nach dem Frühstück litt ich dann regelmäßig unter Übelkeit - verglichen mit Schwangerschaftsübelkeit.

Um die Übelkeit zu bekämpfen, musste ich regelmäßig essen, was den Zunahmeeffekt der Tabletten noch verstärkt hat. Wenn ich jedoch nichts gegessen habe, war mir regelmäßig so übel, dass ich meinem normalen Tagesablauf nicht nachgehen konnte.

Obwohl ich viel Sport getrieben habe und zumindest meistens gesund gegessen habe, also nicht nur Süßigkeiten und Fast Food, habe ich in den zwei Jahren 15 Kilogramm zugenommen.

Einen Teil des Fettes habe ich nach dem Absetzen wieder verloren, aber bis heute habe ich mein Normalgewicht noch nicht erreicht. Und das, obwohl ich keine Neuroleptika mehr nehme. Nachdem das Mittel langsam ausgeschlichen wurde, indem ich am Ende nur noch eine Achtel Tablette genommen habe, geht es mir heute sehr gut.

Das Teilen der Tabletten war übrigens trotz Zerteiler nur sehr schwer möglich, da sich die Tabletten schlecht teilen lassen. Sie zerbröseln stattdessen.

Eine weitere Nebenwirkung, die ich aber als weniger dramatisch empfunden habe, war eine starke Lichtempfindlichkeit.

Normalerweise liebe ich die Sonne und ich sonne mich gern, weil dies eine stimmungsaufhellende Wirkung für mich hat. Durch die Einnahme habe ich Sonnenlicht als extrem grell empfunden, was unangenehm war. Daher habe ich oft Sonnenbrillen getragen. Auch habe ich mehr geschwitzt bzw. mir hat die Hitze mehr ausgemacht als sonst. Zumindest habe ich es subjektiv so gefühlt.
Dadurch habe ich viel Zeit im Schwimmbad verbracht, wo ich jedoch trotz Sonnencreme sehr schnell rot geworden bin. Dies ist mit dem Verringern der Dosis viel besser geworden und nach dem Absetzen gänzlich verschwunden.
Citalopram gegen schwere Depression - mit Kopfschmerzen, Gewichtszunahme und Müdigkeit
Meine Erfahrungen mit der Einnahme von Citalopram in einem Zeitraum von über zehn Jahren.

Da ich an einer schweren Depression leide, verschrieb mir damals meine Hausärztin das Medikament Citalopram. Anfangs mit einer niedrigen Dosierung von 10 mg. Die Wirkung des Medikamentes trat erst nach circa zwei Wochen nach der ersten Einnahme ein. Anfangs bemerkte ich eine rapide Verbesserung meiner Stimmung und meines Allgemeinzustandes. Ich war wirklich froh, dass ich mich für dieses Medikament entschieden habe. Nach ein paar Monaten zeigten sich aber die ersten Nebenwirkungen. Ich litt immer wieder unter Kopfschmerzen und ich nahm unglaublich schnell zu. Im Internet ist der Zusammenhang zwischen einer Gewichtszunahme und des Medikaments umstritten, aber aus meiner Sicht sehr wohl zu beachten. Wie bei den meisten Medikamenten benötigt man nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosierung. Mittlerweile nehme ich Citalopram mit 60 mg und ein zusätzliches Medikament, da mich Citalopram oft sehr schläfrig und dumpf macht.
Vor ein paar Jahren versuchte ich das Medikament abzusetzen, mit unerwarteten Nebenwirkungen. Ich war unglaublich genervt von jeder Kleinigkeit, meine Gelassenheit war wie weggeblasen und ein ständiges Schwindelgefühl begleitete mich tagsüber. Daher habe ich mich für eine Weiterführung der Behandlung mit Citalopram entschieden.

Bei einer Depression oder anderen Symptomen wie Angstattacken, können Medikamente wie diese eine große Hilfe sein. Dennoch ersetzen Sie keine Therapie und sie verändern dein Leben auch nicht für dich zum positiven. Ich selbst hoffe, dass ich diese Medikamente nicht für immer einnehmen muss und dass ich lerne, mein Leben auch ohne Tabletten positiv zu gestalten. Aber niemand sollte sich schlecht fühlen, weil er auf Antidepressiva angewiesen ist. Man ist deshalb nicht schwächer, im Gegenteil. Um Hilfe zu bitten, erfordert Stärke und ist der erste Schritt in die richtige Richtung.
Sertralin - mit Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden, Zittern und Krämpfen
Ich bin durch das Sertralin zunehmend langsamer geworden. Vom Kopf her aber auch körperlich. Zudem hatte ich Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden, Zittern und Krämpfen.
Meine Dosierung belief sich auf 50 mg für zwei Wochen, 100 mg für 18 Monate und 150 mg für 6 Monate.
Prednisolon bei perioraler Dermatitis - mit Schlafstörungen, Müdigkeit und starkem Appetit
Ich habe Prednisolon Ratiopharm 5 mg von meiner Dermatologin verschrieben bekommen. Indikation dafür war eine periorale Dermatitis, dabei handelt es sich um einen pustulösen Hautausschlag, der meist den Bereich rund um den Mund betrifft. Ausgelöst wurde diese vermutlich durch enormen psychischen Stress im Rahmen einer exogenen Belastungssituation. Da Kosmetikentzug und lokale Therapie mit Salben keine Besserung, teilweise sogar noch eine Verschlechterung mit sich brachte, entschied sich meine Dermatologin zu einem Therapieversuch mit Prednisolon. Eigentlich werden Glucocortiocoide bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis als systemische Therapie eingesetzt. Meine Dermatologin entschied sich für diese Therapie aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung und da es niedrig dosiert auch kaum Nebenwirkungen und keinen Gewöhnungseffekt aufweist.

Leider hat sich bei mir das genaue Gegenteil bewiesen. Die ersten beiden Tage bemerkte ich noch überhaupt keine Wirkung, auch besserte sich das Hautbild keineswegs. Nach etwa drei Tagen Anwendung bemerkte ich doch eine Besserung der Haut, zumindest die Pusteln trockneten aus und es kamen auch keine neuen Pusteln nach. An diesem Tag schöpfte ich das erste Mal Hoffnung, von der perioralen Dermatitis endlich befreit zu werden. Zu diesem Zeitpunkt stellten sich auch die ersten Nebenwirkungen ein: ich konnte nachts nur noch schlecht durchschlafen, wurde immer wieder wach. Tagsüber fühlte ich mich wie gerädert und war auch weit nicht mehr so leistungsfähig wie gewohnt. Zu der ständigen Müdigkeit kam ungewöhnlich guter Appetit dazu.

Als ich nach einer erneuten Hautbildverschlechterung erneut meine Dermatologin konsultierte und sie auf die Nebenwirkungen ansprach, meinte sie nur, dass „dies nicht möglich sei“, da die Therapie sehr niedrig dosiert ist. Ich beschloss, mir eine Zweitmeinung bei einer anderen Dermatologin einzuholen, zumal mich die Schlafstörungen fast um den Verstand brachten. Diese entschied, die Cortisontherapie langsam auszuschleichen und auf Antibiotika umzusteigen, da Cortison bei dieser Hauterkrankung eigentlich kontraindiziert ist. Sie bereitete mich auch darauf vor, dass nach Absetzen eine deutliche Verschlimmerung eintreten wird, die Cortisontherapie aber beendet werden muss. So kam es schlussendlich auch – mein Gesicht schmerzte und ich sah zum Fürchten aus. Das Hautareal, welches jetzt von der perioralen Dermatitis betroffen war, hat sich bis zu den Wangen ausgebreitet, ausgelöst durch den Cortisonentzug. Auch hat sich meine Haut durch die Cortisontherapie „ausgedünnt“ und ist seither viel anfälliger für Pickel und auch deutlich empfindlicher gegenüber Kälte bzw. starker Hitze.
Bella Hexal 35 - mit Kopfschmerzen, Erbrechen, starken Regelblutungn, ect
Bereits im Alter von 13 Jahren habe ich begonnen die Antibabypille Bella Hexal 35 ein zu nehmen. Diese wurde mir aufgrund der Diagnose Akne verschrieben, sowie sehr starke Menstruationsblutungen die zu einem starken Eisenmangel geführt haben.

Ich war die ersten Jahre zufrieden, hatte jedoch von Anfang an Nebenwirkungen, welche über die Jahre schleichend schlimmer wurden. Über all die Jahre habe ich die Nebenwirkungen als solche gar nicht erkannt. Ich bin unnötigerweise wegen Migräne von Arzt zu Arzt. Mit Anfang 20, hatten die Symptome ihren Hochpunkt erreicht. Auch hier waren sie mir noch immer nicht als „Nebenwirkungen“ bewusste geworden. In der Pillenpause hatte ich so starke Regelschmerzen und Blutungen, dass ich ein bis zwei Tage vollkommen krank im Bett lag mit migräneartigen Kopf- und Nackenschmerzen, so stark, dass ich mich eigentlich immer übergeben musste. Generell hatte sehr häufig Kopfschmerzen. Zwischenblutungen, bei den kleinsten Anzeichen von Stress und Anspannung, waren schon normal geworden.

Daraufhin sollte ich die Pille 6 Monate am Stück durchnehmen, da es sich ja ohnehin nicht um einer natürliche Regeblutung handelt, sondern um eine Abbruchblutung, versprach man mir, dass meine Schmerzen und starker Blutverlust damit behoben sei. Mein Körper war davon unbeeindruckt. Nach 4 Monaten durchgehender Einnahme hat mein Körper ununterbrochen Schmierblutungen durchgezogen bis zur Pillenpause. Die Kopfschmerzen sind mir auch erhalten geblieben, die mich regelmäßig, alle paar Wochen ins Bett gezwungen haben. Ich war außerdem unglaublich schnell gereizt und unausgeglichen, wie eine tickende Zeitbombe.

Diesen Zustand habe ich 8 Jahre so hingenommen, da man mir beim Arzt sagte, das sei bei mir eben so. Dann habe ich beschlossen die Pille ab zu setzen, weil es sich nicht mehr richtig angefühlt hat und ich das auch alles nicht mehr ertragen konnte. Nachdem sich die Haut nach etwa 6 Monaten reguliert hat, hatte ich keinerlei der oben beschrieben Symptome mehr. Meine Haut ist unkompliziert, mein Zyklus ebenfalls und Kopfschmerzen mit erbrechen habe ich gar nicht mehr. Erst nach Absetzen wurde mir die lange Liste an Nebenwirkungen klar.