Neueste Nebenwirkungsberichte

Levodopa und Benserazid - mit Harndrang und Bewegungen im Schlaf
Bei der Einnahme von Levodopa (L-DOPA) sind bei mir folgende Nebenwirkungen aufgetreten:

Levodopa hat ab einer Medikation von 500 mg pro Tag (100-100-100-100-100) eine starke diuretische Wirkung auf meinen Körper. So konnte ich feststellen, dass ich überdurchschnittlich häufig die Toilette aufsuchen musste (circa 10x pro Tag), obwohl die Flüssigkeitsaufnahme unverändert blieb. Besonders meine Nachtruhe war gestört, da jede Nacht der Harndrang durchschnittlich sechsmal (zusätzlich zum Tag) meinen Schlaf unterbrach. Maßnahmen, wie reduzierte und keine Flüssigkeitsaufnahme ab 19 Uhr blieben wirkungslos. Einher ging diese Nebenwirkung mit einem plötzlichen und sehr starken Harndrang, der unregelmäßig und unkontrolliert auftritt. Der dringende Zwang, zur Toilette gehen zu müssen (Tag und Nacht), ist häufig ein „falscher Alarm“ gewesen, da trotz Harndrang, ein Wasserlassen nicht möglich war. Häufig aber nicht immer. Manchmal war der Druck so stark, sodass sich meine Blase unkontrolliert entleerte. Die diuretische Nebenwirkung verlor sich mit dem Zeitpunkt, als ich die Medikation auf 100-100-50-50-50 reduzierte.

Während der ersten Einstellungsphase im Krankenhaus betrug meine Levodopa Dosierung zunächst 600 mg, später 800 mg (200-200-200-200). Bei der 600er Medikation stellte ich die oben beschriebenen Nebenwirkungen fest. Bei der erwähnten Steigerung begannen sich bei mir Albträume zu entwickeln, an die ich mich nach dem Aufwachen nicht erinnern konnte. Nicht einmal die Tatsache, dass ich träumte, war in meiner Erinnerung. Allerdings stellte mein Partner die nächtliche Veränderung fest, die sich in panische Angstschreie entlud. Meine Mimik und Gestik deuteten auf Abwehr- oder Kampfhandlungen hin. Die Fäuste waren geballt, Augen offen und die Pupillen am obersten Rand des Auges. Ich sprach Worte und ganze Sätze, die mein Partner nicht verstehen konnte. Er hat sie aufgezeichnet - auch gemeinsam war eine Deutung nicht möglich. Dieser Zustand wiederholte sich jede Nacht. Merkwürdigerweise reduzierte sich das nächtliche Wasserlassen auf null bis einmal. Tagsüber, wie oben beschrieben.

Meine derzeitige Levodopa Dosierung beträgt 450 mg (100-50-50-50-50-50-100), wobei das abendliche Medikament eine Retardkapsel ist. Seid dieser Medikation schlafe ich nachts durch und der diuretische Effekt ist verschwunden. Derzeitige Nebenwirkungen reduzieren sich auf nächtliche Geräusche (Lachen!!) und unkontrollierte Beinbewegungen. Beide Nebenwirkungen treten durchschnittlich zwei- bis dreimal pro Woche auf und sind nach meinem Aufwachen aus dem Gedächtnis verschwunden.

Bitte beachten Sie, dass die sich die Dosierung auf den Inhaltsstoff Levodopa bezieht. Meine Tabletten + Kapsel beinhalten zusätzlich 25 % Benserazid.

Medikamente:

Levodopa/Benserazid-ratiopfarm 50 mg/12,5 mg Tablette
Levodopa/Benserazid-ratiopfarm 100 mg/25 mg Tablette
Madopar Depot, Roche 100 mg/25 mg Hartkapsel
Antibabypille Microgynon - mit Schwangerschaftssymptomen
Ich habe 4 Jahre lang die sehr gängige und häufig verschriebene Microgynon zur Verhütung genommen. Diese ist eine Kombinationspille mit den synthetisch hergestellten weiblichen Hormonen Ethinylestradiol und Levonorgestrel. Ich habe sie täglich eingenommen und damit erfolgreich verhütet. Allerdings hatte ich leider einige Nebenwirkungen, die so schleichend kamen, dass ich sie zunächst kaum bemerkte. Da diese Pille dem Körper eine Schwangerschaft vortäuscht und ihn auch mit den zugehörigen Hormonen versorgt, hatte ich nach kurzer Zeit auch einige Symptome einer Schwangerschaft, wie starken Appetit und anschließende Gewichtszunahme, die ich zu zunächst gar nicht der Pille zuschrieb.

Von dem stark beeinflussten Hormonhaushalt war dementsprechend auch meine Stimmung betroffen. Stimmungsschwankungen und Depressionen waren an der Tagesordnung und ich war dünnhäutig und nervlich angespannt und konnte mir nicht erklären woher das kommt. Ich war während der Einnahme phasenweise immer wieder müde und abgeschlagen.

Auch Kleinigkeiten, die man ansonsten abtun würde, haben mich in diesem Zustand getroffen, da ich hormonell bedingt ein dünnes Nervenkostüm hatte. Die Hormone führten auch zu einigen Hautunreinheiten, mit denen ich vor Einnahme der Pille nie Probleme hatte.
Generell hatte ich die komplette Einnahmezeit logischerweise auch alle anderen typischen Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit am Morgen und Schwitzen und Hitzewallungen. Auf die Libido hat sich die Pille insofern ausgewirkt, dass sie sehr phasenweise sehr angeregt war und dann wieder völlig verschwand. Mit einem normalen Zyklus waren diese Phasen allerdings nicht zu vergleichen, da es völlig sprunghaft wechselte. Als ich mich letztendlich entschied die Pille abzusetzen, nahm ich innerhalb eines Jahres wieder 20 KG ab, die ich während der 4 Jahre stetig zugenommen hatte und mein Gesundheits-und Wohlbefinden besserte sich merklich. Auch mein psychisches Befinden wurde schlagartig besser, ich war wieder viel ausgeglichener und weniger empfindlich. Zwar bekomme ich ohne die Pille ab und zu während der Perioden leichte Schmerzen und Magenkrämpfe, jedoch bin ich im Großen und Ganzen aber viel zufriedener ohne einen so starken hormonellen Eingriff in meinen Körper.
Biperiden gegen Zittern - mit Kopfschmerzen und Sehstörungen
Grund der Behandlung: Grundsätzlich bekam ich es aufgrund meiner damals ab und zu auftretenden Bewegungsstörungen in den Armen. Näher, war es eine Art Muskelzucken, insbesondere in den Händen, was wiederum teils zu sehr auffälligem Zittern ausartete. Dieses Zittern, vermehrt im linken Arm, hielt in etwa 15-20 Minuten an und war für mich absolut nicht kontrollierbar. Da mein Arzt glaubte, die Ursache zu kennen, verschrieb er mir Biperiden (Biperiden-neuraxpharm 2mg) in Tablettenform. Er entschied so, da ich durchaus nicht alle Lebensmittel, Kosmetika und Medikamente vertrage, dieses Medikament jedoch eine sehr gute Verträglichkeit bei der Mehrheit der Patienten bewies. Zu Anfang waren 3 mal täglich jeweils eine halbe Tablette verordnet.

Erfahrungen, Wirkungsweise bei meinem persönlichen Gebrauch
Bereits nach kurzer Einnahme verspürte ich jedoch einen enormen, schmerzenden Druck auf meinen Kopf, als würde mich irgendetwas von der Stirn abwärts Richtung Boden drücken. Dieses Gefühl nach im Laufe des Tages immer mehr zu, denn anfangs dachte ich noch, das sei nur vorübergehend wegen des Wetterumschwungs oder derartigem. In den darauf folgenden Tagen jedoch, schien sich mein Kopfschmerz immer weiter und weiter zu addieren, denn es verschlimmerte sich unvorstellbar. Selbst der Versuch, diese Kopfschmerzen, mit circa zweimal auftretendem stark stechender Schmerz, der in etwa 5-10 Minuten andauerte, mit Schmerztabletten zu lindern, schlug fehl. Nach der Einnahme von letztlich 3600mg Ibuprofen gab ich's auf. Ich konnte weder in die Arbeit, noch Autofahren und erst recht nicht Einkaufen. Jedes Geräusch, selbst wenn der Fernseher auch nur ganz leise nebenher lief, war für mich manchmal nicht auszuhalten, ich wurde beinahe wahnsinnig. Mir war zwar ansonsten nicht übermäßig warm, hatte aber eine sehr heiße Stirn, warum auch immer. Ich denke, mein Körper könnte als Abwehrreaktion Fieber verursacht haben.
Weiterhin, begann ich leichte Sehstörungen zu entwickeln, sah unscharf oder konnte sehen, wie Dinge sich bewegten, diese es in der Realität jedoch nicht taten. Wobei ich anmerken muss, dass dies womöglich eine Folge meiner Kopfschmerzen war. Mein Arzt meinte anfangs, mich ein wenig zu gedulden, und abzuwarten, ob die Nebenwirkungen abklingen. Das taten sie nicht. Das Resultat war der Abbruch meiner Medikation.

Die letzten Monate, ohne Medikamente, habe ich jedoch keinerlei Symptome mehr wahrgenommen. Kein plötzlich zitternder Arm oder derart. Als Laie kann ich aber nicht darüber urteilen, ob ich das den Biperiden-Tabletten zu verdanken habe.
Levodopa und Carbidopa - mit Appetitlosigkeit und Durchfall
Ich habe das Medikament Levodopa verschrieben bekommen, welches ein Medikament ist, das bei Parkinson und dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) helfen soll. Eine Behandlung hiermit kann Beschwerden, die typischerweise bei Parkinson auftreten, lindern. Nach einiger Zeit Einnahme bemerkte ich aber Nebenwirkungen, die nicht einfach wegzustecken waren. Ich leide am Restless-Legs-Syndrom.

Kein Appetit mehr - meine Nebenwirkung 1

Ich habe bemerkt, dass ich einfach, egal was man mir hinstellte, nicht mehr so viel essen wollte beziehungsweise gar nichts mehr essen wollte. Ich litt unter Appetitlosigkeit der schlimmsten Art. Ich nahm dann, als ich überhaupt nichts mehr Festes zu mir nehmen wollte, eine Aufbaunahrung zu mir, die aus Eiweißen und Rapsöl bestand. Das ging so gerade noch.

Auch litt ich einige Zeit lang an heftigem Durchfall. Immer wieder, innerhalb von zehn Minuten, musste ich die Toilette aufsuchen. Das war wahrhaft nicht angenehm, weil ich doch - leider wie ich heute sagen muss - ohnehin schon sehr schwach durch die Medikamentengabe war. Levodopa, so kann ich sagen, hat meine Beweglichkeit schon wieder um Einiges verbessert. Es war ohne das Medikament viel schlimmer, aber die dokumentierten Nebenwirkungen machen mir heute noch nicht wirklich viel Mut, sollte ich das Medikament je wieder einnehmen müssen. Mir ist aber immer bewusst gewesen, dass jedes Medikament Nebenwirkungen hervorrufen kann und das ist eben nicht immer eine angenehme Angelegenheit, diese einzunehmen.

Starker Durchfall als meine bemerkte Nebenwirkung 2

Der Durchfall ist nach einiger Zeit und nach dem Ende der Therapie, sowieso wieder abgeklungen. Was für eine Erleichterung das vielleicht war. Das kann ich heute mit Sicherheit sagen, dass es angenehm war, wieder durchfallfrei zu sein und auch keine Appetitlosigkeit mehr als Hemmschuh haben zu müssen. Der Appetit ist ebenso eigentlich fast vollständig wieder zurückgekehrt und macht mir heute keine Sorgen mehr. Wenn ich etwas essen möchte, tue ich das auch und bin dem guten Essen nicht mehr abgeneigt. Das ist sehr gut. Aber jedenfalls habe ich hier meine Erfahrung mit Nebenwirkungen bei der Einnahme von Levodopa geschildert.
Ramipril - mit Bläschenbildung und Juckreiz
Durch die Geburt meiner drei Kinder ist ein permanent erhöhter Blutdruck entstanden, der mit Ramipril behandelt werden sollte. Die anfängliche Dosis schien gut zu greifen. Zumindest hatten sich meine Blutdruckwerte gemäß ärztlicher Auskunft gebessert.

Allerdings hatte ich recht schnell, nach circa einer Woche mit Bläschenbildung in der Ellenbeuge zu kämpfen. Die Bläschen waren sehr klein und mit Wasser gefüllt. Nach einigen weiteren Tagen fingen sie fürchterlich an zu jucken. Dadurch habe ich mir unbemerkt im Schlaf beide Ellenbeugen blutig gekratzt.

Leider habe ich nicht sofort beim Arzt Bescheid gesagt. Schließlich reagiere ich schnell auf eine zu starke Zuckereinnahme und auf Bienen- / Wespenstiche. Auch Mückenstiche arten bei mir schnell aus. Als ich dann endlich zum Arzt ging, weil der Juckreiz überhaupt nicht mehr abklang, wusste dieser sofort Bescheid und hat mir ein anderes Präparat verschrieben.

Allerdings war der Arzt erstaunt, dass ich überhaupt mit Ramipril behandelt wurde. Man muss dazu sagen, dass ich gegen Wespenstiche mittelstark reagiere. Dies war auch in dem Krankhaus, in dem ich das Ramipril verordnet bekommen habe, bekannt. Ich gebe es überall an, wo es wichtig ist - also auch im Krankenhaus. Leider hat es niemand beachtet. Liest man sich den Beipackzettel durch, wozu ich im Krankenhaus keine Möglichkeit hatte, wird man feststellen, dass Bienen- und Wespengiftallergie eine Kontraindikation darstellen. Schade, ich hätte mir also die Erfahrung der Nebenwirkungen sparen können.

Nur gut, dass die Ärzte in meiner Hausarztpraxis die Nebenwirkungen der gängigen Bluthochdruckmittel, also auch des Ramipril, gut kennen. Dadurch waren sie sofort in der Lage, auf ein anderes Präparat zurückzugreifen, dass keinerlei sichtbare Nebenwirkungen an den Tag legte. Ich vermute, dass ich auch die Nebenwirkung des Schwindels erfahren musste. Da ich aber ohnehin aufgrund eines schweren Schwindelsyndroms im Krankenhaus lag, kann ich dies nur vermuten. Denn der Schwindel ließ sich so lange nicht in den Griff bekommen, wie ich das Präparat Ramipril zu mir nahm. Nach der Medikamentenumstellung ebbte auch der Schwindel langsam, aber stetig ab.
Amlodipin - mit Unterschenkelschwellung, Verdauungsprobleme, Stimmungsschwankungen
Amlodipin ist ein Medikament, welches eingesetzt wird, um einen Bluthochdruck = arterieller Hypertonus - zu senken.

Ich nahm dieses Medikament selbst ein und hier meine Erfahrungen:
Vorweg zu meiner Person: Ich bin weiblich, Geburtsjahr 1967

An arteriellen Hypertonus litt ich schon sehr lange, habe aber nie etwas genommen. Warum weiß ich nicht.
Vielleicht aus Bequemlichkeit.

Aufgrund einer beruflichen Auseinandersetzung stieg mein Blutdruck auf fast 200/160 mmHg an worauf ich sofort zum Arzt ging. Mein Blutdruck war wirklich noch nie so hoch.
Dieser verschrieb mir Amlodipin und ein anderes blutdrucksenkendes Mittel welches abwechselnd einnehmen sollte z.B. Amlodipin entweder in der Früh oder abends.
Nun gut ich tat dies und mein Blutdruck normalisierte sich.
Eines Tages ging mir das andere blutdrucksenkende Mittel aus und so nahm ich nur Amlodipin ein.
Diese Einnahme zeigte auch alleine ihre Wirkung.

Aber nach ein paar Tagen merkte ich, dass ich Kopfschmerzen bekam verbunden mit Sehstörungen und leider auch mit Stimmungsschwankungen und ausgeprägter Müdigkeit obwohl ich immer sehr früh zu Bett ging.
Des Weiteren litt ich auch unter Verdauungsprobleme.
Anfangs dachte ich mir nichts dabei, denn diese Nebenerscheinungen sind eigentlich nichts ungewöhnliches für mich.

Kopfschmerzen hatte ich schon früher, auch Stimmungsschwankungen waren mir nicht unbekannt. Ferner wusste ich, dass ich auch Verdauungsprobleme hatte.

Also nahm ich diese Erscheinungen nicht sehr ernst.

Eines Tages, im Büro, bemerkte ich auf einmal, dass mein rechter Fuß, beginnend am Unterschenkel, immer dicker und dicker wurde, sodass ich einfach in keinen normalen Schuh mehr hineinpasste.
Darauffolgend ging ich wieder zum Arzt, diesmal zu einem Facharzt für Innere Medizin und ließ mich untersuchen.
Dieser Facharzt diagnostizierte zuerst "Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose" und machte einen Ultraschall - sprich Gefäßdoppler. Gott sei Dank blieb diese Diagnose nicht bestehen.
Ich bekam zur Vorsorge blutverdünnende Spritzen - sprich Fragmin bzw. Lovenox welche ich täglich spritzen sollte.

Nun gut. Leider glaubte mir niemand, dass dies vielleicht doch auf die Nebenwirkungen von Amlodipin zurückzuführen wäre.
Ich setzt einfach diese Medikation ab und nach ca. 4 Tagen normalisierten sich meine Beschwerden - sprich mein Unterschenkel nahm an Größe wieder ab.

Seither nehme ich dieses Medikament nicht mehr. Ferner teilte ich dies meinem Arzt auch mit, dass Amlodipin bei mir nicht mehr einsetzbar ist.
Paracetamol - mit Nasenbluten
Schmerzstillende Wirkung gut.
Nebenwirkung entnervend. 3x starkes Nasenbluten.
Antibabypille Miranova - mit Schmierblutungen, Haarausfall, vermehrte Behaarung und mehr
Ich bekam von meiner Frauenärztin die Anti Baby Pille "Miranova" (Levonorgestrel
, Ethinylestradiol) verschrieben, die Ärztin war der Auffassung das diese die beste Lösung für meinen Wunsch der Empfängnisverhütung sei. Zuerst war auch alles gut. Ich fühlte mich befreit, unabhängig und sicher.

Nach etwa einem halben Jahr bekam ich hin und wieder Schmierblutungen die ich zunächst auf den beruflichen Stress schob. Dazu kam Haarausfall, auch das, war bestimmt nur der Stress, ich trank zu viel Kaffee, der Körper ist übersäuert... Da kommen bestimmt auch meine Kopfschmerzen her. Schlechte Laune und Frust machten sich nicht nur in meinen Gedanken sondern auch bei meiner Libido breit, ich hatte schlicht keine Lust mehr. Zusehends genervt wechselte ich den Job, bald darauf war mir alles zu viel. Ich begann in eine Depression zu rutschen und sah nicht einmal wirklich einen Grund dafür. Ich war ratlos! Irgendwie war ich nicht mehr belastungsfähig, meine Nerven lagen dauerhaft blank und selbst die kleinsten Dinge im Alltag ließen mich aus der Haut fahren. Ich war nicht mehr ich selbst. Das mir vermehrt Haare im Gesicht wuchsen, ignorierte ich. Das grau - werden auch. Zuletzt trennte mich sogar von meiner knapp zweijährigen Beziehung weil ich ihn nicht mehr ertrug. Ich zog aus, lebte alleine und nahm die Pille dann auch nicht mehr, wozu auch.

Langsam erholten sich meine Nerven, meine haarigen Probleme blieben. Ich nahm zu, obwohl ich eher weniger und gesünder aß als vorher, das Frustfressen fiel ja weg. So ging ich erneut zu einem Gynäkologen, ein anderer dieses Mal. Dieser stellte zwei kleinere Zysten fest. Er machte einen Hormontest, dort stellte sich heraus das ich mittlerweile eine Östrogen-schwäche entwickelt hatte, mein Testosteron war zudem zu hoch. Erklärte aber nicht das ich zunahm. Ich habe auf weitere Tests verzichtet, bin mit meinen Zysten nach Hause gegangen und lebe seit 2 Jahren Hormonfrei. Bis auf die Haare im Gesicht hat sich mein Körper wieder regeneriert. Für mich steht fest, nie wieder fremde Hormone.
Prednisolon bei rheumatoider Arthritis - mit Hungergefühl, Schwellung im Gesicht, ect
Vor einigen Jahren bekam ich eine rheumatoide Arthritis im rechten Fußgelenk. Der Arzt meinte, es wäre von einer vorherigen Mandelentzündung gekommen, welche ich nicht richtig behandelt hatte. So wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert und bekam direkt die Dosis von 15 mg = 3x5 Tabletten am Tag einzunehmen. Da Prednisolon ein aggressives Medikament ist, sollte ich vorher immer einen Esslöffel Maalox trinken, sozusagen als eine Art Prävention für meinen Magen. Dazu sollte ich eine salzlose Kost zu mir nehmen, und da ich sowieso etwas pummelig war, versuchen auch auf Süßigkeiten zu verzichten.

Das Medikament schien direkt nach einer Woche seine Wirkung zu zeigen, denn die Schwellung und die Schmerzen ließen nach. Jede Woche wurde das Blut auf seinen Gerinnungswert untersucht und je nach Ergebnis durfte ich eine Tablette weniger zu mir nehmen. Mein Fuß war zwar schmerzfrei, jedoch bekam ich kleine rote Knoten in einer geraden Linie auf meinem rechten vorderen Schienbein. Und dazu auch noch kleine blaue Flecken auf dem betroffenen Bein verteilt, die aber bei Druck nicht schmerzten. Mein Bein fühlte sich sehr kalt an und irgendwie taub.
Ich wurde zu einem Spezialisten gebracht der meinte, es wäre eine Nebenwirkung vom Prednisolon. Langsam bekam ich Appetit auf alles Mögliche, obwohl ich gerade erst gegessen hatte, kam ein paar Minuten später wieder ein Hungergefühl in mir auf. Ein halbes Jahr später wurde ich mit Pausbacken und einem aufgeblähten Oberbauch endlich entlassen, musste aber noch jeden Tag 3 Tabletten Prednisolon einnehmen und jede Woche zur Blutuntersuchung erscheinen.

Innerlich fühlte ich mich zwar fit, gesund und schmerzfrei, aber an meinem Körper hinterließ das Medikament seine Spuren. Nicht nur wegen der Gewichtzunahme, sondern auch meine Regelblutung hatte ich erst fast 2 Jahre später wieder bekommen. Als ich endlich das Medikament absetzen konnte, nahm mein Körper innerhalb von 1 Monat wieder seine normale Gestalt an, d.h. die Schwellung im Gesicht und an meinem Oberbauch gingen langsam zurück. Auch das schreckliche Hungergefühl ließ nach und so konnte ich zu meiner Zufriedenheit innerhalb von einem halben Jahr, langsam aber sicher meine überschüssigen Kilos verlieren.
Sertralin bei Wochenbettdepression - mit Gewichtszunahme
Im Jahr 2013 kam mein Kind zur Welt und ich fühlte mich vom ersten Tag an mit der Situation überfordert. Rund um die Uhr funktionieren und verfügbar sein zu müssen, versetzte mich in Stress. Besonders abends oder nachts, wenn ich mich von meinem inneren Druck nicht mehr ablenken konnte, litt ich unter Panikattacken mit schweren Zwangsgedanken. Es fiel mir schwer einzuschlafen. Ich konnte mich nicht hinlegen, oder in die Nähe meines Bettes gehen, weil ich Angst vor dem Schlafengehen hatte. Da ich mein Baby ausschließlich stillte, konnte ich meinem Mann wenig von der Verantwortung abgeben und monatelang nur kurze Verschnaufpausen genießen, in denen ich nur für mich Zeit hatte.

Schon in den ersten Tagen im Krankenhaus fiel den Ärzten mein Problem auf und ich wurde mit einer Tagesdosis von 25mg Sertralin am Morgen entlassen. Diagnose: Wochenbettdepression. Die Dosis stellte sich nach kurzer Zeit als zu gering heraus und sie wurde auf 50mg morgens erhöht. Mit dieser Dosierung ging es mir ein Jahr lang gut, ich konnte meinen Alltag weitgehend ohne Symptome leben und mich an der gemeinsamen Zeit mit meinem Baby erfreuen. Seither musste ich leider kontinuierlich die Tagesmenge Sertralin erhöhen, da mir nach der Karenzzeit auch der Stress in der Arbeit psychisch zusetzte.
Seit 2013 habe ich in Absprache mit einem Psychiater die Tagesdosis schrittweise angepasst und nehme derzeit täglich am Morgen 150mg Sertralin easypharm.

Es geht mir nun sehr gut und ich bin froh, mein Leben wieder im Griff zu haben. Leider habe ich bei jeder Erhöhung der Sertralinmenge eine gleichzeitige Gewichtszunahme bemerkt. Zu Beginn hatte ich etwa 73kg und bin nun bei einem Gewicht von 101kg angelangt. Ich bringe dies mit dem Medikament in Zusammenhang. Sobald ich das Sertralin um 25mg aufdosierte, steigerte sich auch mein Gewicht um 5 Kilogramm.
Ich habe nicht das Gefühl, kontinuierlich mehr zu essen, oder mich weniger zu bewegen als früher. Ernährungsumstellungen und Sport haben kaum oder keine Auswirkungen im Vergleich zu vor der Medikamenteneinnahme. Deshalb vermute ich, dass durch die Einnahme von Sertralin mein Stoffwechsel langsamer geworden ist.