Neueste Nebenwirkungsberichte

Pregabalin - mit Heißhunger, Libidoverlust und Mundtrockenheit
Ich nehme Pregabalin seit etwa drei Monaten und vertrage es insgesamt gut. Jedoch habe ich auch Nebenwirkungen. Ich bekomme das Medikament im sogenannten off label use gegen die Angst- und Anspannungssymptome meiner Zwangsstörung. Das Mittel hilft gegen die genannten Symptome sehr gut. Aktuell nehme ich 300 mg pro Tag ein: drei mal täglich jeweils 100 mg. Das Medikament muss eingeschlichen werden, das heißt, dass mit kleinen Dosierungen begonnen wird, um diese dann später zu erhöhen. Mein Arzt aus der psychiatrischen Ambulanz hat mich anfangs auf 450 mg eingestellt, jedoch wurde die Dosis aufgrund von Nebenwirkungen verringert. Eine der nervigsten Nebenwirkungen ist der Heißhunger: Ich habe deutlich mehr Appetit, esse mehr und habe bereits einige Kilogramm zugenommen. Nach der Dosis-Reduktion hat sich diese Nebenwirkung jedoch ein wenig reduziert. Eine weitere Nebenwirkung ist die Reduktion der Libido. Ich bin noch unter 30 und lege auf ein erfülltes Sexualleben großen Wert. Auch deshalb hat der Arzt die Dosis reduziert, und anschließend wurde der Libidorückgang etwas weniger. Vom Pregabalin bekomme ich Mundtrockenheit und großen Durst. Das viele Trinken ist recht nervig und stört mich im Alltag. Beim Sport - ich spiele Amateurfußball - ist diese Nebenwirkung besonders stark. Hilfreich gegen die Mundtrockenheit ist das Lutschen von Bonbons - ich persönlich wähle Eukalyptusbonbons.
Bisoprolol 2,5 mg Tabletten - mit Müdigkeit und Gewichtszunahme
Aufgrund eines zu hohen Blutdrucks in Folge einer Lungenentzündung habe ich über einen Zeitraum von ca. acht Wochen Bisoprolol (ratiopharm®) 2,5 mg Tabletten eingenommen. Das Medikament hat direkt nach den ersten zwei Einnahmen (morgens und abends je eine Tablette) gewirkt und der Blutdruck war binnen weniger Tage wieder im normalen Bereich.

Nach ca. einer Woche der Einnahme habe ich aber vermehrte Müdigkeit (trotz normaler Blutdruckwerte, die regelmäßig gemessen wurden) feststellen müssen. Ich war morgens nach dem Aufwachen eigentlich nie so richtig ausgeschlafen und tagsüber fühlte ich mich immer wieder etwas schwach und hatte das Bedürfnis mich hinzulegen. Das Phänomen hat sich aber nach weiteren drei Wochen der Einnahme wieder etwas normalisiert. Ich habe außerdem auch versucht, dem etwas entgegen zu wirken, indem ich mich viel an der frischen Luft aufgehalten habe und regelmäßig wieder leichten Sport getrieben habe. Leider habe ich innerhalb der ersten vier Wochen auch direkt zwei Kilo zugenommen. Da ich sonst eigentlich nichts verändert habe und mich auch insgesamt eher wieder mehr bewegt habe, muss ich davon ausgehen, dass es von dem Medikament kam. Nach Absetzen auf Anraten des Arztes hat sich aber auch das wieder normalisiert.

Dosierung: 5 mg täglich
Antibabypille Petibelle gegen starke Regelblutung und PMS
Im Jahr 2001 hatte ich eine ungewöhnlich starke Regelblutung und PMS. Daraufhin verschrieb mir meine Frauenärztin die Antibabypille Petibelle, die damals neu auf dem Markt war. Sie sollte die Regelblutung abschwächen und für eine Linderung oder ein Verschwinden der prämenstruellen Beschwerden sorgen.

Mir wurde die Petibelle als moderne Pille verkauft, die anders als die alten Modelle kaum Nebenwirkungen hätte. Ich bekam die Petibelle aufgrund starker praemenstrueller Beschwerden verschrieben. Sie könne angeblich meinen Hormonhaushalt in Ordnung bringen. Dass es so etwas wie Östrogen- oder - Progesteron- Mangel gibt, wurde mir nicht mitgeteilt. Es ging nur um die Bekämpfung der Symptome- und dafür sei die Pille optimal.

Ich bekam in den folgenden Monaten zahlreiche Symptome, die ich nicht miteinander und schon gar nicht mit der Pille in Verbindung brachte: Chronische Darmprobleme, Migräne, depressive Verstimmungen, Panikattacken und Stimmungsschwankungen. Mein Zyklus wurde tatsächlich regelmäßiger, dafür kamen die prämenstruellen Beschwerden nun täglich.

Ich setzte die Pille nach einem Jahr ab und die Beschwerden verschwanden.

Meine Frauenärztin weigerte sich dennoch, einen Bezug zur Petibelle herzustellen, da meine Symptome ihrer Meinung nach psychosomatische Ursachen hätten. Als ich im Jahr 2006 wieder mit einer starken Regelblutung, hormonellen Schwankungen und PMS zu kämpfen hatte, versuchte ich es nochmal mit der Antibabypille, da ich meiner Ärztin vertraute und meine damaligen Beschwerden einer anderen Ursache zuordnete.

Die Symptome tauchten wieder genauso auf: Migräne, Bauchschmerzen und Durchfall, Panikattacken und depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen. Die Pille hat bei mir also nicht nur unangenehme, körperliche Nebenwirkungen erzeugt, ich hatte vielmehr das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein. Dieses Gefühl ergab sich aus den verschiedenen physischen und psychischen Nebenwirkungen. Keine dieser Symptome wurde mir als mögliche Nebenwirkung mitgeteilt. Ich setzte die Petibelle Anfang Dezember 2006 eigenmächtig ab. Wieder verschwanden die Beschwerden vollständig.

Ich habe eine Tablette pro Tag genommen, immer zur gleichen Uhrzeit, ein Jahr durchgängig und nach drei Jahren Pause 10 Monate lang.
Agomelatin/Valdoxan - mit Schläfrigkeit, Kopfschmerzen und Albträumen
Nachdem ich mit ADHS diagnostiziert worden bin, wurde mir Methylphenidat verschrieben, um meine Konzentrationsschwierigkeiten zu bekämpfen. Der gewünschte Effekt stellte sich nicht ein und mein Neurologe bemerkte eine depressive Stimmung und verschrieb mir daher Valdoxan, welches den Wirkstoff Agomelatin beinhaltet.

Aufgrund meiner ebenfalls sehr stark ausgeprägten Einschlafstörung, schien es ein geeignetes Medikament zu sein. Etwa 20 Minuten nach der Einnahme verspürte ich eine erhöhte Schläfrigkeit, was eine eigentlich eine eher angenehmere Nebenwirkung ist. Geringfügig problematisch ist, dass ich daher die Einnahme von Valdoxan planen musste, um so meine restlichen Aufgaben für den Tag fertigstellen zu können. In manchen Fällen, bei denen mir etwas dazwischen gekommen ist und ich länger als 30 Minuten versuchte wach zu bleiben setzte ein mit dem Betrunkensein vergleichbarer Effekt ein. Meine Bewegungen wurden langsam und unkoordiniert und man fühlte sich betäubt. Parallel zur verringerten Mobilität setzten die ersten Tage leichte Kopfschmerzen ein, diese legten sich aber nach den ersten drei bis vier Tagen und waren kein großes Problem. Solange man aber alles nach Plan erledigt und bettfertig war, sind diese Nebenwirkungen kein Problem, da sie gut im Griff zu halten waren.

Ein weiterer Nebeneffekt war die veränderte und bizarre Wahrnehmung von Träumen. Die Träume die erlebte fühlten sich wesentlich länger an, besonders merkwürdig, war das Empfinden der Träume als real. Ich konnte zu Beginn meine Träume überhaupt nicht von der Realität unterscheiden und das "dumpfe" Gefühl im Kopf beim Aufwachen half auch überhaupt nicht weiter. Es ging sogar so weit, dass ich meinen Tag protokollieren musste, um die Realität nicht mit den Träumen zu vermischen. Die real wirkenden Träume waren so lange angenehm, bis sie in Albträume umstürzten. Insbesondere die Albträume wirkten sich sehr negativ auf meine generelle Nervosität aus und erhöhten mein Stresslevel des üblichen Tages. Teilweise war kein Durchschlafen möglich, was die Einnahme von Agomelatin sehr unangenehm gestaltete. Nicht nur schlaflose Nächte machten mich müde, auch bei sehr "gutem" Schlaf fühlte ich mich während des Tages sehr müde. Ich konnte keine Verbesserung der Depression feststellen und setzte Agomelatonin aufgrund der Nebenwirkungen ab.
Tavor gegen Flugangst - mit Heißhunger
Ich kenne Tavor, da ich es immer zum Fliegen nehme. Gestern nahm ich nach zwei Jahren zum ersten Mal wieder eine Tavor (1 mg) für den Flug. Am selben Abend hatte ich eine Heißhungerattacke und aß neben einem Döner noch eine große Tüte Chips und zwei Tafeln Schokolade. Wäre da noch mehr gewesen, hätte ich auch das noch verschlungen. Ich hatte gut gefrühstückt und zu Mittag gegessen... Und ich wiege nur 50 Kilos (bei 1,63 m) und esse sonst nicht so viel auf einen Schlag... außer einmal im Monat vor der Menstruation. Aber die hatte mit dem Essanfall nichts zu tun... Diese Anfälle kenne ich ansonsten noch von der Einnahme von Antidepressiva. Heftig, bisher hatte ich das bei Tavor nicht gehabt. Aber gestern war es eindeutig. Ansonsten hilft mir Tavor aber immer bei meiner Flugangst. Es ist das beste Medikament gegen diese Phobie.
Lyrica (Pregabalin) - mit mehr Unruhe und Angstgefühlen
Ich habe drei Tage lang das Medikament Lyrica versucht, das den Wirkstoff Pregabalin enthält. Da ich große Probleme mit Angstgefühlen habe und näheren Verwandten hat das Medikament bereits sehr geholfen hat, dachte ich, die Chancen stehen gut, dass es mir auch hilft. Leider lief es ganz anders. Ich hatte ursprünglich damit Probleme, dass ich leicht von Sorgen schnell getriggert anfange zu grübeln und mich in meine Angst hineinsteigere. Leider wurde ich dann nur noch unruhiger und ich war schneller ängstlicher. Es war doch sehr kontraproduktiv, obwohl ich nur eine sehr geringe Dosis nahm (25mg). Ich konnte mich kaum noch konzentrieren, war zappelig und unruhig und sehr unsicher. Ich verspürte außerdem das Bedürfnis, mehr zu essen. Ich dachte mir, ich geb dem Medikament ein paar Tage eine Chance, doch es wurde nicht besser. Nach drei Tagen hielt ich es nicht mehr aus und ich habe es wieder abgebrochen. In einem zweiten Anlauf versuchte ich es nochmal, aber es half nicht und ich war wieder deutlich unruhiger. Auch beim zweiten Versuch gab ich es bereits nach wenigen Tagen auf. Lyrica mag gut bei Ängsten helfen, ist aber einfach nicht für mich gemacht.
Escitalopram - mit Euphorie, intensiven Träumen, Herzrasen, Zittern und Zähneknirschen
Mein Neurologe hat mir nach fehlgeschlagener Medikation von Depressionen und sozialer Angststörungen Escitalopram verschrieben. Ein großes Problem war für mich der fehlende Antrieb, der durch die eben genannten Krankheitsbilder entstand und sich immer weiter verstärkte. Valdoxan hat mir nicht geholfen und dann wurde Escitalopram eingesetzt. Escitalopram hat die Probleme, die ich hatte, für den Zeitraum der Einnahme komplett eliminiert, dennoch habe ich es innerhalb eines Monats abgesetzt, Grund dafür waren die Nebenwirkungen.

Zu meiner Verwunderung setzte der Effekt am ersten Tag ein, ich verspürte eine enorme Euphorie. Dazu stieg meine Motivation und mein Tatendrang, was ja eigentlich als wünschenswert gilt. Jedoch verspüre ich diese Gefühle als Nebenwirkung, zwar verschwanden mit ihr kurzfristig meine Depressionssymptome, dafür unterlag ich eine extreme Risikobereitschaft, welche mit einer unnormal gesteigerten Motivation gekoppelt war. Ich habe Beispielsweise nicht mal mehr Angst vor einem Tandemsprung gehabt, normalerweise fürchte ich mich sogar vor einem Sprung von einem 3 Meter Sprungbrett. Dieser Effekt ließ mein Umfeld vermuten, dass ich unter dem Einfluss von Drogen war, was im Nachhinein keine schönen Gefühle auslöst.

Eine weitere Nebenwirkung war das Erleben von Träumen auf einer bizarren Art und Weise. Träume fühlten sich real an, was bei Albträumen überhaupt nicht angenehm war. Eine Nebenwirkung, die eher weniger Auffällig war, war der erhöhte Puls und das damit einhergehende Zittern. Ich konnte meine Hände geradeso still halten und noch schreiben, ganz mühelos war es nicht, aber dennoch machbar. Das Auftreten des Zitterns und das leichte Herzrasen verschwanden allmählich innerhalb der ersten Woche.

Die letzte Nebenwirkung, die mir widerfahren ist und von der ich berichten kann, ist das Zähneknirschen. Diese Nebenwirkung war hauptsächlich der Grund, warum ich die Einnahme des Medikamentes abgebrochen habe. Ich knirschte permanent mit den Zähnen, anscheinend wesentlich stärker und unkontrollierter in der Nacht, da nach dem Aufwachen ungewöhnlich starke Kieferschmerzen zu verspüren waren. Selbst wenn man Zahnabrieb mithilfe von Zahnschienen unterbinden hätte können, kann man das Aneinanderreiben der Zähne(besonders Nachts) nicht unterbinden. Durch das Zähneknirschen hat mein Kiefer, selbst nach fast zwei Jahren Abstinenz, bis heute noch anhaltende Schmerzen und knackt ständig und das bei einer Einnahme von einem Monat.
Metamizol (Novaminsulfon) 500mg - mit Müdigkeit, Schwindel und Hitzewallungen
Was ich bei meiner Einnahme von Metamizol (Novaminsulfon®) bemerken konnte ist, dass ich jedes mal sehr müde geworden bin. Diese Nebenwirkung ist mir bereits häufiger aufgefallen nach der Einnahme. Es kommt deutlich verstärkt vor nachdem ich zwei Tabletten a 500 mg eingenommen habe und gelegentlich schlafe ich dadurch sogar ein, wenn ich mich momentan zu Hause in einem Ruhezustand befinde und nicht auf der Arbeit bin. Ich habe mir bisher gedacht, dass dies damit zusammenhängen könnte, dass ich normalerweise niedrigen Blutdruck habe und Novaminsulfon das mit seiner hypotensiven Eigenschaft weiter nach unten treibt. Ich fühle mich dabei in meiner Leistung eingeschränkt und Konzentrationsfähigkeit gestört. Manchmal treten auch kurze Episoden von Schwindel auf und ich bekomme schneller als sonst einen orthostatischen Blutdruckabfall. Gelegentlich löst es bei mir auch etwas Hitzewallungen aus, die sehr unangenehm sein können, wenn ich Metamizol bei einer Erkältung oder Grippe einnehme und nicht nur bei Schmerzzuständen. Hier möchte ich jedoch noch einmal betonen, dass ich während diesem Hitzeempfinden meistens kein Fieber hatte. Das habe ich davor in der Regel kontrolliert. Das Schwitzen was aus dem Hitzegefühl entstand war in der Regel sehr unangenehm und löste einen Wechsel zwischen warmen und kalten Episoden aus. Wenn ich Metamizol nur bei Schmerzempfinden eingenommen habe, blieb dieses Gefühl meistens aus. Bei regelmäßiger Einnahme, sprich für ungefähr 5 Tage 3 mal täglich 1g, konnte ich eine geringe Rotfärbung des Urins beobachten. Dies war jedoch abhängig von meiner Trinkmenge an den entsprechenden Tagen. Am deutlichsten war dies morgens festzustellen, nach dem Aufstehen und wenn ich nochmal vor dem Schlafengehen erneut eine Dosis von 1g Novaminsulfon eingenommen habe.

In der Regel kann ich behaupten, dass ich sehr gerne auf Metamizol zurückgreife, da es besser Magenverträglich als Ibuprofen ist. Es hilft sehr gut bei Erkältungen, orthopädisch bedingten Schmerzen — vor allem bei Rückenschmerzen — und ebenfalls Kopfschmerzen. Wo es mir persönlich überhaupt nicht hilft, sind Menstruationsbeschwerden. Ich habe Metamizol noch nie überdosiert und bin jedes Mal stets in dem Rahmen von 4 g pro Tag geblieben.

Ich bin weiblich, mein Geburtsjahr ist 1995 und meine Einnahmedauern haben sehr stark variiert — von einer Einmaleinnahme von 500 mg oder 1 g, habe ich es ebenfalls bis zu einer Woche 3 bis 4 mal täglich entweder als Dosis von 500 mg oder 1 g eingenommen.
Antibabypille Belara - mit Zwischenblutungen, Migräne und Gewichtszunahme
Ich habe dieses Präparat vor etwa 20 Jahren verschrieben bekommen, aufgrund meiner anhaltenden Hautunreinheiten. Es handelt sich um ein Kombinationspräparat welches den Eisprung verhindert.
Die Wirkungsweise ist auch sehr gut und meine Haut dankte es mir.
Bedauerlicherweise stellten sich nach einigen Wochen schon Nebenwirkungen ein, die ich als nicht tolerabel empfunden habe.

Zum einen hatte ich teilweise durchgehend leichte Zwischenblutungen, zwar nicht schmerzhaft, aber es beeinträchtigte den Alltag und mein Wohlbefinden schon erheblich. Das Präparat habe ich trotzdem noch weiterhin eingenommen um zu testen, ob sich daran noch etwas ändert. Dies geschah leider nicht, zumindest nicht in einem zufriedenstellend es Ausmaß.
Was ich dann weiterhin bemerkte, und dies führte letztendlich zum Absetzen dieses Medikaments, dass ich im gesteigerten Maße an Migräne litt. Immer häufiger stellte sich eine sogenannte „Aura“ ein, welche sich durch eine verschwommene Sicht bemerkbar machte und das Sehfeld stark einschränkte. Sonst etwa zweimal jährlich, stellte sich dieses Phänomen nun im wöchentlichen fast schon täglichen Turnus ein. Wenn ich nicht medikamentös dagegen ansteuerte verstärkte sich dieses und hielt etwa eine Stunde an. Im Nachgang, verschlimmerte es sich gelegentlich zu heftigen pochenden Schläfenschmerzen und Lichtempfindlichkeit, so dass ich tageweise nicht mehr arbeiten konnte.

Um herauszufinden, ob dies tatsächlich am Medikament lag, setzte ich dieses tageweise ab. Innerhalb einer Woche verschwanden die Symptome. Also startete ich diverse Anläufe um dem Mittel eine Chance zu geben, aber leider lief es immer wieder auf dieselbe Problematik hinaus. Schmerzen und Blutungen.

Als kleinen ebenfalls unerwünschten Nebeneffekt kann ich auch von einer geringen wenn auch nervigen Gewichtszunahme berichten. Vermutlich durch Wassereinlagerungen in den Extremitäten und Bauch.

Alles in allem also kein Präparat für Frauen, die wie ich zu Kopfschmerzen tendieren und sich womöglich sogar erhoffen weniger an Blutungen zu leiden. Diese werden zwar weniger, dafür aber dauerhaft. Was ja nicht Sinn der Sache sein kann.
Metamizol - mit Übelkeit, Schwindel und Benommenheit
Nachdem ich auf der Arbeit starke Kopfschmerzen bekommen hatte und mich kaum noch konzentrieren konnte, suchte ich verzweifelt nach einer Kopfschmerztablette in meiner Tasche. Da ich nicht fündig wurde, hat mir meine Kollegin 20 Tropfen Metamizol von sich gegeben mit der Aussage, es würde bei ihr immer helfen.

Nach der Einnahme erwartete ich Linderung, aber es wurde hingegen viel schlimmer. Die Kopfschmerzen stiegen bis in das Unerträgliche und ich litt unter starker Übelkeit und Schwindelzuständen. Eine Besserung war nicht in Sicht, daher war ich gezwungen meine Arbeit abzubrechen und mich hinzulegen, da ich kaum noch bei Sinnen war und mich sehr schwer auf den Beinen halten konnte. Ich hatte das Gefühl jeden Moment ohnmächtig zu werden, war sehr benommen und konnte keine klaren Gedanken mehr fassen.

Nachdem ich für drei Stunden auf einer Couch geschlafen habe, bin ich langsam wieder zu mir gekommen, war aber immer noch leicht benommen und musste von einem Kollegen nach Hause gefahren werden, da ich mich nicht in der Lage sah selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Zum Glück arbeite ich in einem Altenpflegeheim, sodass meine Vitaldaten von den Mitarbeitern überwacht werden konnten, mein Blutdruck lag zeitweise bei 80/40. Ich habe zwar immer einen niedrigen Blutdruck, aber das war selbst für mich sehr niedrig. Nach dieser Erfahrung habe ich nie wieder Metamizol genommen.