Neueste Nebenwirkungsberichte

Seroquel (Quetiapin) - mit Gewichtszunahme, Übelkeit, ect
Ich habe Seroquel 50mg zwei Jahre lang wegen eine bipolaren Störung und Ansätzen zur Schizophrenie eingenommen.

In diesem Zeitraum hatte ich folgende Nebenwirkungen:

Ich hatte mit einer starken Gewichtszunahme zu kämpfen, wobei sich das Fett insbesondere am Bauch festsetzte, worunter ich sehr gelitten habe und auch heute noch leide.

Es war mir unmöglich Seroquel auf leeren Magen zu nehmen. Nach dem Frühstück litt ich dann regelmäßig unter Übelkeit - verglichen mit Schwangerschaftsübelkeit.

Um die Übelkeit zu bekämpfen, musste ich regelmäßig essen, was den Zunahmeeffekt der Tabletten noch verstärkt hat. Wenn ich jedoch nichts gegessen habe, war mir regelmäßig so übel, dass ich meinem normalen Tagesablauf nicht nachgehen konnte.

Obwohl ich viel Sport getrieben habe und zumindest meistens gesund gegessen habe, also nicht nur Süßigkeiten und Fast Food, habe ich in den zwei Jahren 15 Kilogramm zugenommen.

Einen Teil des Fettes habe ich nach dem Absetzen wieder verloren, aber bis heute habe ich mein Normalgewicht noch nicht erreicht. Und das, obwohl ich keine Neuroleptika mehr nehme. Nachdem das Mittel langsam ausgeschlichen wurde, indem ich am Ende nur noch eine Achtel Tablette genommen habe, geht es mir heute sehr gut.

Das Teilen der Tabletten war übrigens trotz Zerteiler nur sehr schwer möglich, da sich die Tabletten schlecht teilen lassen. Sie zerbröseln stattdessen.

Eine weitere Nebenwirkung, die ich aber als weniger dramatisch empfunden habe, war eine starke Lichtempfindlichkeit.

Normalerweise liebe ich die Sonne und ich sonne mich gern, weil dies eine stimmungsaufhellende Wirkung für mich hat. Durch die Einnahme habe ich Sonnenlicht als extrem grell empfunden, was unangenehm war. Daher habe ich oft Sonnenbrillen getragen. Auch habe ich mehr geschwitzt bzw. mir hat die Hitze mehr ausgemacht als sonst. Zumindest habe ich es subjektiv so gefühlt.
Dadurch habe ich viel Zeit im Schwimmbad verbracht, wo ich jedoch trotz Sonnencreme sehr schnell rot geworden bin. Dies ist mit dem Verringern der Dosis viel besser geworden und nach dem Absetzen gänzlich verschwunden.
Citalopram gegen schwere Depression - mit Kopfschmerzen, Gewichtszunahme und Müdigkeit
Meine Erfahrungen mit der Einnahme von Citalopram in einem Zeitraum von über zehn Jahren.

Da ich an einer schweren Depression leide, verschrieb mir damals meine Hausärztin das Medikament Citalopram. Anfangs mit einer niedrigen Dosierung von 10 mg. Die Wirkung des Medikamentes trat erst nach circa zwei Wochen nach der ersten Einnahme ein. Anfangs bemerkte ich eine rapide Verbesserung meiner Stimmung und meines Allgemeinzustandes. Ich war wirklich froh, dass ich mich für dieses Medikament entschieden habe. Nach ein paar Monaten zeigten sich aber die ersten Nebenwirkungen. Ich litt immer wieder unter Kopfschmerzen und ich nahm unglaublich schnell zu. Im Internet ist der Zusammenhang zwischen einer Gewichtszunahme und des Medikaments umstritten, aber aus meiner Sicht sehr wohl zu beachten. Wie bei den meisten Medikamenten benötigt man nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosierung. Mittlerweile nehme ich Citalopram mit 60 mg und ein zusätzliches Medikament, da mich Citalopram oft sehr schläfrig und dumpf macht.
Vor ein paar Jahren versuchte ich das Medikament abzusetzen, mit unerwarteten Nebenwirkungen. Ich war unglaublich genervt von jeder Kleinigkeit, meine Gelassenheit war wie weggeblasen und ein ständiges Schwindelgefühl begleitete mich tagsüber. Daher habe ich mich für eine Weiterführung der Behandlung mit Citalopram entschieden.

Bei einer Depression oder anderen Symptomen wie Angstattacken, können Medikamente wie diese eine große Hilfe sein. Dennoch ersetzen Sie keine Therapie und sie verändern dein Leben auch nicht für dich zum positiven. Ich selbst hoffe, dass ich diese Medikamente nicht für immer einnehmen muss und dass ich lerne, mein Leben auch ohne Tabletten positiv zu gestalten. Aber niemand sollte sich schlecht fühlen, weil er auf Antidepressiva angewiesen ist. Man ist deshalb nicht schwächer, im Gegenteil. Um Hilfe zu bitten, erfordert Stärke und ist der erste Schritt in die richtige Richtung.
Sertralin - mit Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden, Zittern und Krämpfen
Ich bin durch das Sertralin zunehmend langsamer geworden. Vom Kopf her aber auch körperlich. Zudem hatte ich Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden, Zittern und Krämpfen.
Meine Dosierung belief sich auf 50 mg für zwei Wochen, 100 mg für 18 Monate und 150 mg für 6 Monate.
Prednisolon bei perioraler Dermatitis - mit Schlafstörungen, Müdigkeit und starkem Appetit
Ich habe Prednisolon Ratiopharm 5 mg von meiner Dermatologin verschrieben bekommen. Indikation dafür war eine periorale Dermatitis, dabei handelt es sich um einen pustulösen Hautausschlag, der meist den Bereich rund um den Mund betrifft. Ausgelöst wurde diese vermutlich durch enormen psychischen Stress im Rahmen einer exogenen Belastungssituation. Da Kosmetikentzug und lokale Therapie mit Salben keine Besserung, teilweise sogar noch eine Verschlechterung mit sich brachte, entschied sich meine Dermatologin zu einem Therapieversuch mit Prednisolon. Eigentlich werden Glucocortiocoide bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis als systemische Therapie eingesetzt. Meine Dermatologin entschied sich für diese Therapie aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung und da es niedrig dosiert auch kaum Nebenwirkungen und keinen Gewöhnungseffekt aufweist.

Leider hat sich bei mir das genaue Gegenteil bewiesen. Die ersten beiden Tage bemerkte ich noch überhaupt keine Wirkung, auch besserte sich das Hautbild keineswegs. Nach etwa drei Tagen Anwendung bemerkte ich doch eine Besserung der Haut, zumindest die Pusteln trockneten aus und es kamen auch keine neuen Pusteln nach. An diesem Tag schöpfte ich das erste Mal Hoffnung, von der perioralen Dermatitis endlich befreit zu werden. Zu diesem Zeitpunkt stellten sich auch die ersten Nebenwirkungen ein: ich konnte nachts nur noch schlecht durchschlafen, wurde immer wieder wach. Tagsüber fühlte ich mich wie gerädert und war auch weit nicht mehr so leistungsfähig wie gewohnt. Zu der ständigen Müdigkeit kam ungewöhnlich guter Appetit dazu.

Als ich nach einer erneuten Hautbildverschlechterung erneut meine Dermatologin konsultierte und sie auf die Nebenwirkungen ansprach, meinte sie nur, dass „dies nicht möglich sei“, da die Therapie sehr niedrig dosiert ist. Ich beschloss, mir eine Zweitmeinung bei einer anderen Dermatologin einzuholen, zumal mich die Schlafstörungen fast um den Verstand brachten. Diese entschied, die Cortisontherapie langsam auszuschleichen und auf Antibiotika umzusteigen, da Cortison bei dieser Hauterkrankung eigentlich kontraindiziert ist. Sie bereitete mich auch darauf vor, dass nach Absetzen eine deutliche Verschlimmerung eintreten wird, die Cortisontherapie aber beendet werden muss. So kam es schlussendlich auch – mein Gesicht schmerzte und ich sah zum Fürchten aus. Das Hautareal, welches jetzt von der perioralen Dermatitis betroffen war, hat sich bis zu den Wangen ausgebreitet, ausgelöst durch den Cortisonentzug. Auch hat sich meine Haut durch die Cortisontherapie „ausgedünnt“ und ist seither viel anfälliger für Pickel und auch deutlich empfindlicher gegenüber Kälte bzw. starker Hitze.
Bella Hexal 35 - mit Kopfschmerzen, Erbrechen, starken Regelblutungn, ect
Bereits im Alter von 13 Jahren habe ich begonnen die Antibabypille Bella Hexal 35 ein zu nehmen. Diese wurde mir aufgrund der Diagnose Akne verschrieben, sowie sehr starke Menstruationsblutungen die zu einem starken Eisenmangel geführt haben.

Ich war die ersten Jahre zufrieden, hatte jedoch von Anfang an Nebenwirkungen, welche über die Jahre schleichend schlimmer wurden. Über all die Jahre habe ich die Nebenwirkungen als solche gar nicht erkannt. Ich bin unnötigerweise wegen Migräne von Arzt zu Arzt. Mit Anfang 20, hatten die Symptome ihren Hochpunkt erreicht. Auch hier waren sie mir noch immer nicht als „Nebenwirkungen“ bewusste geworden. In der Pillenpause hatte ich so starke Regelschmerzen und Blutungen, dass ich ein bis zwei Tage vollkommen krank im Bett lag mit migräneartigen Kopf- und Nackenschmerzen, so stark, dass ich mich eigentlich immer übergeben musste. Generell hatte sehr häufig Kopfschmerzen. Zwischenblutungen, bei den kleinsten Anzeichen von Stress und Anspannung, waren schon normal geworden.

Daraufhin sollte ich die Pille 6 Monate am Stück durchnehmen, da es sich ja ohnehin nicht um einer natürliche Regeblutung handelt, sondern um eine Abbruchblutung, versprach man mir, dass meine Schmerzen und starker Blutverlust damit behoben sei. Mein Körper war davon unbeeindruckt. Nach 4 Monaten durchgehender Einnahme hat mein Körper ununterbrochen Schmierblutungen durchgezogen bis zur Pillenpause. Die Kopfschmerzen sind mir auch erhalten geblieben, die mich regelmäßig, alle paar Wochen ins Bett gezwungen haben. Ich war außerdem unglaublich schnell gereizt und unausgeglichen, wie eine tickende Zeitbombe.

Diesen Zustand habe ich 8 Jahre so hingenommen, da man mir beim Arzt sagte, das sei bei mir eben so. Dann habe ich beschlossen die Pille ab zu setzen, weil es sich nicht mehr richtig angefühlt hat und ich das auch alles nicht mehr ertragen konnte. Nachdem sich die Haut nach etwa 6 Monaten reguliert hat, hatte ich keinerlei der oben beschrieben Symptome mehr. Meine Haut ist unkompliziert, mein Zyklus ebenfalls und Kopfschmerzen mit erbrechen habe ich gar nicht mehr. Erst nach Absetzen wurde mir die lange Liste an Nebenwirkungen klar.
Prednisolon Creme gegen Hautentzündung - mit Fieberblasen (Herpesbläschen) und Lipödem
Seit meinem 10. Lebensjahr leide ich immer wieder an einer chronischen Hautentzündung. In den ersten Jahren war es eine Form der Neurodermitis. Diese tritt bei mir schubweise auf bzw. saisonal eher im Winter. Ich hatte eine Phase von drei Jahren ohne Hautprobleme. Jetzt ist die familiär gehäuft auftretende Schuppenflechte vordergründig, somit weniger die Neurodermitis. Doch bei den vergangenen Schüben bekam ich vom Dermatologen eine Salbe mit Prednisolon verschrieben, somit ein Glukokortikoid. Ich bemerkte längere Zeit keine Nebenwirkungen, die Salbe linderte den aktuellen Schub gut ab. Ich verwendete die Salbe auch nicht großflächig, sondern nur an den betroffenen Stellen. Schleichend traten jedoch Nebenwirkungen auf. Erst langsam erkannte ich hier einen Zusammenhang mit der Prednisolon Creme. Nach Applikation der Creme konnte ich ein vermehrtes Auftreten von Fieberblasen (Herpesbläschen) beobachten. An dem Herpes simplex Virus leide ich seit meiner Kindheit, somit dauerte es eine Weile bis ich in der Prednisolon Creme eine weitere Ursache zum Ausbruch der Herpesbläschen erkannte. Insbesondere wenn ich mir unmittelbar nach Anwendung der Creme an die Lippen bzw. in das Gesicht gegriffen hatte, bekam ich in den nächsten Tagen bereits eine Fieberblase.

Da ich zusätzlich noch unter einem Lipödem (einer Fettverteilungsstörung) leide, beobachtete ich hier ebenfalls eine Verschlechterung der Symptome der Grunderkrankung. Bei einem Lipödem kann das Lymphsystem auch mitbetroffen sein, jetzt beobachtete ich, dass ich nach längerer Anwendung der Prednisolon Creme ein verstärktes Empfinden hatte insbesondere in den Beinen aufgeschwemmt zu sein. Auch wurde der Spannungsschmerz, der sich aufplusternden Verkapselungen im Fettgewebe erhöht. Nachdem meine Mutter auch Lymphpatientin ist und sie ebenfalls mit ähnlichen Symptomen auf Kortison reagiert, beendete ich die Verwendung der Prednisolon Creme unter Absprache mit dem Arzt. Ich stieg auf ein anderes Produkt um.

Eine weitere Nebenwirkung ist mir bezüglich eines seltsamen Ansatzes an Bauchfett aufgefallen. Dies kann ich jedoch nicht zweifelsfrei auf das Predisolon zurückführen. Auf Grund meines Lipödems, sitzt mein überschüssiges Körperfett normalerweise nur an den Beinen und der Hüfte. Ansonsten war der Bauch immer schön flach. Diese Körperform ist charakteristisch für das Erkrankungsbild. Es gab in der Zeit keine Veränderung in der Diät und auch keine Schwangerschaft. Somit kann ich dies als Ursache ausschließen. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass die Körperform nach Absetzung des Predisolon wieder besser wurde. Dies ist nur meine persönliche Einschätzung und eine abschließende Aussage kann in diesem Fall noch nicht getroffen werden.

Weitere relevante Informationen zu meinem Erfahrungsbericht: Ich (weiblich, 34 Jahre) sollte die Salbe mit 0,25% Wirkstoff lokal anwenden, morgens und abends sobald Schübe auftreten. Immer nur bis zum Abklingen der Symptome. Länger als zwei bis drei Wochen habe ich sie nie verwendet. Man sollte sie auch maximal nur bis zu 8 Wochen verwenden und dann eine Pause machen.
Propranolol gegen Tremor - mit Schwindel, kalten Armen und Beinen, Durchfall und mehr
Ich habe Propranolol von meinem Hausarzt verschrieben bekommen, weil ich einen stark beschleunigten Puls habe und in Stresssituationen meine Hände zittern. Ich habe keinerlei Kontrolle über diesen Tremor. Das ist mir natürlich äußerst unangenehm und macht mich, vor allem im beruflichen Kontext, sehr unsicher. Mein Arzt riet mir daher zu diesem Betablocker, da er sehr effektiv gegen Herzrasen und Zittern sein soll. Ich habe die niedrigste Dosierung von 10 Milligramm erhalten und sollte dreimal täglich eine Tablette einnehmen.

Bereits zwei Stunden nach Einnahme der ersten Tablette traten Nebenwirkungen auf. Mir wurde schwindelig und ich fühlte mich richtig benommen. Ich dachte mir aber noch nicht sehr viel dabei. Das Herz-Kreislauf-System muss sich ja erst mal an so ein Medikament gewöhnen. Am Abend, also nach Einnahme der dritten Tablette, bekam ich ein starkes Kältegefühl in meinen Armen und Beinen. Ich hatte auch ein Kribbeln. Es fühlte sich an, als würden Ameisen über meine Haut laufen. Ich habe mich dann ins Bett gelegt, aber irgendwie konnte ich nicht richtig schlafen. Ich fühlte mich so unruhig und unwohl in meiner Haut. Am nächsten Tag war es das Gleiche. Ich hatte das Gefühl, ich stehe richtig neben mir und fühlte mich schwach. Weil mir so schwindelig war, konnte ich mit meinem Auto nicht zur Arbeit fahren und musste mich von meinem Ehemann bringen lassen. Ich konnte mich den ganzen Tag über nur schlecht konzentrieren und fröstelte.

Als die Nebenwirkungen am dritten Tag immer noch so heftig waren, bin ich wieder zum Arzt. Er hat mir dann geraten die Dosis auf zwei Tabletten am Tag zu reduzieren und meinte dann würden die Nebenwirkungen schwächer werden oder ganz nachlassen. Das half leider nur wenig. Der Tremor und das Herzrasen waren zwar vollständig verschwunden, aber ich fühlte mich total fertig. Nach zwei Wochen habe ich das Propranolol in Rücksprache mit meinem Arzt abgesetzt, da es mir dann auch noch auf den Magen geschlagen ist. Ich bekam Magenkrämpfe und Durchfall. Jetzt probiere ich ein pflanzliches Medikament aus. Leider bisher ohne Erfolg.

Handelsname: Inderal
Dosierung: 10 mg (3x1, nach drei Tagen 2x1)
Antibabypille Aristelle bei PCO-Syndrom - mit Migräne, schmerzhafte Abbruchblutungen und Gewichtszunahme
Ich habe die Antibabypille Aristelle wegen meines PCO-Syndroms verschrieben bekommen. Siehe diesen Erfahrungsbericht.
An Nebenwirkungen hatte ich Migräne mit Aura, starke und schmerzhafte Abbruchblutungen und deutliche Gewichtszunahme.
Naratriptan bei Migräne - mit Übelkeit, Druck auf der Brust, Wadenkrämpfen und Muskelschmerzen
Heute möchte ich kurz über meine Erfahrungen mit Naratriptan 2,5 mg Filmtabletten berichten. Die meisten von Euch, die vom Migräne geplagt sind, werden fast zwangsläufig irgendwann über Triptane stolpern. Während die meisten Triptane verschreibungspflichtig sind, ist Naratriptan in kleiner Packungsgröße rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Das passt auch zur Einnahme als ultima ratio, wenn Ibuprofen & Co. nicht weiter helfen. Die Wirkung tritt recht schnell ein, nach rund einer Stunde bin ich wieder absolut in der Lage, meine Arbeit zu verrichten. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmerzmitteln kann ich nach der Einnahmen von Naratriptan nicht über ein Müdigkeits- oder Abgeschlagenheitsgefühl klagen. Allerdings macht sich - je nachdem, ob und was ich gegessen habe - bisweilen Übelkeit breit. Insofern ist die Einnahme, wenn man danach zu einem großen Essen eingeladen ist, nicht immer empfehlenswert...

Als Serotonin-Rezeptoragonist wirkt Naratriptan auch auf die Blutgefäße, was sich bei mir gelegentlich in Gefühlen von Enge und Druck in der Brust bemerkbar macht. Alles in allem unangenehm und anfangs durchaus beklemmend, kann ich dieses Gefühl inzwischen ganz gut einschätzen.
In seltenen Fällen, wenn ich einige Tage am Stück Naratriptan einnehmen muss, machen sich bei mir Wadenkrampf-ähnliche Symptome und Muskelschmerzen bemerkbar. Nach dem Absetzen verschwinden sie aber auch wieder recht schnell.

Summa summarum bleiben Triptane meine Arznei der Wahl, wenn die üblichen Schmerzmittel nicht mehr ausreichen, aber eben nur, solange es unbedingt nötig ist.
Sertralin gegen Zwänge - mit Schwitzen, weniger Verlangen nach Sex und Müdigkeit
Ich leide neben einer emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung auch an Zwängen. Diese Zwänge beziehen sich sowohl auf Zwangshandlungen sowie Zwangsgedanken. Da es leider sehr wenige Medikamente gibt, die darauf ausgelegt sind, Zwänge abzumildern, habe ich das eine oder andere Medikament schon ausprobiert und bin dann vor vielen Jahren bei Sertralin Aurobindo 100 mg gelandet. Seit jeher nehme ich jeden Morgen 2 Tabletten. Generell, so würde ich sagen, schlagen diese Medikamente im Bezug auf die Zwänge sehr gut an. Die Zwangshandlungen aber auch die Zwangsgedanken haben seit Beginn der Einnahme deutlich nachgelassen. Dennoch gibt es, wie bei jedem Medikament, auch Nebenwirkungen, die leider oftmals nicht ausbleiben. Bei mir, so kann ich glücklicherweise sagen, halten sich die Nebenwirkungen in Betrachtung auf die Wirkung sehr in Grenzen.

Festgestellt im Zusammenhang mit der Einnahme von Sertralin habe ich, dass ich vermehrt und vor allem auch stärker schwitze als sonst. Ebenso konnte ich wahrnehmen, dass mein Verlangen nach Sex gering gemildert ist. Seit der Einnahme des Medikaments bin ich aber auch müder als sonst. Beide letztgenannten Nebenwirkungen wirken sich jedoch nicht sonderlich auf mein alltägliches Leben aus.

Abschließend möchte ich noch folgendes loswerden: Sollte ich einmal, aus welchen Gründen auch immer, die Einnahme von Sertralin vergessen, so erlebe ich am darauffolgenden Tag eine Zunahme der Zwänge und auch ein Anstieg an depressiver Stimmung.