Sertralin und Citalopram im Vergleich

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F32.-

Ich bekam vor einigen Jahren vom Neurologen ein Medikament gegen Angststörungen und Depressionen verordnet. Die Therapeuten und Ärzte in der Klinik, entschieden sich bei mir für die Gabe eines Medikaments mit dem Wirkstoff Sertralin. Zu Beginn der Behandlung mit dem Medikament, klärte man mich über die eventuell möglichen Nebenwirkungen bei der Einnahme auf und verabreichte mir täglich 1/2 Tablette am Morgen. Nach einigen Tagen bekam ich starke Schweißausbrüche in der Nacht, hatte das Gefühl meine Haut kribbelte und sie fühlte sich heiß und verbrannt an.

Später bei der Erhöhung der Dosis machten sich dann starke Magen- und Darm-Beschwerden bemerkbar. Ich hatte nur noch Durchfall und konnte nichts mehr bei mir behalten, es roch nach Chemie bei mir und ich konnte das Haus nicht mehr verlassen. Die Ärzte spielten die Beschwerden zunächst herunter, obgleich man mir im Krankenhaus zuvor gesagt hatte, dass Magen- und Darm-Beschwerden die häufigste Nebenwirkung seien und ich darauf achten sollte. Nach dem Absetzen der Sertralin-Tabletten dauert es rund eine Woche, bis ich wieder ohne Magen-Darm-Beschwerden war.

Nach dieser schlechten Erfahrung mit Sertralin nahm ich über einen langen Zeitraum keine Antidepressiva mehr ein, aus Angst, die Probleme mit den starken Nebenwirkungen, könnten sich noch einmal wiederholen. Da ich noch unter anderen Erkrankungen leide, sind Durchfälle sehr gefährlich für mich, weil dann die anderen Medikamente nicht mehr wirken. Schließlich kam ich dann an einen Punkt, an dem es mir so schlecht ging, dass ich keinen Ausweg sah und es auf Anraten meines Hausarztes noch einmal mit anderen, neuen Medikamenten probieren wollte. Seit einiger Zeit nehme ich nun das Medikament Citalopram 20 mg 1x täglich nach dem Frühstück ein und habe seit über einem Jahr kaum noch Ängste und Depressionen. Ich kann wieder am Leben teilnehmen und habe bis dato keine Nebenwirkungen an mir bemerken können.